Nachrichtenüberblick

Lokales

Ein Pädagoge eines städtischen Kindergartens in Wien-Penzing, gegen den bis Dezember 2023 im Zuge von Missbrauchsvorwürfen strafrechtlich ermittelt worden war, sieht sich nun mit neuen Anschuldigungen konfrontiert. Die zuständige Magistratsabteilung 11 (MA 11) bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden „Wien heute“-Bericht. So soll es drei Tage nach Einstellung des Verfahrens der Kinder- und Jugendhilfe zu neuen inkriminierten Handlungen gekommen sein.

Konkret soll es dabei um Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gehen, wie die MA 11 betonte. „Ein Kind hat einem anderen Kind während einer Spielsituation davon erzählt“, sagte Pöschmann.

„Wir haben darum das Ermittlungsverfahren durch die MA 11 wieder eröffnet und eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht“, sagte Sprecherin Ingrid Pöschmann der APA am Abend. Pöschmann betonte jedoch, dass der Pädagoge in diesen drei Tagen zu keinem Zeitpunkt in dem Kindergarten tätig war. Der Mann habe seit 2021 nicht mit Kindern gearbeitet, so die Sprecherin.

Bei der Staatsanwaltschaft war das Vorliegen einer entsprechenden Sachverhaltsdarstellung am späten Donnerstagabend für die APA nicht mehr zu verifizieren. Parallel dazu läuft auch das Verwaltungsverfahren durch die Kinder- und Jugendhilfe. Im Zuge dessen sollen Eltern sowie Mitarbeiter des Kindergartens erneut befragt werden.

Wer künftig außerorts um 90 km/h oder in der Stadt um 80 km/h zu schnell fährt, kann sein Fahrzeug verlieren. Doch der Teufel steckt im Detail, denn zunächst ist einmal zwei Wochen lang die Polizei zuständig. Erst dann muss die Bezirkshauptmannschaft entscheiden, was mit dem Auto tatsächlich passiert.

Bis dahin darf der Wagen des Extremrasers natürlich keinen Kratzer bekommen. Der Platz, wo das Fahrzeug steht, muss also sicher vor Sturm oder Hagel sein. Auch muss verhindert werden, dass der Lenker den Wagen doch irgendwie – etwa mit einem Ersatzschlüssel – in Betrieb nehmen kann. Denn im Gegensatz zu anderen Fällen, etwa wegen technischer Mängel, muss das Kennzeichen offenbar am Auto bleiben. Das kann auch eine Versuchung für Diebe sein, wird es sich doch das eine oder andere Mal wohl um wertvolle Luxusfahrzeuge handeln.

Mit einer derartigen Antwort auf ein Bewerbungsschreiben rechnet wohl niemand: "Super, was sollen wir mit einer Schleiereule? Ein Wahnsinn, gibt es auch noch Österreicher?"

Genau so eine Antwort aber bekam eine muslimische Studentin der Pharmazie, die sich bei einer Grazer Apotheke um eine Stelle als studentische Mitarbeiterin beworben hatte. 

Studentin: "Es war ein Schock"

Ein Freund der jungen Österreicherin postete auf der Plattform Reddit einen Screenshot ihres Mailverkehrs mit der Apotheke. "Ich habe ehrlich zuerst nicht realisiert, was ich da lese", sagte die gebürtige Grazerin, die anonym bleiben möchte, im Gespräch mit dem KURIER. Die am Dienstag abgeschickte E-Mail wurde postwendend, innerhalb weniger Minuten beantwortet. 

"Es war ein Schock", schilderte sie ihre Gefühlslage. Als Kopftuchträgerin sei sie Alltagsrassismus gewöhnt, doch dieser Vorfall hat alles übertrumpft. "Ich bin schon früher von potenziellen Arbeitgebern gefragt worden, ob ich das Kopftuch abnehmen könnte. Es würde 'nicht so gut' bei den Kunden ankommen, hieß es".

Politik

Die Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ) würde es bei einer Regierungsbeteiligung der Blauen nach der Nationalratswahl nicht als Ministerin nach Wien ziehen: "Ich schließe es aus", sagte Svazek Donnerstagabend beim "Business-Talk" von Thomas Prantners Beratungsagentur C3. Für realistisch hält sie Verhandlungen mit der ÖVP, und zwar auch am Bundespräsidenten vorbei.

