Lokales

Kommende Woche wird der letzte stationäre Patient das Lorenz-Böhler-Unfallspital in Wien-Brigittenau verlassen. Wie berichtet, muss das Krankenhaus wegen Mängeln beim Brandschutz seinen Betrieb einstellen. Die Leistungen und das Personal werden vorübergehend in das UKH Meidling, das AKH und die private Confraternität verlagert. Am ursprünglichen Standort soll nur mehr die ambulante Versorgung erfolgen.

Doch auch die steht nun auf der Kippe, befürchten Personalvertreter. Am Dienstag sei man informiert worden, dass ab Mai in der Nacht keine Anästhesisten für den Ambulanz-Betrieb mehr zur Verfügung stehen. Das schildert Heinz Brenner, Obmann für Unfallchirurgie der Wiener Ärztekammer. Der Hintergrund: Durch die Aufteilung der Fachärzte auf die drei Ersatz-Standorte würde es sich nicht mehr ausgehen, auch noch die Ambulanz rund um die Uhr zu besetzen.

Die Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien und die Wiener Polizei haben am Montag im Zuge eines Großeinsatzes mit weiteren Magistratsabteilungen zwei Wohnhäuser in Brigittenau kontrolliert, die in desolatem Zustand sind. Dabei stellten die Behörden zahlreiche Missstände wie nicht genehmigte Installationen von Sanitäreinrichtungen, bauliche Mängel, Fälle von Stromdiebstahl aber auch mögliche Scheinfirmen fest. Die Polizei führte 122 Identitätsfeststellungen durch.

Die Behörden kontrollierten dabei nicht nur die Liegenschaften in der Othmargasse und der Salzachstraße, sondern auch deren Keller, Dachböden und einzelne Wohnungen, hieß es in einer Aussendung der Stadt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf Müll, feuerpolizeiliche Missstände, Übertretungen nach dem Elektrotechnik- und dem Meldegesetz sowie die Einhaltung der baulichen Standards gelegt.

Stromdiebstahl und Schimmel

Im Zuge des Einsatzes stellten die Kontrolleurinnen und Kontrolleure nicht genehmigte Installationen von Duschen, WCs und andere Umbauten fest. "Sie waren schlecht eingebaut, sodass Wasser herausgeflossen ist und sich Schimmel gebildet hat", erklärte ein Sprecher der Gruppe Sofortmaßnahmen der APA. Zudem sei in 32 Fällen Stromdiebstahl festgestellt worden, wo "Leitungen am Zähler vorbei verlegt waren", wie der Sprecher mitteilte. In weiteren 23 Wohnungen habe die Stromzufuhr wegen der fehlerhaften Installation der Leitungen aufgrund von akuter Gefahr gestoppt werden müssen. In Wohnungen ohne akute Gefährdung wurde den Mieterinnen und Mietern der betroffenen Wohnungen eine Anmeldefrist von sieben Tagen gesetzt.

Ein irrtümlich von der Tourismusmarketing-Organisation Tirol Werbung auf Social Media veröffentlichtes Werbevideo sorgt derzeit für Aufregung. Auf dem bereits nach kurzer Zeit wieder offline genommenen Film war eine rülpsende Familie inmitten einer Berglandschaft zu sehen. Der Film sei versehentlich veröffentlicht worden, so die Geschäftsführerin der Tirol Werbung, Karin Seiler, zur Tirolausgabe der Kronen Zeitung. Tourismuslandesrat Mario Gerber (ÖVP) forderte Aufklärung.

Der Clip sei nur ein - abgelehnter - Vorschlag einer Agentur gewesen und "versehentlich" im Rahmen eines isolierten Werbemitteltests auf Facebook aufgetaucht, betonte Seiler. Nach Bekanntwerden des Versehens habe man den Test auf der Stelle abgebrochen und das Video von sämtlichen Kanälen der Tirol Werbung entfernt. "Das entspricht nicht unseren Werten", stellte Seiler klar. Die oberste Tirol-Werberin entschuldigte sich und übernahm die Verantwortung.

Eigentlich wollte der Lenker eines Betonmischwagens Montagnachmittag zu einer Baustelle zwischen Mitterbach und Erlaufklause im Bezirk Lilienfeld fahren, doch die Reise endete mit einem herausfordernden Feuerwehreinsatz.

