Nationalratswahl

Aber jetzt! Wochenlang – mit Ausnahme der Hochwassertage – wurde wahlgekämpft, die Kandidaten waren in einer gefühlten Endlosschleife zu Gast in den Wohnzimmern, wir kennen jeden Blick, jede Bedeutung verdrehter Augen und können die Antworten schon selber geben, auch wenn keine Fragen gestellt werden.

Aber jetzt … jetzt sind wir, also auch Sie, an der Reihe, die Wertungsrichter über die Bewerber, die Juroren über die politischen „Dancing Stars“ – und das ist keine Missachtung der Kandidaten, denn selbstverständlich ist Wahlkampf immer auch Show, Schauboxen, verbales Tänzeln, der sitzende rechte Wort-Haken ist wichtiger als ein substanzielles Argument.

Land unter. Der Bahnhof Tullnerfeld steht unter Wasser. Die Unwetterkatastrophe hat nicht nur Privateigentum, sondern auch die öffentliche Infrastruktur nachhaltig beschädigt. Die Wieder-Instandsetzung der Weststrecke wird einen dreistelligen Millionenbetrag kosten, die Reparatur Monate in Anspruch nehmen. "Heuer wird es nichts mehr. Das wäre jenseits eines Wunders", sagt ÖBB-Chef Andreas Matthä.

Werden wir uns an 1.000-jährliche Hochwasser gewöhnen müssen und die künftige Regierung deshalb auch über eine Pflichtversicherung für alle nachdenken müssen? Darüber und was Green Budgeting dazu beitragen kann diskutieren Bernhard Gaul, Michael Hammerl und Johanna Hager am Tresen der Milchbar.

Nach Wahlschluss um 17 Uhr werden am Sonntag die ersten Hochrechnungen von FORESIGHT/APA/ORF über den Wahlausgang informieren. Sie werden zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich eine Schwankungsbreite von zwei Prozentpunkten aufweisen. 

Einzelne Fragen könnten zu diesem Zeitpunkt bei knappen Ergebnissen unter Umständen noch offen bleiben, etwa die Platzierungen der Parteien. Offen könnte auch die Frage sein, ob kleine Parteien die Vier-Prozent-Hürde für den Nationalratseinzug schaffen oder nicht.

Die Hochrechnung umfasst von Beginn an auch eine Briefwahlprognose. Aufgrund der im Jänner in Kraft getretenen Reform des Wahlrechts wird ein Großteil der Briefwahlstimmen bereits am Wahlsonntag in den Heimatsprengeln der Wähler mitausgezählt - laut Schätzung von FORESIGHT-Leiter Christoph Hofinger werden das rund 80 Prozent der ausgestellten Wahlkarten sein, womit ca. 1,1 bis 1,2 Millionen Stimmzettel mehr auszuzählen sind als beim Urnengang 2019. Lediglich ein weiterer Teil folgt am Montag, ein kleinerer dann am Donnerstag.

Wann am Sonntagabend dann das vorläufige Endergebnis vorliegt, ist diesmal laut Wahlbehörde aufgrund der fehlenden Erfahrungswerte infolge der Wahlrechtsreform schwer absehbar.

Was wir am Sonntagabend wissen

Die Hochrechnung wird auch nach Vorliegen aller Resultate am Sonntagabend die noch ausständigen Briefwahlstimmen berücksichtigen. Zu diesem Zeitpunkt bleibt noch eine (geringe) Restunsicherheit: Inklusive der Wahlkartenprognose haben die Hochrechnungen dann voraussichtlich noch eine Schwankungsbreite von rund 0,4 Prozentpunkten.

Lokales

Weil ein 20-Jähriger Frauen in einem Lokal in Wien-Leopoldstadt belästigt haben soll, ist die Polizei am Samstag nach Mitternacht in die Taborstraße ausgerückt. In Folge dessen kam es zu wilden Szenen: Der 20-Jährige beschimpfte zuerst die Polizisten, heißt es in einer Aussendung der Landespolizeidirektion.

Danach sei er mit Schlägen und Tritten auf die Beamten losgegangen. Unterstützung habe der 20-Jährige dabei von seinem 21-jährigen Bruder erhalten, der ihm zu Hilfe geeilt und auch auf die Beamten losgegangen sei. Die Männer wurden gegen 0.45 Uhr festgenommen, berichtete die Landespolizeidirektion.

Drei Beamte wurden durch die Angriffe der Männer verletzt. Zwei von ihnen konnten ihren Dienst nicht mehr fortsetzen. Der 20-jährige Österreicher soll zuvor mehrere Frauen unsittlich berührt haben und seine Belästigungen auch mit verbalen Entgleisungen untermauert haben, erklärte ein Sprecher auf APA-Anfrage. 

Die Stadt Klagenfurt hat im Falle des durch Keime verunreinigten Trinkwassers nun weitere Versorgungsgebiete freigegeben.

Für nicht freigegebene Stadtteile gelte weiterhin die vorsorgliche Empfehlung der Gesundheitsbehörde, nämlich das Leitungswasser abzukochen. Die Probenkapazität werde ab nächster Woche von ursprünglich 20 auf rund 70 Proben pro Tag erhöht und damit mehr als verdreifacht.

