Lokales

"Hier regiert der SK Sturm", skandierten Tausende, und nein, sie waren nicht im Fußballstadion, sondern am Grazer Hauptplatz: Zehntausende Fans wollten den Verein feiern, der am Sonntag den Meistertitel der Bundesliga wieder einmal in die Steiermark geholt hat.

Doch nach 15.000 Gästen war Schluss - mehr durften nicht auf den Hauptplatz. Wer nicht hineinkam, musste vor Absperrgittern warten.

Der Feierlaune trübte das nicht: Als die Mannschaft den Meisterteller aus dem Fenster hielt, brandet Jubel auf. Bevor die Feier am Hauptplatz richtig losging, war das Team nämlich im Rathaus: Die Stadt Graz lud zu einem Empfang, die Mannschaft unterschreibt im Goldenen Buch der Stadt.

Der SK Sturm durfte sich ja bereits nach dem Cup-Sieg 2023 eintragen und brachte damals am Staatsfeiertag den Pokal mit ins Rathaus - heuer wurde es dann neben dem Pokal auch der Meisterteller. Der Uhrturm wird zudem abends in Schwarz und Weiß erstrahlen.

Nach der Schiffskollision auf der Donau nördlich von Budapest mit zwei Todesopfern, einem Verletzten und fünf Vermissten ist der Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffs wegen unterlassener Hilfeleistung festgenommen worden. Das gab die Polizei am Montag bekannt. In Zusammenhang mit der Festnahme seien 25 Zeugen einvernommen worden, erklärte die Exekutive. Das unter Schweizer Flagge fahrende Flusskreuzfahrtschiff war am Samstag bei Veröce offenbar mit einem Motorboot kollidiert.

Bei dem Kapitän soll es sich um einen kurz vor der Pension stehenden routinierten Schiffsführer handeln. Er gab sich in Bezug auf die vorgeworfene Straftat nicht geständig. Zur Staatsbürgerschaft des festgenommenen Kapitäns machte die Polizei keine Angaben.

Ein 32-jähriger Mann ist am Sonntagnachmittag bei einem Kletterunfall in Weißkirchen (Bezirk Murtal) ums Leben gekommen. Der Deutsche war mit seiner Lebensgefährtin unterwegs, die das Unglück mitansehen musste.

Laut Landespolizeidirektion Steiermark wollte der Deutsche in einem  Klettergarten eine mit "VI" bewertete Route im Vorstieg klettern. Die 28-Jährige sicherte ihn dabei. Der Kletterer stieg die Route durch und wurde schließlich abgelassen.

Politik

Nach dem Tod des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi hat der religiöse Führer Ajatollah Ali Khamenei eine fünftägige Staatstrauer angeordnet. Im Staatsfernsehen werden trauernde Regimeanhänger Raisis übertragen. Tausende strömten in die religiösen Zentren und Moscheen Irans, beteten und legten Blumen nieder.

Ein ganz anderes Bild zeigt sich in den sozialen Medien. Dort kursierten bereits Stunden vor der offiziellen Bestätigung von Raisis Tod am Montagmorgen Jubelbotschaften. Zahlreiche Beiträge zeigten tanzende Menschen, Feuerwerke und spöttische Memes. Iranerinnen und Iraner im In- und Ausland teilten Beiträge, die die Welt an die brutale Präsidentschaft Raisis und seine Unterdrückung politischer Dissidenten erinnerten.

Die Leichen des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und der weiteren Opfer eines Hubschrauberunglücks sind nach Angaben des iranischen Roten Halbmondes vom Unglücksort geborgen worden. "Wir sind dabei, die Leichen der Märtyrer nach Täbris (im Nordwesten des Irans) zu überführen", sagte der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhossein Kooliwand, am Montag im iranischen Staatsfernsehen. Der Sucheinsatz sei nun beendet. 

Auch Außenminister Hossein Amirabdollahian, der mit Raisi im Hubschrauber saß, sei bei dem Absturz ums Leben gekommen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurden alle Insassen bei dem Absturz am Sonntag im Nordwesten des Landes getötet. Trotz starker Verbrennungen sei die Identität der Insassen am Montag festgestellt worden, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter gegenüber Tasnim

Zuvor hatte ein Regierungsvertreter mitgeteilt, dass das Hubschrauberwrack nach stundenlanger Suche in bergigem Gelände gefunden worden sei. Der Hubschrauber sei bei dem Absturz vollständig ausgebrannt. Der Hubschrauber war iranischen Angaben zufolge abgestürzt, als er bei dichtem Nebel ein Berggelände überflogen habe.

Nach der Verbalattacke des argentinischen Präsidenten Javier Milei auf den spanischen Regierungschef Pedro Sánchez und dessen Frau Begoña hat sich die diplomatische Krise zwischen beiden Ländern zugespitzt. Der spanische Außenminister José Manuel Albares sagte am Montag im staatlichen Fernsehsender RTVE, er habe den argentinischen Botschafter in Madrid persönlich einbestellt. Man verlange von Milei eine „öffentliche Entschuldigung“, andernfalls werde man Maßnahmen ergreifen.

Laut RTVE und anderen gewöhnlich gut informierten Medien erwägt Madrid den Abbruch der Beziehungen. Ein Regierungssprecher in Buenos Aires schloss eine Entschuldigung zunächst aus.