Allerdings zeigte das dem Fahrer eine Route über die sogenannte Hagenstraße an, bei der es sich eigentlich um einen schmalen Wanderweg handelt, der von Lastautos fast nicht zu befahren ist. Dennoch war das tonnenschwere Fahrzeug noch einige Zeit auf der Route unterwegs.

Als der Lenker das Missgeschick bemerkte, versuchte er noch, den mit dem Lkw umzukehren. Dabei gelangte der mit rund 10 Tonnen Beton beladene Lastwagen über den Wegesrand hinaus und drohte abzurutschen. 

Einsatz dauerte vier Stunden

Für die alarmierte Feuerwehr aus Mitterbach am Erlaufsee war der Einsatz allerdings kein leichtes Unterfangen. Weil sie mit ihrem Rüstlöschfahrzeug den Weg nicht befahren konnte, wurde schließlich ein Bagger der Erdbaufirma Greifensteiner angefordert. 

Gemeinsam mit einem Traktor konnte der Lkw schließlich auf einen gesicherten Abstellplatz gezogen werden. Nach rund vier Stunden war der Einsatz beendet.

Ende September des Vorjahres ist im Verschiebebahnhof Wels ein Güterzug entgleist. Dabei ist eine große Menge des Kohlenwasserstoffs Styrol ausgetreten und ins umliegende Erdreich gelangt. 

Damals hieß es unmittelbar nach dem Unfall in einer Aussendung der Stadt Wels: "Die Einsatzkräfte waren rasch zur Stelle und konnten einen Teil des auslaufenden Gefahrenstoffs auffangen, die betroffenen Stellen abdichten, und dadurch eine weitere Ausbreitung verhindern. Der bereits in das Erdreich gelangte Stoff stellt derzeit keine Gefahr für die Bevölkerung dar."

Auch die ÖBB betonten damals, die Kesselwagen seien zwar mit Gefahrgut beladen und das Ausmaß einer möglichen Kontamination des Erdreichs von werde geprüft, aber "es besteht keine Gefahr für Anrainer und Anrainerinnen". 

Verunreinigung klein geredet

Dem war offenbar nicht so. Denn jetzt gibt es eine Warnung von Stadt und ÖBB:  "Trotz sofortiger Alarmierung der Einsatzkräfte konnte eine Verunreinigung des Grundwassers nicht verhindert werden."

Politik

Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin hält die Wiederanwendung der Todesstrafe in Russland für schnell machbar. "In unserer Verfassung und im Strafrecht hat niemand die Todesstrafe abgeschafft", sagte Wolodin am Dienstag bei einer Parlamentssitzung. Das Verfassungsgericht könne die Anwendung beschließen. Es seien keine Referenden oder anderen Entscheidungen nötig. Bisher gilt ein Moratorium auf die Anwendung der Todesstrafe in Russland.

Führende Politiker, darunter von der Kremlpartei Geeintes Russland, haben sich nach dem Terroranschlag bei Moskau am Freitag für eine Wiedereinführung dieser Höchststrafe ausgesprochen. Wolodin hatte sich nach dem Anschlag auf das Veranstaltungszentrum Crocus City Hall, bei dem mindestens 139 Menschen starben, noch am Freitag für eine Tötung der Täter ausgesprochen. Nun sagte er, dass eine Entscheidung über die Wiederanwendung der Todesstrafe mit kühlem Verstand und nach einer Diskussion getroffen werden müsse.

Letztes Todesurteil 1996

Das letzte Todesurteil durch Erschießen wurde in Russland 1996 unter dem damaligen Präsidenten Boris Jelzin ausgeführt. Russland führte dann ein Moratorium ein, durch das die Todesstrafe ausgesetzt wurde.

Noch immer sind Fragen offen, was die Vorgänge nach dem Tod des früheren Justiz-Sektionschefs Christian Pilnacek im Oktober 2023 betrifft. 

Jetzt schaltet sich die Untersuchungskommission ein, die bereits im November von Justizministerin Alma Zadić eingesetzt wurde, um etwaige politische Einflussnahmen in Pilnaceks Amtszeit zu untersuchen.

Martin Kreutner, Leiter der Kommission, hat vergangene Woche eine Sachverhaltsdarstellung bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eingebracht, sagt am Dienstag zum KURIER, es gehe um die Abklärung allfälliger Unstimmigkeiten rund um die Ermittlungen zum Tod Pilnaceks. "Es muss die Frage erlaubt sein, ob von allen Seiten lege artis vorgegangen worden ist."