Svazek glaubt, dass Herbert Kickl Kanzler wird.

Svazek geht trotz der ablehnenden Äußerungen der Spitzen von ÖVP und SPÖ davon aus, dass FPÖ-Chef Herbert Kickl Bundeskanzler wird: "Ich glaube schon, weil es die faktische Realität so vorgeben wird", meinte die Landespolitikerin. "Der Wahlkampf ist immer die Phase des kollektiven Wahnsinns", wo niemand an den Tag nach der Wahl denke. Wenn die FPÖ bei der Wahl Erste werde - was "noch keine g'mahte Wies'n" sei -, wäre es aus ihrer Sicht "demokratiepolitisch sehr schwer auszuhalten", dies völlig zu ignorieren.

von Michael Hammerl und Miriam Fila

Im Zuge der Ibiza-Ermittlungen wurde auch das Handy von Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) beschlagnahmt. Ein Teil der Chats hat das Justizministerium nun überraschend allen Fraktionen im Zuge des von der ÖVP beantragten Untersuchungsausschusses zum „rot-blauen Machtmissbrauch“ geliefert.

Die über weite Strecken geschwärzten Chats liegen dem KURIER vor. Sie geben unter anderem Einblicke in FPÖ-interne Chatgruppen während der türkis-blauen Regierung. Es geht etwa darum, welche Medien Inserate bekommen sollen, um ein Vernetzungstreffen mit Russland oder die Abschaffung der GIS-Gebühr.

Nach Fellner-Ärger: „Er kommt uns entgegen“

Im April 2019 unterhalten sich zentrale FPÖ-Regierungsmitglieder in einer Chatgruppe: Vizekanzler Heinz-Christian Strache, die Minister Norbert Hofer, Mario Kunasek, Beate Hartinger-Klein sowie Herbert Kickl. Auch Harald Vilimsky und zwei Personen aus Straches Kabinett sind an Bord. Vorab: Eine Nachricht Kickls kommt im einsehbaren Teil nicht vor.

Am 19. April ist Strache jedenfalls verärgert. Der Grund: Medienmanager Wolfgang Fellner lade weiterhin Ewald Stadler zu TV-Debatten auf oe24 einladen, obwohl er ihm zugesagt habe, dies nicht mehr zu tun. Stadler war 2007 von der FPÖ zum BZÖ gewechselt. Und er betreibe im Fernsehen „FPÖ-Beschimpfung“, schreibt Strache, der Richtung Fellner meint: „Und wenn er dann wieder vorstellig werden sollte, sollten wir ihm klarmachen, dass wir ihn nicht mit Inseraten füttern, damit er permanent vorbestrafte FPÖ-Hasser einlädt und gegen uns anschreibt.“

„Sehr gut!“, antwortet Vilimsky. Vier Tage später scheint alles geklärt. „Bitte weiter bei Fellner schalten. Wir haben es geklärt! Er kommt uns entgegen! Lg“, schreibt Strache in eine weitere Chatgruppe.

FPÖ: "Nachricht hatte keinerlei Auswirkungen"

Andreas Hanger, ÖVP-Fraktionsführer im U-Ausschuss, vermutet Inseratenkorruption von FPÖ-Regierungsmitgliedern. Anlass für strafrechtliche Ermittlungen hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) aber offenbar nicht gesehen – im Gegensatz zur ÖVP-Inseratenaffäre rund um das Beinschab-Tool. Strache äußerte sich gegenüber Ö1 und der Krone, denen die Chats ebenso vorliegen, kurz: Der FPÖ stehe es frei, ihre Werbung dort zu schalten, wo sie es für sinnvoll halte. Es sei auch nicht um Regierungsinserate, sondern Inserate der Partei gegangen. Aus der FPÖ heißt es zur Inseraten-Passage: „Was auch immer konkret damit gemeint war, Fakt ist, dass seine Nachricht keinerlei Auswirkungen hatte.“

Aus der FPÖ heißt es zur Inseraten-Passage: "Was auch immer konkret damit gemeint war, Fakt ist, dass seine Nachricht keinerlei Auswirkungen hatte - im Gegensatz zum ehemaligen Bundeskanzler Kern, der damals aus persönlicher Beleidigtheit tatsächlich einen Inseraten-Boykott über die ÖSTERREICH-Gruppe verhängt hat."

