Lokales

Bei hochsommerlichen Temperaturen und teils drückender Schwüle ist am Freitag das Wiener Donauinselfest in seine 41. Ausgabe gestartet. Am späten Nachmittag enterten mit Resi Reiner und Clueso nicht nur die ersten Acts die Hauptbühne. Auch für Fußballemotionen war auf der Insel Platz.

Denn auf der Sportinsel wurde das EM-Match Österreich gegen Polen ab 18.00 Uhr live gezeigt. Die nicht allzu großzügig bemessenen Ränge der Zuschauertribüne war zum Bersten voll. Und als die rot-weiß-rote Mannschaft in der 9. Minute mit 1:0 in Führung ging, brandete ungebändigter Jubel auf. Bei den weiteren Treffern und schließlich beim endgültigen Sieg waren die Fans freilich nicht minder begeistert.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat beim Landesgericht für Strafsachen Anklage gegen einen Schauspieler, Moderator und Sprecher wegen versuchten Missbrauchs von Unmündigen eingebracht.

Schauspieler suchte sexuellen Kontakt zu Chorbuben

Das teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn am Freitagnachmittag mit. Der Prozess findet am 12. Juli statt. Der bisher unbescholtene Mann soll als Statist in einem großen Wiener Bühnenhaus Kontakt zu mehreren Buben eines Kinderchors gesucht haben, um sexuelle Kontakte anzubahnen.

Während zwei Buben auf die Kontaktversuche nicht reagierten, wirft die Anklage dem Mann vor, einen 13-Jährigen über Instagram sexuell belästigt zu haben. Er wollte den Buben demnach dazu überreden, per Videotelefonie vor laufender Kamera sexuelle Handlungen vorzunehmen, die der Mann angeblich aufzeichnen wollte. 

Dieses Wochenende „schnuppern“ eine Handvoll Störfische nicht nur Donauwasser: Am Maria-Theresien-Platz wurde am Freitag das größte mobile Aquarium Europas präsentiert.

Das zwölf Meter lange Gefäß umfasst 60.000 Liter Wasser und soll auf das internationale Projekt „LIFE-Boat 4 Sturgeon“ aufmerksam machen. Dieses befasst sich mit dem Schutz der Donau – inklusive der Artenvielfalt. Besonders die Fischart der Störe ist bedroht. Bis 2030 sollen bedrohte Störarten wieder stärker in der Donau angesiedelt werden.

Neben internationalen Partnern wie der Slowakei oder Rumänien wird das Projekt unterstützt von der Universität für Bodenkultur (BOKU), der Stadt Wien, dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft sowie der Viadonau.

Politik

Werner Kogler wird die Grünen als Spitzenkandidat in die Nationalratswahl am 29. September führen. 

Das beschließt die Partei am Samstag auf einem Bundeskongress in Wien. Insgesamt stimmen die Delegierten über zwölf Plätze auf der Bundesliste ab. Ganz vorne einreihen wollen sich auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Justizministerin Alma Zadić, Klubchefin Sigrid Maurer und Generalsekretärin Olga Voglauer.

Auch sonst werden die Weichen für die Nationalratswahl gestellt, bestätigt das höchste Parteigremium der Grünen in der Expedithalle der Alten Ankerbrotfabrik in Wien-Favoriten doch zusätzlich die Landeslisten für den Urnengang. Geplant ist eine Rede Koglers und seine Kür am späten Vormittag. 

Auch die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten hinter dem grünen Bundessprecher und Vizekanzler stellen sich Hearings vor den erwarteten rund 250 Delegierten. Vor fünf Jahren hatte Kogler eine 98,58-prozentige Zustimmung seiner Partei verzeichnen können.

Ob es am zeitgleichen Donauinselfest liegt oder an der Fußball-EM, ist nicht überliefert. Gerade einmal eineinhalb Stunden hat die SPÖ heute, Samstag, für ihre Arbeitsgruppe einberaumt, in der sie ihren Kurs in den Bereichen Asyl, Migration und Integration nachschärfen will.

