Nachrichtenüberblick

Lokales

Ein 58-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt war Samstagnachmittag in einem Waldstück mit Holzarbeiten beschäftigt.

Er wollte mit der Seilwinde, die an seinem Traktor hinten angehängt war, einen Bund Stauden aus dem Waldstück rausbringen. 

Beim Bedienen der Seilwinde stand der Mann auf der rechten Seite zwischen Seilwinde und Traktor, schildert die Polizei in einer Aussendung. Dabei dürfte er übersehen haben, dass sich der Staudenbund in einem Holzstock verkeilt hatte. 

Auf der Turracher Höhe, dem Plateau zwischen der Steiermark und Kärnten, gehen die Uhren etwas langsamer. Die Feriengäste wandern oder langlaufen gemütlich rund um den See. Einige schieben Kinderwägen vor sich her, andere werden von ihren Hunden begleitet. Im Kaffeehaus auf der Terrasse des Seehotels Jägerwirt sitzen Gäste in der Sonne und beobachten das bruegelsche Treiben auf dem zugefrorenen See und die Skifahrer auf den verschneiten Bergen, die den Turrachsee einrahmen.

In der Talstation der Kornockbahn wartet Christian Weinländer im stilvollen Outfit auf seine Gäste. Heute steht die exklusive „Erkundungstour des Skigebiets“ auf dem Programm. Der Kärntner zeigt die besten Abfahrten, die schönsten Panoramablicke und erzählt Geschichten über die Region. „Wir steigen in der Steiermark in den Sessellift ein und am Gipfel in Kärnten wieder aus.“

Manchmal muss man eine Reise tun, um etwas erzählen zu können. In diesem Fall die Filmemacherin Kristina Schranz. Das von ihr gewählte Abenteuer lag direkt vor der Haustür: der Bernstein Trail, Burgenlands 310 Kilometer langer Weitwanderweg.

Zwanzig Tage lang war die gebürtige Oberwarterin unterwegs, entstanden ist der ausschließlich mit dem Handy gedrehte Film "Unterwegs auf dem Bernstein Trail" – zu sehen am 14. April in ORF2.

Zahlreiche Polizeistreifen, eine Drohne, dazu etwa zehn schnelle Boliden. In der Josefstraße in St. Pölten in Niederösterreich war am Samstagnachmittag ordentlich was los.

Denn wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich auf KURIER-Anfrage bestätigte, war ein großer Einsatz wegen Raserei auf der Autobahn im Gange.

Einer Streife auf der Autobahn war eine ganze Gruppe rasanter Autolenker ins Auge gestochen, zusätzlich hat es zahlreiche Anzeigen von Lenkern gegeben. 

Heinz Brenner, Obmann für Unfallchirurgie der Wiener Ärztekammer, über die geplante Schließung und Sanierung des Lorenz Böhler-Krankenhauses und die möglichen Folgen. 

KURIER: Das Lorenz Böhler muss saniert werden, die Leistungen werden „sukzessive und temporär“, wie aus einer Email an die Belegschaft hervorgeht, „disloziert“. Was heißt das ab sofort für Patienten? 

Heinz Brenner: Das heißt im aller schlimmsten Fall, vor einer verschlossenen Türe zu stehen und nicht behandelt werden zu können, weil das Gebäude zwar noch steht, aber es im Inneren leer ist. Es kann sein, dass noch eine Erstversorgungsambulanz besteht, aber das Lorenz Böhler existiert, wenn die Pläne wahr werden, nur noch als Torso mit lauter amputierten Gliedmaßen. Da bleibt nichts mehr übrig.

Um bei dem Bild des Torsos zu bleiben: Wie wird die medizinische Arbeit dort verrichtet werden müssen?

Für uns als Team– ich bin einer von 500 Menschen, von der Reinigungskraft bis zum Oberarzt – bedeutet das das Ende unserer Arbeit. Wenn ich einen Patienten bekomme, aber kein CT, kein MR, kein Röntgen und kein Gipsraum mehr vorhanden ist, dann frage ich Sie: Was ist das noch für eine Arbeit? 