Alles schon einmal gehört: „Die nuklearen Kräfte Russlands sind jederzeit einsatzfähig.“ Oder: „Der Westen schafft die reale Gefahr eines Konflikts mit dem Einsatz von Atomwaffen, was die Auslöschung der Zivilisation bedeutet.“ Da ist er also wieder, Wladimir Putin, wie er die Atombombenkeule schwingt.

Seine – von der russischen Verfassung vorgeschriebene, jährlich abzuhaltende – Rede an die Nation bot den idealen Rahmen dafür: dem Westen sowie der NATO zu drohen und sich selbst als Opfer darzustellen. Ein Opfer, das sich nötigenfalls mit allen Mitteln wehren muss, und sei es mit dem nuklearen Schrecken.

Verwirrung und Sorgen im feindlichen Westen zu schüren, das war schon immer das Ziel des ehemaligen KGB-Chefs Putin. Durchaus mit Erfolg. Keine von Menschenhand verursachte Katastrophe löst mehr Ängste aus als ein möglicher Atomkrieg.

Aus aller Welt

Ein zwischenzeitlich in Lebensgefahr schwebender Mann mit abgetrenntem Genital gibt der deutschen Polizei im nordrhein-westfälischen Herne Rätsel auf. Der 66-Jährige war in der Nacht auf Dienstag lebensbedrohlich verletzt in seinem Haus in der Ruhrgebietsstadt gefunden worden, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen nun auf Zeugenhinweise.

Aufgrund der unklaren Ausgangslage und der massiven Verletzungen richtete die Polizei eine Mordkommission ein. Nachbarn hatten sich wegen des anhaltenden Bellens eines Hundes in dem Haus Sorgen um den Bewohner gemacht und die Polizei verständigt. Die eintreffenden Einsatzkräfte hörten dann Stöhngeräusche aus dem Haus und verschafften sich mit Hilfe der Feuerwehr Zugang. Drinnen wurde der 66-Jährige in einem lebensbedrohlichen Zustand aufgefunden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Ein Betrunkener ist in Schweinfurt in seinem brennenden Auto gefahren. Zeugen verständigten die Polizei, nachdem der 35 Jahre alte Fahrer nicht auf sie reagiert hatte und weitergefahren war, wie die Beamten am Donnerstag mitteilten.

Als die Polizei eintraf, stand der gesamte Unterboden des Wagens in Flammen und ein Reifen fehlte. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten das Feuer in der Nacht zum Donnerstag. Die Ursache war nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt im Bereich der Vorderradbremse.

Als Don Felice Palamara letzten Sonntag den Messkelch anhob um davon zu trinken, machte ihn der stechende Geruch stutzig und er stellte ihn wieder ab. Später wandte er sich an ein Labor, das ihm bestätigte, jemand habe in den Messwein auch Bleichlauge geschüttet.

Um sich ein Bild vom Umfeld zu machen, in dem der Priester dient, muss man wissen, dass sich die Gemeinde Cessaniti in der er dient, sich in der Nähe der kalabrischen Stadt Vibo Valentia befindet, und diese wiederum eine Hochburg der ’Ndrangheta ist. Außerdem wird die Gemeinde Cessaniti kommissarisch verwaltet, weil der gewählte Gemeinderat von der kalabrischen Mafia unterwandert war.

Sport

Wer hat die meisten Fußball-Länderspiele bestritten? Cristiano Ronaldo mit 205? Mitnichten. Kanadas Kapitänin Christine Sinclair mit 331. Wer hat die meisten Grand Slams im Tennis gewonnen? Novak Djokovic. Stimmt. Aber er ist erst im Vorjahr mit der Australierin Margaret Court gleichgezogen, die lange Zeit den alleinigen Rekord hielt.

Dass unser Hirn Ronaldo und Djokovic als Antworten ausgibt, liegt auch an der Präsenz von Frauen in der Sportberichterstattung. Obwohl 40 Prozent der Aktiven im weltweiten Spitzensport Frauen sind, bekommen sie weit weniger Aufmerksamkeit.