Die Forderung danach war nach dem schwachen Abschneiden der Roten bei der EU-Wahl parteiintern wieder lauter geworden, hat doch das Thema Migration bei der Wahl eine wichtige Rolle gespielt.

Kaiser-Doskozil-Papier

Allein schon wegen der Kürze der Sitzung ist keine fundamentale Neupositionierung der SPÖ bei dem für sie traditionell sehr schwierigen Thema zu erwarten. Das sei aber auch gar nicht geplant, betont eine Sprecherin. Vielmehr gehe es um eine Präzisierung des bereits 2018 von den beiden Landeshauptleuten Hans Peter Doskozil und Peter Kaiser erstellten Positionspapiers. Als Diskussionsgrundlage wird den Teilnehmern der Arbeitsgruppe ein dreieinhalbseitiges Papier vorgelegt, das unter dem Motto „Menschlichkeit und Ordnung“ steht. Darin werden sechs Punkte aus dem Kaiser-Doskozil-Papier konkretisiert. Es wurde dem KURIER zugespielt. Die Details:

  • Verteilung Die gerechte Verteilung von Asylwerbern auf alle EU-Mitgliedsstaaten soll mit Sanktionen durchgesetzt werden. Dies würde 75 Prozent weniger Asylanträge in Österreich bringen. 2023 hätte es demnach nur mehr 16.164 statt 59.232 gegeben.
  • Verfahren Die Asylverfahren sollen an den EU-Außengrenzen abgewickelt werden. Und zwar in EU-Auslandsvertretungen oder Botschaften. „Flucht aus rein wirtschaftlichen Gründen ist kein Asylgrund“, heißt es im Papier.
  • Rückführung Menschen ohne Asylgrund oder Aufenthaltsgenehmigung sollen rasch zum Verlassen des Landes aufgefordert werden. Vor allem der Abschluss von Rückführungsabkommen mit als sicher eingestuften Drittstaaten soll „zügig vorangetrieben werden“.
  • Integration Die SPÖ sieht Arbeit als wichtigsten Hebel für gelingende Integration. Eine Möglichkeit sieht man in Anreizen für Ausbildungen im Gesundheits- und Pflegebereich, wobei es nicht zu Lohn- und Sozialdumping kommen dürfe. Man bekennt sich zum Recht auf Familiennachzug, dieser müsse aber mit mehr Personal an den Schulen einhergehen.
  • Frauenrechte Beim Personalassessment im Zuge des Integrationsvertrags soll mehr auf die Bedürfnisse der Frauen eingegangen werden. Da sie als Multiplikatorinnen der Integration wirken, sei ihre Emanzipation essenziell.
  • Sicherheit Um radikale Agitatoren dingfest zu machen, seien mehr Polizisten notwendig, und zwar mindestens 4.000 zusätzliche Beamte.

Die gegen Ex-Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) verhängte Strafe wegen unerlaubter Preisabsprachen ist rechtskräftig. 

Der Oberste Gerichtshof bestätigte das Urteil, teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) am Freitag auf ihrer Homepage mit. Karmasin muss 50.000 Euro zahlen, weil es im Zuge der "Beinschab-Affäre" zu unerlaubten Preisabsprachen kam. Die BWB hatte deshalb einen Antrag auf Bußgeld beim Kartellgericht eingebracht.

Die BWB hatte im März vergangenen Jahres einen Antrag auf Verhängung einer Geldbuße gestellt. Gegen die vom Kartellgericht verhängte Strafe in der Höhe von 50.000 Euro wegen Absprachen über Angebotspreise zwischen Wettbewerbern bei der Erstellung von Marktstudien von 2019 bis 2021 erhob Karmasin Einspruch. 

Sie argumentierte, dass die jeweiligen Auftraggeber von vornherein den Wunsch gehabt hätten, sie zu beauftragen. Es habe daher keine echte Wettbewerbssituation gegeben. Das Höchstgericht gab dem Rekurs allerdings nicht Folge. Jede Beteiligung eines Auftraggebers an einer Absprache bei Vergabeverfahren beschränke die wettbewerbliche Handlungsfreiheit der Bieter und könne das allgemeine Preisniveau am Markt für vergleichbare Dienstleistungen beeinflussen, so die Begründung des Gerichts.