Halten OP-Termine?

Für die kommenden Monate sind 900 bis 1.000 Operationstermine geplant. Wenn wir keine Betten, keine Station und kein Personal mehr haben, weil wir „sukzessive disloziert“ werden sollen, werden die OP-Termine nicht halten. 

Politik

Die ÖVP hat am Sonntag eine parlamentarische Anfrage an Justizministerin Alma Zadić (Grüne) in Zusammenhang mit der Verurteilung von Altparteiobmann Sebastian Kurz angekündigt.

Es geht, wie schon in den vergangenen Tagen mehrfach kritisiert, darum, dass nur wenige Tage nach dem Urteil bekannt wurde, dass Richter Michael Radasztics bereits im Mai 2023 zu einer Disziplinarstrafe aus seiner Zeit als Staatsanwalt verurteilt wurde.

Es war der gewohnt wortreiche Auftritt von Werner Kogler in einer ZiB2-Sendung: Die Art und Weise, wie er gestikulierte, machte deutlich, wie sehr es ihn ärgert, dass die Bundesländer fast überfallsartig eine eigene Bodenschutzstrategie beschlossen haben.

Das 2,5-Hektar-Ziel ab 2030 für die tägliche Verbauung findet sich nicht darin. Dafür wurde dem grünen Vizekanzler klar gemacht, dass er für die Raumordnung und damit den Bodenverbrauch eigentlich nicht zuständig ist.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat sich vor dem Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) hinter EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gestellt. "Ja, wir haben derzeit keinen anderen Plan", antwortet er im APA-Interview auf die Frage, ob er von der Leyen unterstütze.

Von der Leyens Pläne für einen EU-Verteidigungskommissar unterstützte Nehammer ebenfalls. Eine Debatte über eine eventuelle EU-Armee hält der Kanzler derzeit allerdings noch für verfrüht.

Eine Insel der Seligen für alle Wirtschaftsliberalen, für fleißige, wohlhabende Bürger mit Demokratiebewusstsein, die ihre Zukunft lieber selbst in die Hand nehmen, als sie einem überregulierenden Staat zu überlassen. So sieht sich die Schweiz gerne, und noch mehr wird sie so von außen gesehen.

Am Sonntag jedoch dürfte mit einer Mehrheit von 53 bis 59 Prozent eine Initiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes angenommen werden: die Einführung einer 13. AHV-Rente – das ist die Minimalpension zur Absicherung der Grundexistenz. "Eine Art Zeitenwende", schreibt die Süddeutsche; die konservative Neue Züricher Zeitung fragt, ob nun ein "Ende des liberalen Sonderfalls" drohe.

Der für seine Interviews mit Politikern und Politikerinnen bekannte ORF-Komiker Peter Klien war zuletzt beim Bundeskongress der Grünen in Graz auf der Suche nach Pointen. Während sich die erfahrenen Spitzenpolitiker im Mitwitzeln übten, landete Klien bei der jungen Spitzenkandidatin zur EU-Wahl Lena Schilling einen Treffer.

So räumte etwa Vizekanzler Werner Kogler freimütig ein, von seiner Rolle als Sportminister bisher nichts gewusst zu haben. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler nahm einen Wunderbaum entgegen, den sie sich, so Kliens Empfehlung, mangels Auto auch um den Hals hängen könne. 

Aus aller Welt

Der Republikaner Donald Trump hat seinen Siegeszug bei den US-Präsidentschaftsvorwahlen seiner Partei fortgesetzt. Der frühere Präsident und aktuelle Präsidentschaftsbewerber entschied am Samstag wie erwartet die parteiinternen Abstimmungen in den Bundesstaaten Missouri und Idaho für sich. 

Bei der Urwahl in Michigan hat sich Trump haushoch gegen seine einzig verbliebene Konkurrentin Nikki Haley durchgesetzt. 