Beamte des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf wurden auf Grund einer mutmaßlichen Messerstecherei in einer Wohnung zwischen zwei Personen am Samstagabend alarmiert. Am Einsatzort stellten die Polizisten fest, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 64-Jährigen Österreicher und seinem 34-jährigen Schwiegersohn, ebenfalls Österreicher, gekommen sein soll.

Grund für die Auseinandersetzung soll der häufige und starke Alkoholkonsum des 34-Jährigen sowie dessen Verhalten gegenüber seiner Ehefrau, der Tochter das 64-Jährigen, gewesen sein.

Im Zuge dieser Auseinandersetzung soll der Schwiegervater den Schwiegersohn mit einem Messer im Bauchbereich verletzt haben. Daraufhin habe der Schwiegersohn den Beschuldigten attackiert, woraufhin beide die Stiegen hinab gestürzt seien, schildert die Polizei in einer Aussendung. 

Beim Sturz zog sich der 64-Jährige eine Kopfverletzung zu. Durch die rasch eintreffenden Beamten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf wurde der verletzte 34-Jährige, der sich im Stiegenhaus mit dem Rücken zur Wand lehnend befand, umgehend einer medizinischen Ersthilfe zugeführt. 

In Wiesen (Bezirk Mattersburg) im Burgenland ist in der Nacht auf Sonntag ein Verletzter stundenlang in einem Graben gelegen. Der Mann war über eine Böschung etwa 30 Meter abgestürzt. Er wurde nach Angaben der örtlichen Feuerwehr aufgrund seiner Schreie gefunden.

Laut der am Sonntag kurz nach 2.45 Uhr alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Wiesen war der Mann durch einen Jungwald in den Graben gestürzt. Zwei Mitglieder der Feuerwehr stiegen zum Verletzten ab, rasch folgte der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst nach. 

Weitere Meldungen

Mit Swatch-Boss Nick Hayek ein Interview zu führen, bedeutet, sich drei Stunden intensiv in ein Gespräch zu hängen. Was ihn beschäftigt, spricht er an. Swatch als Aktienunternehmen – die Hayeks hatten das so nie gewollt. Das Thema ist ihm wichtig, Nick Hayek steigt selbst damit ins Gespräch ein.

Nick Hayek: Die Problematik ist: Wir gehören nicht zum Establishment, das war auch nie unser Ziel. An die Börse wollten wir nie. Aber die Gruppe, damals unter dem Namen SSIH war schon an der Börse, als mein Vater seinen Anteil erworben hat.

KURIER: Ihnen wäre es lieber, Sie hätten ein unabhängiges Familienunternehmen.
Wir sind unabhängig, ob wir an der Börse sind, oder nicht. Aber natürlich wäre es einfacher, denn es bringt uns keine Vorteile, mit all den Regeln, der sogenannten Transparenz.

Sie mögen ja auch die Finanzanalysten nicht besonders.
Mein Vater hat immer gesagt, dank den Analysten ist er reich geworden, denn er hat immer das Gegenteil von dem gemacht, was die sogenannten Analysten empfohlen haben. Er hat das Potenzial der Swatch Group sofort erkannt: präsent in allen Segmenten, eine starke industrielle Basis in der Schweiz, neben einer starken Forschung und Entwicklung. Was er als riesige Chance gesehen hat, haben die Analysten als Risiko bewertet.

Aber Ihr Aktienkurs ist aktuell in einem 5-Jahres-Tief.
Wo ist das Problem? Der kann in einem 100-Jahres-Tief sein. Natürlich hätten wir lieber, dass der Aktienkurs den tatsächlichen Wert der Firma reflektiert, auch, weil die Familie Hayek ja der größte Aktionär ist.

Das Interview geht launig weiter: 
Swatch-CEO Nick Hayek erklärt, warum die Schweiz trotz teuerstem Standort der beste Industrieplatz der Welt ist und warum er nie eine Smartwatch in seinem Konzern produzieren wird.

Kommende Woche wird klar werden, ob der Komet C/2023 A3 (Tsuchinshan-ATLAS) das erhoffte Spektakel wird. Denn viel deutet darauf hin, dass der Himmelskörper bald sogar heller als der Abendstern (die Venus) leuchten könnte. Möglicherweise wird es sogar der hellste Komet seit 1577 sein, damals wurde die Helligkeit des Mondes erreicht.

Seit 2014 verantwortet Jürgen Lukasser das Portfolio Management bei der LGT Bank Österreich. Im KURIER-Interview spricht er u.a. über die konjunkturelle Lage in den USA und Europa und die bevorstehenden US-Wahlen.

KURIER: Die US-Notenbank hat die Leitzinsen in der Vorwoche um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Hat Sie diese Größenordnung überrascht?

Jürgen Lukasser: Die LGT hatte eine Senkung um 50 Basispunkte erwartet. Schließlich stehen die Präsidentschaftswahlen inmitten des aktuellen Zinszyklus an und die Fed möchte ihre politische Unabhängigkeit betonen. Zudem waren die geldpolitischen Maßnahmen zu restriktiv und die US-Notenbank wollte sich nicht vorwerfen lassen zu zögerlich zu sein. Die Konjunktur verliert deutlich an Schwung. So ist z.B. die Zahl der neu geschaffenen Stellen gesunken. Die Lehre aus der Finanzkrise ist, nicht zu zögerlich vorzugehen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Dennoch gibt es Stimmen, die befürchten, die Fed könnte auch jetzt zu spät reagieren.

Wie geht es Ihrer Einschätzung nach weiter?

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