Am Dienstag treffen Österreichs Seniorenvertreter bei einem "Runden Tisch" zusammen. Thema: Altersdiskriminierung. 

Davor musste aber noch geklärt werden, wer überhaupt zum Event geladen hat. Zuerst verkündete am Samstag Pensionistenverband-Präsident Peter Kostelka (SPÖ), der rote Pensionistenverband habe geladen. Und: Altersdiskrminierung sei "kein Kavaliersdelikt".

Zumindest für einen Kavaliersdelikt dürfte Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec (ÖVP) wiederum Kostelkas Kommunikation halten. Sie zeigt sich verärgert über die Aussendung des Pensionistenverbands. Denn: Der "Runde Tisch" sei vom überparteilichen Seniorengremium, dem Seniorenrat, einberufen worden. 

Hintergrund: Pensionistenverband und Seniorenbund sitzen abwechselnd dem Seniorenrat vor. Derzeit ist Korosec an der Reihe.

Weitere Meldungen

Dominic Thiem gewann das erste Spiel nach seiner Rücktritts-Ankündigung. In der Qualifikation für die French Open in Paris setzte sich der ehemalige Finalist am Montag in der ersten Qualifikationsrunde gegen den Italo-Argentinier Franco Agamenone nach Satzrückstand noch mit 3:6, 6:3, 6:2 durch. Der in der Quali als Nummer 11 gesetzte Thiem trifft in der zweiten Runde nun auf den Finnen Otto Virtanen (ATP Nummer 156).

Thiem hatte vor eineinhalb Wochen angekündigt, seine Karriere als Profi im Herbst beenden zu wollen. Für das Major-Turnier in Roland Garros erhielt der Niederösterreicher, der in Paris 2018 und 2019 im Finale an Rafael Nadal gescheitert war, keine Wildcard. Auf dem Court Suzanne-Lenglen erwischte der 30-Jährige gegen die Nummer 228 im ATP-Ranking einen Fehlstart. Der ein Jahr ältere Agamenone sicherte sich den ersten Satz nach einem Break zum 4:2.

Deutliche Steigerung im zweiten Satz

Thiem kam aber besser auf Touren, holte sich Satz zwei (Break zum 4:2) und war auch in der Entscheidung der bessere Spieler. Der in der neuen Weltrangliste als 131. aufscheinende Niederösterreicher sicherte sich Breaks zum 1:0, 3:0 und 4:1 und musste selbst nur einmal sein Aufschlagspiel abgeben. Nach 2:19 Stunden brachte Thiem sein Game zum 6:2 mit etwas Zittern dank zwei Assen durch.

Insgesamt fünf Österreicher versuchen sich in der Männer-Qualifikation von Roland Garros.

Bald ist es so weit - Baumeister Richard Lugner tritt zum 6. Mal vor den Traualtar. Am 1. Juni wird er seiner Verlobten Simone im Steinernen Saal 2 im Wiener Rathaus das Ja-Wort geben. Die Trauung steht um 14 Uhr an. 

Den Hochzeitsanzug hat er sich schon gecheckt. "Wie es der Tradition für Hochzeiten bis 17 Uhr entspricht, einen Cut und keinen schwarzen Anzug", lässt er den KURIER wissen.

Den ersten Meistertitel seit 13 Jahren hat Sturm Graz gebührend gefeiert. Nach der überstandenen Nervenschlacht am Sonntag beim 2:0 gegen Austria Klagenfurt begann für die Double-Gewinner aus der Steiermark nach unzähligen Bierduschen und Fotos mit dem Meisterteller eine lange Partynacht. 

„Da draußen sind heute Legenden entstanden“, sagte Sturm-Präsident Christian Jauk überglücklich, nachdem Serienmeister Salzburg nach zehn Jahren an der Spitze abgelöst wurde.

Trainer Christian Ilzer sprach von einer „fantastischen Reise“, die aber mit etwas Zittern verbunden war. Denn gegen die Klagenfurter von Peter Pacult dauerte es 69 Minuten, bis Gregory Wüthrich die Grazer mit dem Führungstreffer auf Meisterkurs brachte. Wenig später köpfelte SKA-„Joker“ Florian Jaritz den Ball an die Stange und ließ die 15.325 Zuschauer kurz verstummen. Erst nach dem 2:0 von Amady Camara kurz vor der Nachspielzeit war die Wachablöse besiegelt. „Nach dem 1:0 gab es eine kurze Emotions-Explosion, beim 2:0 waren wir dann alle völlig losgelöst“, resümierte Ilzer.

Der britische Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan hatten sich 2020 aus der Royal Family ausgeklinkt und leben inzwischen mit den beiden Kindern Prinz Archie (5) und Prinzessin Lilibet (2) im US-Bundesstaat Kalifornien. 

Das Verhältnis zu den übrigen Royals gilt als zerrüttet. Hintergrund sind die vielen Indiskretionen des Paares in einer Netflix-Dokumentation und Harrys Autobiografie "Spare" (zu Deutsch: "Reserve"). Als Harry im Mai zu einem Dankgottesdienst anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Invictus Games London besuchte, konnte sein Vater König Charles III. angeblich keine Zeit für ein Treffen finden.

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