Als Besucher wird man an der Nordsee launig empfangen: Moin! Willkommen am Wattenmeer! Ein langer Damm, hier heißt er Deich, mit saftig grünen Wiesen baut sich hinter dem kleinen Ort Büsum auf. Er schützt den Ort und seine Bewohner vor den Gefahren der Sturmfluten, die beim täglichen Wechsel der Gezeiten und bestimmten Wetterlagen entstehen können. Bei Ebbe wirkt alles harmlos und friedlich. Wanderungen über den scheinbar unendlich breiten Strand machen barfuß auf dem feuchten Sand Spaß. Weit draußen am Horizont erkennt man die Brandung der Nordsee. An den deichnahen Abschnitten der Strände reihen sich bunt gestreifte Strandkörbe aneinander. Sie schützen vor allem vor dem Wind, der fast ständig weht. Bei einem angekündigten „Land unter!“, einer Sturmflut, werden sie eiligst abtransportiert, um nicht von den Wogen mitgerissen zu werden.

Ein Leuchtturm dient auch als Forschungsstation

Am Strand von St. Peter-Ording ist der mächtige Leuchtturm von Westerhever ein beliebtes Ziel. Der rot-weiß-rote, hundert Jahre alte Turm inmitten grüner Salzwiesen dient als Forschungsstation. Einige Studenten versehen hier ihren Zivildienst und führen interessierte Besucher gerne hinaus ins Watt. Mit Spaten ausgestattet, um den Gästen einige Exemplare der tierischen Wattbewohner aus dem feuchten Sand zu holen. Wie einen von unendlich vielen Wattwürmern, die Leckerbissen für Tausende Zugvögel sind, die hier Rast machen.

Tausende Menschen sind Samstagabend in mehreren Städten Israels auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zu demonstrieren.

Im Zentrum von Tel Aviv skandierten die Teilnehmer der Kundgebung Parolen wie "Wahlen jetzt!" und - auf Netanyahu gemünzt - "Du bist der Kopf, du bist schuld!", wie die Times of Israel berichtete.

Der Chef der dänischen Konservativen, Søren Pape Poulsen, hat während einer Sitzung des Parteivorstands eine Gehirnblutung erlitten und ist kurz danach gestorben.

Das bestätigte die Konservative Volkspartei am Samstag der Nachrichtenagentur Ritzau.

Sport

Auch im neuen Jahr fährt Formel-1-Weltmeister Max Verstappen in einer eigenen Welt. Der Titelverteidiger untermauerte beim Saisonauftakt in Bahrain im Red Bull eindrucksvoll seine Ambitionen auf den vierten WM-Titel in Serie, der 26-jährige Niederländer ließ der Konkurrenz am Samstag im ersten von 24 Rennen nicht den Hauch einer Chance. "Max ist in einer anderen Galaxie unterwegs. Es sieht so aus, als wird das wieder ein ziemlicher Alleingang", sagte Mercedes-Boss Toto Wolff.

Verstappen hatte nach 57 Runden in Sakhir einen Vorsprung von fast 23 Sekunden auf seinen Teamkollegen Sergio Perez, dabei war der Triple-Champion noch lange nicht am Limit unterwegs. "Die Überlegenheit hat man gesehen, als er nach der schnellsten Runde gefragt hat. Dann hat er eine Zeit hingeknallt, die zwei Sekunden schneller war als alles andere", erklärte Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko bei ServusTV. Der 80-jährige Steirer war sich sicher: "Wenn Max gewollt hätte, hätte es noch ganz anders ausgeschaut."

Was wie eine Drohung klingt, ist in der Formel 1 seit längerem Realität. "Es war eine große Freude und ein großartiger Start ins neue Jahr", sagte Verstappen nach seinem 55. Grand-Prix-Sieg. "Es ist etwas Besonderes, einen dieser Tage zu haben, an denen sich alles perfekt anfühlt und du eins mit dem Auto bist." Völlig unbeeindruckt von den Negativschlagzeilen um ihren Teamchef Christian Horner und den pikanten E-Mails rasten Verstappen und Perez zum 29. Doppelsieg des Austro-Rennstalls. "Brillanter Start", sagte Horner, ehe ihm Ehefrau Geri Halliwell einen Kuss gab und beide glückselig zur Siegerehrung hochschauten.