Frauen ab heute „unsichtbar“

In Österreich wurde zu diesem Thema eine neue Studie veröffentlicht: Laut dem Institut Mediaaffairs herrscht in der heimischen Sport-Berichterstattung nach wie vor ein großer "Gender-Gap". Während Männern mehr als 80 Prozent des Raumes gewidmet ist, sieht man Frauen nur in rund einem Fünftel der Berichte. In einer Initiative des Wettanbieters win2day soll jetzt darauf aufmerksam gemacht werden: Am 1. März ist "Equal Play Day" – angelehnt an den Equal Pay Day. 

Geht man von einer gleichmäßigen Berichterstattung über Sportler und Sportlerinnen aus, ist diese nur bis März gegeben. Danach sind Frauen quasi "unsichtbar".

Wie an einem ganz normalen Rennwochenende stand Christian Horner am Donnerstag am Boxenstand von Red Bull. Dem 50-jährigen Briten war von einer Mitarbeiterin unangemessenes Verhalten vorgeworfen worden. Am Mittwoch teilte Red Bull dann mit, dass die Beschwerde nach einer unabhängigen Untersuchung abgewiesen wurde.

Der Untersuchungsbericht werde vertraulich behandelt. Laut britischen Medien zieht die betroffene Mitarbeiterin sogar in Erwägung, rechtliche Schritte einzuleiten.

Es war bislang ein äußerst mühsamer und nervenaufreibender Winter für die Abfahrer. Die Weltcupsaison war in Wahrheit ein Saisönchen, nicht nur einmal erlebten die Abfahrer eine Abfuhr: Zermatt, Beaver Creek, Chamonix – gleich an drei Schauplätzen fand kein Rennen statt.

Der fragwürdige und unkoordinierte Weltcupkalender der FIS ist dafür verantwortlich, dass die Abfahrtsherren von Mitte Februar (Kvitfjell) bis Ende März (Weltcup-Finale in Saalbach-Hinterglemm) zur Untätigkeit gezwungen sind. Zumindest die ÖSV-Speedmannschaft macht noch das beste aus der Misere und stimmt sich für das Weltcupfinale und die Heim-WM 2025 ein.

Vincent Kriechmayr und Co. nützten die vergangenen Tage für ein Spezialtraining auf der WM-Abfahrtspiste am Zwölferkogel, wo dann im Februar 2025 um Medaillen gefahren wird. Zuvor hatten bereits die österreichischen Technikerinnen rund um Katharina Liensberger im Renntempo Bekanntschaft mit der Strecke in Saalbach-Hinterglemm gemacht.

Wirtschaft

Beim teilstaatlichen Öl- und Gaskonzern OMV ist es zu einem Aktionärswechsel gekommen. Der langjährige Kernaktionär aus Abu Dhabi, der Staatsfonds Mubadala, hat seinen Anteil innerhalb des Emirats an die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) verkauft, wie die OMV am Donnerstagabend bekanntgab. ADNOC halte nun 24,9 Prozent der Aktien an der OMV, die ÖBAG (Österreichische Beteiligungs AG) halte weiterhin 31,5 Prozent. Die Aktienübertragung habe am 28. Februar stattgefunden.

Damit ist ADNOC, einer der weltgrößten Erdölproduzenten, nun der zweitgrößte Aktionär hinter der ÖBAG. Die Transaktion war bereits Ende 2022 angekündigt worden. Die OMV befindet sich zum Teil im Staatsbesitz, zweitgrößter Aktionär war bisher der Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi.

"Wir sind ein mittelständisches Traditionsunternehmen mit einer fast 50-jährigen Firmengeschichte. Mit unseren mehr als 60 hochqualifizierten MitarbeiterInnen erledigen wir Sanitär- und Installationsleistungen aller Art in der Region Wien, Niederösterreich und Burgenland: von der Badsanierung in Ihrer Wohnung bis hin zur Großbaustelle", heißt es auf der Firmenhomepage. "Im Jahr 2023 erfolgte die Neuübernahme der WWLA durch eine dynamische und wirtschaftlich starke Investorengruppe mit insgesamt vier Gesellschaftern, welche das Potenzial im Handwerk und der Tradition sehen und deren Anliegen es ist, mit der erforderlichen Modernisierung des Unternehmens nicht nur wirtschaftliche, sondern auch volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Anliegen zu erfüllen."

