Sport-News

Bereits im April kommen sich der Weltverband (ITF) und die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen (WTA) erstmals in die Quere. Das nächste Turnier des österreichischen Frauen-Nationalteams, dem Billie-Jean-King-Cup-Team, findet zeitgleich mit dem WTA-Turnier in Linz, dem größten Frauen-Turnier in Österreich (ab 5. April), statt. Dies ist bekannt. 

Das heißt, dass Kapitänin Marion Maruska auf ihre besten Spielerinnen Julia Grabher, Sinja Kraus und Lilli Tagger verzichten muss, sie werden beim Upper Austria Ladies um Preisgelder und Punkte für die Weltrangliste spielen. Das gilt auch für die eingebürgerte Anastasia Potapova, die allerdings zum gegenwärtigen Stand noch keine Spielberechtigung für Österreichs Team hat. 

"Defensiv sind wir wieder Bombe gestanden", jubelte LASK-Kapitän Sascha Horvath über das 4:1 gegen Jagiellonia Bialystok zum Abschluss des Trainingslagers. Der klare Sieg in der Türkei gegen den Tabellendritten der starken polnischen Liga reiht sich in die jüngsten Erfolge ein: 3:0 im 120-Minuten-Test gegen Young Boys Bern, 2:1 mit dem B-Team gegen ZSKA Sofia.

Und die Siegesserie der Linzer seit der Rückkehr von Trainer Didi Kühbauer war ohnehin ein Top-Thema im Bundesliga-Herbst. Dennoch wird die Dreierkette im 3-4-1-2-System noch einmal verstärkt.

IOC-Chefin Kirsty Coventry teilt die Kritik an der großen Nähe von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu US-Präsident Donald Trump nicht. "Er hat ja in ein paar Monaten seine Weltmeisterschaft. Da wäre ich etwas besorgt, wenn es keine gute Beziehung geben würde", sagte die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dessen Mitglied auch Infantino als Chef des Fußball-Weltverbands ist. 

Die WM findet im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko statt.

Friedenspreis und bizarres Schauspiel

Zwischen Trump und Infantino hatte sich in den vergangenen Jahren eine besondere, teils sehr kritisch bewertete Dynamik ergeben. Während der WM-Auslosung im Dezember in Washington hatte Infantino den sogenannten FIFA-Friedenspreis an den US-Präsidenten übergeben, der gern offiziell den Friedensnobelpreis gewonnen hätte. Kommentaren in den sozialen und klassischen Medien zufolge empfanden viele Menschen das Schauspiel auf der FIFA-Bühne befremdlich.

Auch die olympische Welt ringt vor dem Hintergrund von Trumps Politik um den Umgang mit den USA, die 2028 auch Gastgeber der Sommerspiele von Los Angeles sein werden. Inmitten der jüngsten Geschehnisse wie dem Angriff des US-Militärs auf Ziele in der venezolanischen Hauptstadt Caracas oder den von Trump mehrfach bekräftigten Ansprüchen auf Grönland habe es aber "keine formale Kommunikation mit dem Weißen Haus" gegeben, ließ Coventry wissen.

Die Entscheidung ist gefallen, wer in der ersten Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Final 8 zwischen Japan und Österreich das KURIER Austria Davis Cup Team bilden wird. Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer hat sich – entgegen der vorläufigen Nominierung vom 5. Jänner – dazu entschlossen, statt Österreichs Nummer eins Filip Misolic (ATP 84) doch Lukas Neumayer (ATP 226) in den fünfköpfigen Kader der heimischen Herrennationalmannschaft aufzunehmen.

Der Salzburger wird Rot-weiß-rot somit beim Länderkampf am 6./7. Februar im Ariake Colosseum in Tokio gemeinsam mit Sebastian Ofner (ATP 131), Jurij Rodionov (ATP 167) und den beiden Doppelspezialisten (ATP-Doppel 23) und Alexander Erler (ATP-Doppel 39) vertreten. 

„Der Davis Cup findet nun mal auf Hartplatz in der Halle statt, und das ist definitiv der schwächste Belag von Filip. Im Moment läuft er leider – schon längere Zeit eigentlich – seiner Form ein bisschen hinterher“, so Melzer zweieinhalb Wochen vorm Showdown in Japan zu seiner Nominierung und den Chancen. „Und Lukas ist für mich ein Davis-Cup-Spieler, der dort bis jetzt immer seine besten Leistungen abgerufen hat und in den ich größtes Vertrauen habe.“

Der KURIER-Sport empfiehlt