Thomas Hitzlsperger hat als Fußballer, als TV-Experte und generell als Person im öffentlichen Leben bewiesen, dass er zu vielen Themen Sinnvolles beitragen kann. Sehr oft wird er aber zu Rate gezogen, wenn es um Homosexualität im Fußball geht. Ein Thema, in dem zwar Fortschritte gemacht wurden, das aber noch lange nicht abgehandelt ist – wie auch zuletzt homophobe Gesänge nach dem Wiener Derby gezeigt haben. Hitzlsperger wird nicht müde, darüber zu sprechen. Geduldig stellt er sich den Fragen auch im KURIER-Gespräch.

Sie haben in der Premier League und in der Bundesliga gespielt, können auf 52 Länderspiele im Dress der deutschen Nationalmannschaft zurückblicken, haben 2007 jenes Tor geschossen, das dem VfB Stuttgart 2007 den Meistertitel gesichert hat. Aber die halbe Welt kennt sie als „den geouteten Ex-Fußballer“. Wollten Sie das so?

Naja, das wusste ich ja vorher nicht, als was mich dann die (Fußball-)Welt in Erinnerung behält. Im Alltag sprechen mich schon viele Menschen auf Fußball an. Aber viele sagen auch: „Danke, dass du dich geoutet hast, danke, dass du dich so einsetzt für die Community.“ Und ehrlich gesagt ist es für mich ein großes Glück, dass ich damit auch so in Verbindung gebracht werde und Leuten helfen konnte.

Es war der 8. Jänner 2014, als das Interview in der „Zeit“ erschienen ist, in dem sie sich outeten. Nehmen Sie uns kurz mit in Ihre Gefühlswelt vor Veröffentlichung ...

Ich war schon angespannt, aber auch positiv gestimmt. Ich war sehr gut vorbereitet. Mir war schon klar, dass es ein großes Interesse geben würde. Ich wollte die Art und Weise, wie darüber gesprochen wird, ein Stück weit verändern, wollte neue Argumente in die Diskussion bringen und dem Ganzen ein Gesicht geben. Und manchmal war ich auch genervt von den üblichen Plattitüden, die damit in Verbindung gebracht wurden. Und hoffentlich habe ich in den letzten zehn Jahren die Diskussion bereichert.

Sie wollten den Schritt schon als Aktiver wagen. Warum haben Sie das dann doch nicht gemacht?

Am 3. Jänner 2023 wurde er präsentiert, als wäre er der Messias für Violett. Sportdirektor Manuel Ortlechner sprach vom absoluten Wunschkandidaten. In den bisherigen 13 Monaten hat Michael Wimmer bei der Austria sämtliche Hochs und Tiefs erlebt, wurde gefeiert und beinahe schon gefeuert. Und mit allen Situationen ging er ausgewogen und menschlich um. Vielleicht ein Grund, weshalb er die Zuneigung der Fans, vor allem nach dem Rauswurf von Anhänger-Liebling Manfred Schmid, gewinnen konnte.

Und dennoch ist er nicht unumstritten.

Sportvorstand Jürgen Werner, der eben im sportlichen Bereich als höchste Instanz das Sagen hat, attestierte Wimmer zuletzt bei „Talk und Tore“ auf Sky „hervorragende Arbeit“. „Ich hoffe, dass er über den Sommer hinaus Austria-Trainer bleibt.“ Dabei stand Wimmer im Herbst für einige Leute vereinsintern schon zur Disposition, wurde hinterfragt, ob der Wunschkandidat nicht doch zum Fehlgriff mutiert worden war. Werner hält klar fest: „Wir haben intern keinen Rauswurf diskutiert.“ Werner, der Routinier im Geschäft, weiß, wie der Hase läuft. „Haben wir keinen Erfolg, arbeitet der Trainer schlecht, will man ihn loswerden. Bei Erfolg weckt er das Interesse anderer Klubs und ist womöglich weg.“

Kaiserslautern und Lüttich fragten an

Das hätte der Austria schon längst passieren können, denn Wimmer ist durchaus begehrt. Zum Beispiel in Kaiserslautern, wo er in der engeren Auswahl war, oder bei Standard Lüttich. Ein Wechsel nach Belgien scheiterte im letzten Moment.