Die Rede ist von der WWLA, Wärme-, Wasser- und Lüftungsanlagen Gesellschaft m.b.H. (FN 128646k) mit Sitz in Zwölfaxing, Niederösterreich. Über ihr Vermögen wurde heute am Landesgericht Korneuburg auf Grund eines Eigenantrags ein Konkursverfahren eröffnet. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände Creditreform und AKV dem KURIER. „Es sind rund 175 Gläubiger und 54 Dienstnehmer (48 Dienstnehmer und 6 Lehrlinge) betroffen“, so Creditreform.

Der Hintergrund

„Im Zuge des letzten Insolvenzverfahrens kam es zu einem Wechsel der Geschäftsführung und innerhalb der Gesellschaftersphäre. Letztere stellten erhebliche Finanzmittel zur Verfügung, um eine langfristige Fortführung des Unternehmens zu ermöglichen. Aufgrund einer massiven Verzögerung von zwei Großaufträgen sowie eingebrochenen Baukonjunktur ist dieses Vorhaben jedoch letztlich gescheitert“, so der AKV.

Eigentlich ist diese Entwicklung für eine in die Insolvenz geschlitterte Unternehmensgruppe nicht außergewöhnlich: Die Übernahme des Anfang Jänner 2024 insolventen Salzburger Heizungsherstellers Windhager durch die Muttergesellschaft des oberösterreichischen Wasseraufbereiters BWT trifft auch einen Teil der Beschäftigten. Einem aktuellen Bericht von ORF Salzburg zufolge haben 90 der 440 Beschäftigten die Kündigung erhalten. Die Gewerkschaft hatte gehofft, dass die Zahl jener, die den Job verlieren, deutlich geringer ausfallen werde.

Die Hiobsbotschaft sei bei einer Betriebsversammlung am Mittwochnachmittag für die 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Windhager gekommen. "Sie haben ab 1. März keinen Job mehr", sagte Daniel Mühlberger von der Gewerkschaft PROGE zum ORF. Sowohl Mühlberger als auch der neue Windhager-Eigentümer waren für eine Stellungnahme gegenüber der APA bisher nicht zu erreichen.

"Für uns ist es ein Schock - mit so einem hohen Abgang haben wir nicht gerechnet", bedauerte Mühlberger. Bis dato sei immer gesagt worden, dass man mit der gesamten Belegschaft weiter machen wolle. Dass es dort und dort Anpassungen geben werde, habe man gewusst, meinte der Gewerkschafter.

Mehr Stunden verlangt

Jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei Windhager bleiben können, sollen offenbar neue Arbeitsverträge bekommen, auch mit teils neuen Inhalten: "Wir sind dabei, die Arbeitsverträge im Detail anzuschauen. Wir wissen, dass Teile der Lohnstrukturen wie Prämien anders umgebaut werden, dass der zukünftige Arbeitgeber von der bestehenden, zukünftigen Belegschaft auch mehr Stunden verlangt", sagte Mühlberger.

Die Übernahme ist bereits von der Wettbewerbsbehörde genehmigt worden. Der Geschäftsbetrieb der Vertriebs- und Servicegesellschaft "Windhager Zentralheizung GmbH" geht ab 1. März auf die "BHT - Best Heating Technology - GmbH" über, jener der Produktions- und Technikgesellschaft von der "Windhager Zentralheizung Technik GmbH" auf die "HIDU GmbH". Der Markenname Windhager bleibt erhalten.

BHT und HIDU sind 100-prozentige Tochtergesellschaften der BHT Holding GmbH, die wiederum im Eigentum der FIBA Beteiligungs- und Anlage GmbH steht. Letztgenannte ist auch Mehrheitseigentümerin der BWT-Gruppe, welche seit Jahrzehnten im Wasseraufbereitungsgeschäft tätig ist. BWT steht für Best Water Technology. Geschäftsführer der beiden früheren Windhager-Unternehmen wird BWT-Geschäftsführer Andreas Weißenbacher.

Der börsennotierte steirische Anlagenbauer Andritz hat das Geschäftsjahr 2023 mit Rekorden bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Im KURIER-Exklusivinterview erläutert Konzernchef Joachim Schönbeck die Gründe und wie die grüne Transformation ohne große bürokratische Hürden gelingen könnte. 