Eigentlich wollten sie heute gar nicht kommen, sagt Sebastian Bohrn Mena. „Wir haben zwei kleine Buben, die sind jetzt bei der Oma.“ 

Warum seine Frau Veronika und er nun doch im Verhandlungssaal 533 des Wiener Bezirksgerichts sitzen, das hat, so sagen beide, nur einen Grund: „Wir wollten schauen, ob schon heute eine Einigung, ein Vergleich möglich ist.“  

Es geht um ihren Streit mit der grünen Spitzenkandidatin Lena Schilling und den Widerruf, den sie von Schilling erzwingen wollen. Das alles solle endlich aus der Welt. 

Doch wenn sie wirklich gehofft haben, dass an diesem Freitag alles vorbei ist, werden sie in dieser Sache bitter enttäuscht. So schnell geht es nicht. Nicht nach allem, was war.

Das russische Militär setzt bei seiner Offensive im Gebiet Charkiw im Nordosten der Ukraine offenbar auf eine neue superschwere Bombe. 

"Angesichts des bedeutenden Zerstörungseffekts dieses Sprengsatzes kann man den Einsatz als erfolgreich bezeichnen", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass am Freitag den kremlnahen Militäranalysten Igor Korotschenko. Mit dem Einsatz gegen die wichtigsten Infrastrukturobjekte der ukrainischen Streitkräfte könne der Vormarsch gelingen.

Medienangaben nach wurde beim ersten Abwurf freilich ein Krankenhaus bombardiert. Die von russischen Militärbloggern veröffentlichten Bilder zeugen von einer gewaltigen Sprengwirkung. B

isher sind zwei Einsätze dokumentiert. Nach dem ersten Bombardement eines Krankenhauses in Lypzi am Donnerstag wurde am Freitag mit einer zweiten Bombe ein Schulgebäude in derselben Ortschaft zerstört. Das russische Militär behauptet, dass sich dort Soldaten aufgehalten hätten, es sich also um militärische Ziele handle.

Weitere Meldungen

Nichts wurde es mit dem aus österreichischer Sicht erhofften Sieg von Frankreich. Nach dem 0:0 gegen die Niederlande benötigt das Team von Ralf Rangnick am kommenden Dienstag einen Sieg, um Platz zwei in der Gruppe D zu erreichen. Fix ist aber auch, dass Österreich zumindest Gruppendritter ist – und Polen als Letzter ausgeschieden. Es war das erste Spiel ohne Tore bei dieser Europameisterschaft.

Spielt er, oder spielt er nicht? Das war die große Frage vor dem Gipfeltreffen in Gruppe D. Nein, lautete die Antwort. Kylian Mbappe stand nicht in der Startaufstellung der Franzosen. Der Superstar war noch nicht ganz fit nach dem Nasenbeinbruch, den er sich beim 1:0 gegen Österreich bei einem Duell mit Kevin Danso zugezogen hatte. Mit einer schwarzen Maske wärmte er auf, dann saß er auf der Ersatzbank der Franzosen. Für den 25-jährigen Mbappe rutschte Tchouameni von Real Madrid in die Elf.

Bis zu 40 Grad im Schatten und höchste Armstufe in Rom und Palermo: Bereits zum Sommeranfang hat die erste Hitzewelle des Jahres Teile Italiens erreicht. 

In der Hauptstadt Rom wurden laut dem offiziellen Wetterdienst der Luftwaffe am Freitag 39 Grad gemessen. Dem Meteorologie-Portal "Il Meteo" zufolge war das nach dem mythischen König von Kreta benannte Hochdruckgebiet "Minos" für die außergewöhnlich heißen Temperaturen verantwortlich.