Borussia Dortmund und RB Leipzig liefern sich weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den vierten Platz in der Bundesliga.

Der BVB siegte am Samstag bei Union Berlin 2:0 und liegt nach 24 Runden weiter einen Punkt vor Verfolger Leipzig, der in Bochum 4:1 gewann.

Skisprung-Insider loben Stephan Embacher nur in den höchsten Tönen.

Ein Ausnahmetalent und künftiger Seriensieger sei der Tiroler, wird seit geraumer Zeit rund um die Schanzentische geraunt.

Wirtschaft

Der gerade erst zu Ende gegangene Februar kann mit einer ganzen Reihe von Superlativen aufwarten:

Er war der bisher wärmste der heimischen Messgeschichte, zudem hatte noch nie ein Monat einen so großen Abstand zum vieljährigen Mittel und schließlich würde der Februar 2024 selbst in der Reihe der wärmsten März-Monate auf Platz 16 liegen.

Der österreichische Mineralölkonzern fördert mit seiner Tochter OMV Petrom Erdgas im Schwarzen Meer.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat nun mehrere Fotos einer stark verrosteten Meeresplattform ausgeschickt (siehe Bild), die zur Öl- und Gasförderung des Konzerns vor der rumänischen Küste gehören soll. Die NGO wirft dem Unternehmen vor, durch die nachlässige Wartung die Umwelt zusätzlich zu gefährden.

Die aktuelle Konjunkturflaute trifft die heimischen Personaldienstleister hart. Ende Februar waren knapp 30.000 Leiharbeitskräfte beim AMS vorgemerkt, um 9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Die Zeiten sind derzeit sehr herausfordernd, vor allem in der Industrie werden Stellen abgebaut“, bestätigt Mark Pollok, Vorstandschef der Trenkwalder Group AG, dem KURIER. Wegen des Fachkräftemangels werden wiederum gute Leiharbeiter von ihren Beschäftigerbetrieben fix übernommen, weshalb sich das Geschäft der Arbeitskräfteüberlassung immer weniger rentiert. Der Zeitarbeitspionier änderte daher zu Jahresbeginn seine Strategie und konzentriert sich auf zwei Geschäftsbereiche: Sämtliche Dienstleistungen rund um Personalwesen und Rekrutierung sowie Outsourcing- und Offshore-Lösungen.

Es war eine strategische Entscheidung, die polarisierte: 2018 einigte sich die teilstaatliche OMV mit der russischen Gazprom auf einer Verlängerung der Gaslieferverträge bis 2040. Diese enthalten eine Take-or-Pay-Klausel: Die OMV muss eine hohe Liefermenge auch bezahlen, wenn sie sie nicht braucht. Die Verträge konterkarieren Österreichs Bemühungen, bis 2027 aus russischem Gas auszusteigen – wie auf EU-Ebene vorgesehen. Im Dezember 2023 bezogen Österreichs Versorger 98 Prozent ihres Gases aus Russland.

Möglichkeiten, ohne Konsequenzen aus den Verträgen auszusteigen, hatte die OMV bereits. Etwa nach Beginn des Ukraine-Krieges, im Frühjahr 2022, als die Gazprom ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkam. Andere europäische Gasversorger haben diese Chance genutzt. Die Fälle landeten vor internationalen Schiedsgerichten – und wurden gewonnen. Die OMV verzichtete darauf.

Der Zeitpunkt, ohne Strafzahlungen aus den Verträgen auszusteigen, könnte bald wieder kommen. Drei Szenarien gelten als realistisch:

Wissen

Heute experimentieren wir auf den Spuren einer besonderen Persönlichkeit: Leonardo da Vinci.

Er wurde im Jahr 1452 in der Nähe von Florenz geboren – damals war Amerika noch nicht entdeckt! – und ist einer der bekanntesten Gelehrten der Menschheitsgeschichte.