Der SPÖ-Kandidat Bernhard Auinger dürfte den Bürgermeistersessel in der Stadt Salzburg den Stimmen der ÖVP-Wähler verdanken. Er setzte sich in der Stichwahl mit 62,5 Prozent der Stimmen deutlich gegen den Kommunisten Kay-Michael Dankl durch.

Wie eine Analyse des Statistik-Professors Erich Neuwirth zeigt, wählten in etwa 8.500 Personen und damit nahezu all jene, die im ersten Wahlgang beim ÖVP-Mann Florian Kreibich ihr Kreuz machten, im zweiten Urnengang Auinger.

Einige finanzkräftige Unterstützer der Republikaner in den USA haben Geld für die Zahlung einer Sicherheitsleistung des US-Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump in Höhe von 454 Millionen Dollar gesammelt. Dies berichteten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters.

Der amerikanische Milliardär und Hedgefonds-Gründer John Paulson und der Öl- und Gasmagnat Harold Hamm seien an der Aktion beteiligt gewesen, sagten die Personen, die nicht genannt werden wollten. Nach der Entscheidung eines Berufungsgerichts in New York sei die Spendensammlung nun nicht mehr notwendig gewesen.

Schlagzeilen

Allein der Ankleideraum ist so groß wie anderer Leute Wohnung: Das insgesamt 260 Quadratmeter große Pariser Luxus-Apartment des Modeschöpfers Karl Lagerfeld ist am Dienstag für zehn Millionen Euro versteigert worden.

 Das teilte das zuständige Notarbüro mit, machte aber keine Angaben zur Identität des Käufers. Das Startgebot für die futuristisch gestaltete Wohnung im historischen Zentrum der französischen Hauptstadt war auf 5,3 Millionen Euro festgesetzt worden.

Was für eine Überraschung: Nicole Kidman hat sich von ihrer langen Mähne getrennt - und Fans feiern den neuen Look der Oscar-Preisträgerin in den sozialen Medien.

Kidman überraschte ihre Follower, als sie am Montag auf Instagram einen neuen Haarschnitt und eine neue Haarfarbe präsentierte.

Der in London inhaftierte WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf vorerst nicht von Großbritannien in die USA ausgeliefert werden. Der Londoner High Court entschied am Dienstag, dass der 52-Jährige weiter juristisch gegen eine Überstellung an die USA vorgehen darf, wo er wegen der Veröffentlichung von Geheimdokumenten angeklagt ist - falls die USA nicht binnen drei Wochen mehrere Garantien hinsichtlich seiner Behandlung nach einer Auslieferung abgeben.

Das Gericht forderte die US-Behörden auf, zunächst ausreichend zu belegen, dass Assange sich in den USA auf den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung stützen könne.

Nach und nach treten potenzielle Käufer für die Top-Immobilien aus dem zerbröckelndem Signa-Reich auf den Plan. Ein Geschäftsmann soll für das Münchner Luxuskaufhaus Oberpollinger 450 Mio. Euro bieten, berichtet der Münchner Merkur (Dienstag). Zuletzt wurde ein 1 Mrd. Euro schweres Offert des heimischen Baumagnaten Georg Stumpf für das Goldene Quartier, das Hotel Park Hyatt und das Verfassungsgerichtshofsgebäude in Wien sowie für das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck kolportiert.

Wie die Münchner Zeitung laut Eigenangaben erfuhr, soll für den Oberpollinger in der Fußgängerzone besagtes Angebot bereits auf dem Tisch liegen. Kaufinteressent sei dem Vernehmen nach ein wohlhabender Geschäftsmann, der in der jüngeren Vergangenheit bereits bei einem größeren Immo-Deal in Top-Lage zum Zug gekommen war.

Kurz vor Saisonstart ist im Phantasialand in Brühl in Nordrhein-Westfalen am Montagnachmittag ein 43-jähriger Mitarbeiter des Freizeitparks von einer Achterbahn erfasst worden und gestorben

Der Beschäftigte der technischen Abteilung des Parks sei nach ersten Erkenntnissen mit Wartungsarbeiten befasst gewesen, als er dabei schwer am Kopf verletzt wurde, wie die Bezirksregierung Köln als für den Arbeitsschutz zuständige Behörde am Dienstag mitteilte. 

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