In Rom stellte die Stadtverwaltung an einigen Bushaltestellen Topfpalmen auf, um hitzegeplagten Bewohnern und Touristen Schatten zu spenden. Zwar gibt es in Rom zahlreiche Grünflächen und Parks und in der Altstadt auch zahlreiche öffentliche Trinkbrunnen. Viele Straßen und Plätze heizen sich aber mangels Bäumen besonders stark auf. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace maß an einzelnen Orten Temperaturen von bis zu 50 Grad - unter anderem nahe dem Kolosseum.

Im vergangenen Jahr war in Rom am 18. Juli mit 42,9 Grad im Schatten die höchste Temperatur seit Beginn der Messungen festgestellt worden. "Es ist ein Rekord, der in diesem Sommer erneut gebrochen werden könnte", sagte die Umweltreferentin von Rom, Sabrina Alfonsi.

Wer kennt es nicht: Die lange Arbeitswoche neigt sich endlich dem Ende zu, man würde gerne etwas Schönes unternehmen aber irgendwie hat man keine richtige Idee, was so alles los ist.

Für all jene, die ihre wertvolle Freizeit nicht daheim auf der Couch verbringen wollen, bietet die Stadt unzählige Veranstaltungen an. Spätestens ab Freitag stellt sich also wieder die Frage: Wohin am Wochenende in Wien

Überfordert mit der Auswahl? Nicht sicher, wo man suchen soll? Der KURIER hilft gerne weiter. Wer Inspiration braucht, wird bei diesen Event-Empfehlungen fürs Wochenende (14. bis 16. Juni) vielleicht fündig.

Der britische Thronfolger Prinz William hat am Freitag seinen 42. Geburtstag gefeiert. Der Kensington-Palast postete dazu ein spektakuläres Foto, das William mit seinen Kindern Prinz George (10), Prinzessin Charlotte (9) und Prinz Louis (6) beim Sprung über eine Düne zeigt. Darüber stand: "Happy Birthday Papa, wir alle lieben dich so sehr", unterzeichnet mit einem "C" für seine Frau Catherine (42) - die meist aber nur Kate genannt wird - und einem x für "Bussi".

Auch vom Buckingham-Palast kamen Glückwünsche. Die Königsfamilie postete das Schwarz-Weiß-Foto eines lächelnden König Charles' - damals noch Prinz Charles - mit seinem älteren Sohn als Baby auf dem Schoß.

Mitten in der Hitzewelle hat am Freitag ein weitflächiger Stromausfall Bewohner und Urlauber an der kroatischen Adriaküste überrascht. 

Die Elektrizität fiel an der dalmatinischen Küste und in ihrem Hinterland gegen 12.20 Uhr aus, wie das kroatische Fernsehen HRT berichtete. Betroffen waren Urlauberhochburgen wie Dubrovnik, Split und Zadar.

Frage des Tages

Unsere Newsletter

Michael Pammesberger

Schluss-Szene

22.6.2024

Auch heuer wieder: Hitze-Tipps!

21.6.2024

Kanzler Nehammer renaturiert heftig

20.6.2024

Renaturiert

19.6.2024

Lücke gefunden.

18.6.2024

Immer wieder, immer wieder?

Immer wieder, immer wieder?

16.6.2024

Herbertokratie

15.6.2024

Ode an Europa

14.6.2024

Und so geht das jetzt bis 29. September...

13.6.2024

Blick in die Zukunft

12.6.2024

Zu früh gemalt?

11.06.2024

Pfffffffffff!

10.6.2024

„L’EU – c’est moi!“

09.06.2024

Ja eh. Man kann nicht immer glühen.

08.06.2024

Vilimsky – ein Politikertyp, der schon – na ja … polarisiert.

Vilimsky – ein Politikertyp, der schon – na ja … polarisiert.

07.06.2024

Was macht Wolfgang Sobotka nach der Politik?

06.06.2024

Koalitions-Nachbarn

05.06.2024

Autogipfel für Verbrenner

04.06.2024

Vorübergehend beerdigt.

Vorübergehend beerdigt.

03.06.2024

Seine Heiligkeit neigt angeblich zu Kraftausdrücken etc.

Seine Heiligkeit neigt angeblich zu Kraftausdrücken etc.

02.06.2024

Karriere

Gesellschaft

Klima