KURIER: Es gibt viele Industrieunternehmen, die ein nicht so erfolgreiches Jahr hinter sich haben. Worauf ist zurückzuführen, dass Andritz gegen den Trend unterwegs ist?

Joachim Schönbeck: Wir haben uns in einem schwierigen Umfeld mit Materialpreissteigerungen, Exportverboten und Lieferkettenschwierigkeiten gut geschlagen. Wir hatten einen hohen Auftragsbestand, den wir abgearbeitet haben und er ist trotzdem mit 10 Milliarden Euro noch immer so hoch wie vor 12 Monaten. Daher schauen wir auch recht zuversichtlich in das laufende Jahr. 

Stars

Das Team von Prinzessin Kate äußert sich angesichts der Verschwörungstheorien über den Aufenthaltsort der Prinzessin von Wales nach ihrer Bauchoperation im Jänner.

"Kensington Palace hat im Jänner den Zeitplan für die Genesung der Prinzessin klargestellt und wir werden nur wichtige Updates bereitstellen", erzählt Kates Sprecher exklusiv gegenüber Page Six.

Schon als Kind wollte Hilde Dalik Schauspielerin werden, sie hat dann aber Philosophie und Theaterwissenschaft zu studieren begonnen, später dann auch, nach dem Vorbild ihres Großvaters, der Anwalt war, Jus.

„Da hat sich schnell herausgestellt, dass das nicht das ist, was ich gerne machen möchte“, sagt sie lachend in der Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“.

Die ganze Sendung:

Große Aufregung in der Lugner City. In einem Lokal wurde ein Mann auf einmal bewusstlos. "Das Lokal hat sofort unsere Info angerufen, wo ,Bambi' Dienst hatte", so Baumeister Richard Lugner

Zur Erklärung, Lugners-Ex-Freundin "Bambi" Nina Bruckner arbeitet in der Lugner City. 

"Sie lies alles liegen und eilte mit dem Defibrillator zu dem Bewusstlosen", so Lugner. Zum Glück war auch ein Arzt zufällig anwesend, der dabei half, den Mann wieder aus der Bewusstlosigkeit zu holen. 

Kultur

Das Wichtigste, nämlich das Lied, hat Österreich für die Teilnahme am diesjährigen Song Contest im Malmö (Schweden) noch gefehlt. Man wusste seit Wochen zwar den Titel, nämlich "We Will Rave", und dass es sich dabei um eine Up-Tempo-Nummer handeln soll, aber der Rest wurde, so gut es im Leak-Zeitalter halt geht, geheim gehalten. 

Bis heute, Donnerstag, wo der Song im Wiener Ronacher Journalisten und Song-Contest-Fans präsentiert wurde, wobei die offizielle Premiere am Freitag (1. März) um 7.40 Uhr im Ö3-Wecker zu hören sein wird. Wer morgen in der Früh das „Hitradio“ zum Aufstehen aufdreht, wird spätestens nach dem Song munter sein. 

Denn bei "We Will Rave" geht ordentlich die Post ab, der Song böllert. Das Tempo geht in Richtung 140 Beats per Minute. Wer mit dieser Zahl nichts anfangen kann: Das ist ganz schön schnell. Nach einem getragenen Intro mit Streichern aus der Konserve und einem lasziv gehauchten Ahhhh, berichtet Kaleen von einer unterkühlten Seele und einem gebrochenen Herzen. Nach zirka 20 Sekunden setzt dann auch der Beat ein. 

Dem Namen des Songs entsprechend, werden die 90er-Jahre abgefeiert. Man erinnert sich an Eurodance-Hits wie "Rhythm Is A Dancer" von Snap, "Mr. Vain" von Culture Beat und an so Love-Parade-Ikonen wie Westbam und Marusha. Mit dem Refrain "We ram-di-dam-dam-dam / We will rave“ wird dann die zweite Trägerrakete gezündet. 