Mädchen und Frauen bis 29 Jahre sind in Wien besonders stark von Erschöpfungszuständen, Ängsten und unkontrollierten Sorgen betroffen. Bei weiblichen Personen sind die Symptome deutlich stärker ausgeprägt als bei Burschen und Männern in der gleichen Altersgruppe, wie aus einer repräsentativen Befragung im Auftrag der Psychosozialen Dienste in Wien (PSD-Wien) am Samstag hervorging.

Generell zeigen die Ergebnisse der 2023 durchgeführten Befragung, dass die Herausforderungen für die psychische Gesundheit weiterhin hoch bleiben: Jede fünfte befragte Person berichtete von einer kontinuierlichen Verschlechterung ihres Zustands in den vergangenen beiden Jahren.

69 Prozent sehen eine Beeinträchtigung ihrer Alltagsroutine durch Erschöpfung (plus acht Prozentpunkte gegenüber 2022), mehr als ein Viertel davon täglich oder zumindest in mehr als der Hälfte der Tage.

Immer mehr Ängste

Auch die Problematik mit Ängsten habe im Vorjahr im Vergleich zu 2022 nochmals zugenommen. Zwei von drei Befragten gaben an, sich damit auseinandersetzen zu müssen, besonders junge Menschen und Frauen.

Die Teuerung stellt für 59 Prozent aller Befragten eine schwere Belastung dar - dabei stehen vor allem steigende Lebensmittel-, Energie- und Wohnkosten im Fokus. Auch globale Entwicklungen wie der Krieg in der Ukraine belasten 30 Prozent der Wiener sehr oder ziemlich.

Die Last sei aber nicht für alle gleich - die ökonomische Ausgangssituation mache einen großen Unterschied, zog man beim PSD-Wien Bilanz. Zudem: "Jene Menschen, die schon vor der Pandemie mit Herausforderungen zu kämpfen hatten, sind deutlich stärker betroffen, als andere. Junge Menschen und Frauen sind besonders belastet", sagte der Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien, Ewald Lochner.

„Als Österreicher braucht man einen Titel“, scherzt David Pfarrhofer, Institutsvorstand vom Market-Institut während einer Pressekonferenz am Dienstag. Denn Österreich sei bekanntlich ein Titelland. Mit 1.500 unterschiedlichen Titelbezeichnungen trägt es den Namen zurecht. Von honoris causa, über den Meister, der anders als der Bachelor sogar vor dem Namen angeführt wird. „Der Name allein ist offenbar nicht genug“, beobachtet Ingrid Wadsack-Köchl, Abteilungsleiterin beim Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Titelverliebt

Titel sind allgegenwärtig. Um das zu verdeutlichen, wollte die Redakteurin dieses Artikels alle Interviewpartner ausnahmsweise mit Titeln nennen. Das Unterfangen nahm aber überhand – daher bleibt es den Lesern erspart. Laut einer OECD-Auswertung aus 2023 haben „nur“ 21 Prozent der Österreicher einen akademischen Titel. 

Zur Freude der Titelverliebten beschränken sich die Namens-Ergänzungen aber nicht nur auf Hochschulabschlüsse. Es gibt einige weitere Kategorien. Ingrid Wadsack-Köchl unterscheidet zwischen neun Arten. Darunter etwa Berufstitel, Verwendungsbezeichnungen, Ehrentitel und Qualifikationsbezeichnungen. Der Professor fällt zum Beispiel unter die Kategorie „Amtstitel“. „Oft ist einem gar nicht bewusst, dass es sich um einen Titel handelt, weil die Begriffe schon so gängig sind.“

Zwei oder drei Finger an das Handgelenk an der Innenseite des Daumens legen. Und dann beobachten, ob der Pulsschlag regelmäßig ist, oder ob Unregelmäßigkeiten auftreten. „#takeyourpulse“ – fühle deinen Puls – nennt sich eine neue Initiative der Herzrhythmusgesellschaften aus Europa, Südamerika, Asien und den USA.

„Die Bedeutung des Pulses ist zu wenig im Bewusstsein“, sagt Martin Martinek, Leiter der Abteilung „Innere Medizin 2 – Kardiologie“ am Ordensklinikum Linz Elisabethinen. Völlig zu unrecht:

Stars

Supermodel Heidi Klum versucht sich immer wieder auch als Sängerin.