Bessere Voraussetzungen für eine Opern-Inszenierung sind kaum vorstellbar: ein Regisseur will eine Geschichte auf die Bühne bringen, findet einen Komponisten, der diese glänzend mit seiner Musik illustriert und dann kommt noch der Dirigent dazu, der mit ihm eine adaptierte Fassung für seine Interpretation erarbeitet.
Das Ergebnis: eine Opernproduktion, bei der alles passt. Mit der Premiere von „Animal Farm“ verschafften Regisseur Damiano Michieletto, Komponist Aleksander Raskatov und Dirigent Alexander Soddy mit einem hervorragenden Ensemble der Wiener Staatsoper einen veritablen Erfolg. 

Er ist der tollpatschigste Polizist der Filmgeschichte: Lieutenant Frank Drebin aus der "Nackten Kanone". Kein Einparken ohne Massenkarambolage, keine Schießerei ohne Hoppala und unvergessen auch, wie er wähernd einer Pressekonferenz dringend aufs Klo musste und vergaß, sein Mikrofon auszuschalten.

Leslie Nielsen - immer mit versteinert ernstem Gesicht - fand in diesem Schussel-Polizist die Rolle seines Lebens. Nun soll Liam Neeson in diese großen, stolprigen Fußstapfen treten. Mehr als 30 Jahre nach dem dritten und bisher letzten Teil der "Nackte Kanone"-Reihe soll die Neuauflage des Klamauks nächstes Jahr in die Kinos kommen. Das Filmstudio Paramount Pictures kündigte den Film mit Liam Neeson (71) in der Hauptrolle für Juli 2025 an, wie die US-Medien ABC News, "Variety" und "The Hollywood Reporter" berichten.

Für Regie und Drehbuch ist der frühere "Saturday Night Live"-Autor Akiva Schaffer (46) zuständig. "Family Guy"-Schöpfer Seth MacFarlane (50) ist als Produzent mit an Bord. Die drei Filme "Die nackte Kanone", "Die nackte Kanone 21⁄2" und "Die nackte Kanone 331⁄3", die hochkarätigsten Nonsens mit Slapstisck, Filmgeschichteparodien und massenhaft visuellen Gags zusammenführten, waren von 1988 bis 1994 erschienen. Neben Nielsen hatten Priscilla Presley und der ehemalige American-Football-Spieler O. J. Simpson darin mitgespielt.

Wissen

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird allzu oft erst in späten Stadien diagnostiziert. Forschende der Med Uni Graz beteiligen sich an der Entwicklung eines Bluttests, um die Früherkennung zu erleichtern. Dabei spielen im Blut zirkulierende Nukleinsäuren (CNAPS) eine wichtige Rolle. In Graz ist das Diagnostik- und Forschungsinstitut für Humangenetik unter der Leitung von Ellen Heitzer mit an Bord. Vom 4. bis 6. März lädt sie internationale Experten zum CNAPS-Symposium nach Graz.

Ellen Heitzer setzt sich in Graz seit mehr als 20 Jahren intensiv mit Liquid Biopsy auseinander. Das Verfahren, das im deutschen Sprachraum auch als Flüssigbiopsie bekannt ist, ist eine auf Blutproben beruhende Diagnosetechnik auf genetischer Ebene. Dabei wird auch nach zirkulierenden Tumorzellen (ct-DNA) und von Tumorzellen freigesetztem genetischen Material im Blut eines Patienten gesucht und zur Erkennung von wiederkehrendem Krebs (Krebsrezidiv) oder zum Therapieansprechen der Krebsbehandlung herangezogen.

Die Liquid Biopsy gilt aber auch als vielversprechender Ansatz in der Krebsfrüherkennung. "So wie die Entdeckung der zellfreien DNA von Föten bei Schwangeren den Bereich der nicht-invasiven pränatalen Tests revolutioniert hat, sind mittlerweile viele Anwendungen in der Onkologie geeignet, die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten wesentlich zu verbessern, und sogar Krebs frühzeitig mit einer einfachen Blutuntersuchung zu erkennen", erklärt Heitzer das Potenzial der Methode. Sie leitet in Graz auch ein entsprechendes Christian Doppler Labor. Vor zwei Jahren wurde sie zudem in Graz als Professorin für Liquid Biopsy berufen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist beispielsweise im Frühstadium oft schwer zu erkennen, da er bis zum fortgeschrittenen Stadium minimale oder gar keine Symptome zeigt. Die erschwerte Diagnose und späte Behandlung trägt schließlich zu einer schlechten Prognose bei. In dem von der EU mit knapp zehn Millionen Euro bis 2027 geförderten Projekt PANCAID ("PANcreatic CAncer Initial Detection via Liquid Biopsy") wollen Heitzer und ihre europäischen Kollegen von Patientinnen und Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie von gesunden Personen und solchen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko sammeln und auswerten.

Die Gürtelrose (Herpes Zoster) ist kein harmloser Ausschlag, sondern auch eine Nervenentzündung, die extrem schmerzhaft sein kann. Auch selten ist die Krankheit nicht, ein Drittel der Bevölkerung erkrankt daran, erläuterte der Infektiologe Stefan Winkler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des Pharmakonzers GSK Wien. "Ab 50 Jahren steigt das Risiko stark an." Spätestens ab diesem Alter ist auch die Herpes-Zoster-Impfung im österreichischen Impfplan empfohlen.

Am Beginn liege eine Feuchtblattern-Infektion (Varizellen), berichtete Winkler. Nach Abklingen dieser Erkrankung bleibt das Virus im Körper und kann bei einer Schwächung des Immunsystems viele Jahre später als Gürtelrose wieder ausbrechen, sagte der MedUni-Wien-Professor. Erste Anzeichen von Herpes Zoster sind Schmerzen und ein einseitiger Hautausschlag, meist im Brustkorbbereich durch den Befall der Zwischenrippennerven. Der Ausschlag kann sich aber über weite Teile des Körpers ausdehnen, auch am Bein oder im Gesicht.

Bei und nach der Herpes-Zoster-Erkrankung sind schwere Komplikationen möglich. Das kann bis zu Augenentzündungen und Erblindung führen oder zu Gesichtslähmungen, wobei Winkler den US-Popstar Justin Bieber als Beispiel nannte. Das Risiko von Gehirn- und Lungenentzündungen sowie Schlaganfall ist ebenfalls erhöht. Die bekannteste und häufigste Komplikation ist die Post-Zoster-Neuralgie, die bei bis zu 30 Prozent der Patientinnen und Patienten nach einer Gürtelrose auftritt, erklärte die Medizinerin Assunta Dal-Bianco.

Während die Gürtelrose akut starke Schmerzen verursachen kann, löst die Post-Zoster-Neuralgie chronische Schmerzen aus, die "über Monate und über Jahre" bleiben können, berichtete die Neurologin von AKH/MedUni Wien. Patienten beschreiben diese wie durch Dornen oder Nägel in der Haut oder auch als brennend beziehungsweise elektrisierend. Das habe Auswirkungen auf die Lebensqualität, etwa auf den Schlaf, betonte Dal-Bianco.

Frage des Tages

Unsere Newsletter

Karriere

Michael Pammesberger

Was bei einem Freispruch passieren würde. Unmöglich!

24.02.2024

Beliebte Tänze am Burschenschafter-Ball

23.02.2024

Unterwegs mit Herbert Kickl

22.02.2024

Stinkbombe „Peter Westenthaler“

21.02.2024

Cowboy Andy fest im Sattel

20.02.2024

Noch ein Nachtrag zum Fasching

19.02.2024

Wieder daheim vom Burschenschafterball – Schön war’s!

18.02.2024

Washington Eighty-Oners vs. New York 77er-Elephants

12.02.2024
 

Karikatur: Gegenstände aus R. Benkos Büro werden versteigert!

Gegenstände aus R. Benkos Büro werden versteigert!

11.02.2024

Putin beruhigt

10.02.2024

Die SUV-Debatte ist nicht immer ganz sachlich

09.02.2024

Die Koalitionsspekulationen werden immer blöder

08.02.2024

Österreichische Pflicht-Fernseh-Großereignisse

07.02.2024

Der Problem-Altkanzler

06.02.2024

Dazwischen die unendlichen Weiten des Alls

05.02.2024

Stimmen aus einem ÖVP-nahen Gebüsch

04.02.2024

Österreichischer Drachentöter in voller Rüstung

03.02.2024

FPÖ-„Wir sind nicht rechtsextrem!“-Marketing-Kampagne

02.02.2024

Bitte keine Witze …

01.02.2024

Es muss was geschehen – der Ball liegt bei der ÖVP!

31.01.2024

Gesellschaft

Klima