Sie hat bereits drei Songs veröffentlicht. 2006 kam der Weihnachtssong „Wonderland“ heraus. 2022 folgte die Snoop Dogg-Kollaboration “Chai Tea With Heidi“. Neulich veröffentlichte die „Germany’s Next Topmodel“-Jurorin ein von Tiësto produziertes Remake von Corey Harts Hit „Sunglasses at Night“ aus dem Jahr 1983.

Herzogin Meghans letzter Großbritannien-Besuch liegt schon eine Weile zurück. Das letzte Mal, dass Meghan Prinz Harry in seine Heimat begleitete, war im September 2022, als beide an der Beerdigung von Harrys Großmutter, Königin Elizabeth II., teilnahmen.

Und sollte Meghan beschließen, ihren Mann künftig auf einer Reise nach Großbritannien zu begleiten, könnte es "Einschränkungen" geben, sagt eine Adels-Expertin.

Fast schien es so, als sei das Schlimmste überstanden. Das ehemalige "Spice Girl" Geri Halliwell und ihr Ehemann Christian Horner, hatten allen Grund, erleichtert zu sein, als Red Bull Horner von den Vorwürfen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Mitarbeiterin freisprach.

Doch 24 Stunden später sickerten kokette WhatsApp-Nachrichten durch, die Horner mit besagter Mitarbeiterin ausgetauscht haben soll. Halliwell soll sich daraufhin geweigert haben, ihren Mann zu sehen, sei aber von ihrer Mutter dazu überredet worden, berichtet die Daily Mail.

Kultur

Ein kleiner Ort in der Wachau, dazu ein verhasster Obstbauer sowie ein erfolgloser Autor, der selbst zu ermitteln beginnt.

Das neue Buch von Andrea A. Walter, die unter dem Pseudonym Fanny Svoboda schreibt, hat alles, was ein guter Krimi braucht.

Seit Jahresbeginn ist der britische Dirigent Ben Glassberg Musikdirektor der Wiener Volksoper. Am Samstag (2. März 2024) dirigiert er die Premiere von Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“.

Eine gute Gelegenheit für ein erstes Resümee – über die Stärken und Baustellen des Orchesters, die Suche nach neuem Publikum und die deplorable Situation der Orchestermusik abseits von Wien.

KURIER: Wo sehen Sie denn die Stärken des Volksopernorchesters – und wo jene Dinge, an denen Sie gezielt arbeiten wollen?

Ben Glassberg: Die größte Qualität ist die unglaubliche Flexibilität, weil wir so viele verschiedene Genres spielen. Wir müssen in den Proben ganz schnell zu den richtigen Tempi, zum richtigen Ausdruck finden. Da sind sie phänomenal. Und wie die Musiker mit den Sängern zusammenspielen – das ist alles da, daran muss man nicht arbeiten.

Der Franko-Kanadier Denis Villeneuve machte sich erst in seiner Heimat einen Namen mit dem Drama „Maelstrom“. In den USA und der Welt wurde er mit „Prisoners“ bekannt, für das er Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal und Viola Davis engagierte. Der Gangthriller „Sicario“ mit Benicio del Toro und das SciFi-Drama „Arrival“ mit Amy Adams zementierten seinen Aufstieg, aber es waren die 100 Millionen Dollar-plus-Filme „Blade Runner 2049 und die „Dune“-Trilogie, von denen seine Karriere abhängig war.

Zu seinem Glück war „Dune“, Teil 1 megaerfolgreich, und von Teil 2, der nun weltweit in den Kinos gestartet ist, wird nichts weniger erwartet. Abgesehen Timothée Chalamet, Zendaya, Rebecca Ferguson, Javier Bardem, Josh Brolin, Stellan Skarsgard, Dave Bautista und Charlotte Rampling, wurden Austin Butler, Florence Pugh und Christopher Walken engagiert. Jeder spricht über die schwarzweiße Gladiatorenszene in der Arena, die schon in den Büchern einen Höhepunkt bildete und im Trailer kurz angedeutet wird.

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