Nachrichtenüberblick

Lokales

96 Wölfe. So viele Exemplare wie nie zuvor sind im Vorjahr österreichweit mittels DNA-Proben nachgewiesen worden. 79 Individuen waren es im Jahr 2022, 53 im Jahr davor. Die Dunkelziffer, was den Bestand anbelangt, ist aber noch weit höher, sind sich Experten einig.

Wie die jüngsten Daten der Bundesländer in Kooperation mit dem Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs verdeutlichen, nimmt die Population der Raubtiere – und damit auch das Konfliktpotenzial – rasend schnell zu.

Morgen gibt’s nur alle vier Jahre. Der 29. Februar ist eine Art Narretei in unserem humorlos genau vermessenen Zeit/Jahreslauf, der dann eben doch nicht so genau ist.

Weswegen es zur Nachjustierung einen Schalttag braucht.

Es sah nach einem neuen Ermittlungsansatz in dem spektakulären Fall rund um den Mord am 39-jährigen Tschechen Radek B. aus. Wie am Dienstag berichtet, war die Polizei in einem Wald bei Gänserndorf im Marchfeld nach dem Hinweis einer Augenzeugin auf eine vermeintliche Grabstätte gestoßen. Die Ermittler hielten das riesige Loch im Fuchsenwald beim Erlebnispark Gänserndorf für die vermeintlich letzte Ruhestätte des getöteten Tschechen. Ein Irrtum, wie sich nun heraus stellte.

Wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Mittwoch bekannt gab, hatten nicht die Mörder von Radek B. das Loch gegraben. Auf Grund der medialen Berichterstattung haben sich Jugendliche gemeldet, die die besagte Grube ausgehoben haben. Ein Zusammenhang mit der Auffindung der Leiche des 39-Jährigen im nur sieben Kilometer entfernten Schönkirchen-Reyersdorf besteht nicht, so die Polizei.

Der Fuchsenwald beim Erlebnispark Gänserndorf (NÖ) ist ein beliebtes Ziel für Jogger und Spaziergänger.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte eine Spaziergängerin in der Dämmerung dort eine angsteinflößende Begegnung. Im Dickicht des Waldstücks stieß die Einheimische auf zwei mysteriöse Gestalten, eine davon buddelte gerade ein riesiges Loch in den Erdboden.

Ein Monat später wurde ganz in der Nähe die halb nackte Leiche des 39-jährigen Tschechen Radek B. von Arbeitern in einer Schottergrube entdeckt. Der seit Jänner 2023 abgängige Tscheche war ermordet und seine Leiche in der Schottergrube entsorgt worden.

„Ich bin so gut wie erledigt“, sagt der Mann und lässt sich sichtlich zerknirscht in einen Sessel im Verhandlungssaal 101 im Landesgericht St. Pölten fallen. 

Insgesamt 115.000 Euro soll der Landwirt aus Niederösterreich einem 52-Jährigen gezahlt haben, der nur ein paar Meter entfernt neben seiner Anwältin sitzt. Ob das Opfer das Geld jemals wieder zurückbekommen wird, ist ungewiss.

Es waren jedenfalls sehr verlockende Angebote, die der Bauer von dem Angeklagten erhielt. Der St. Pöltner redete dem Mann ein, dass er ihm ausgeschiedene Fahrzeuge, die zuvor im Besitz der Landeshauptstadt waren, besorgen könnte. Geländeautos, Traktoren, Baumaschinen – der 52-Jährige hatte einiges auf der Liste. „Weißt, ich habe gute Kontakte zur Gemeinde“, raunte ihm der angebliche Verkaufsvermittler dabei zu.

Alles Ausreden

Aber auch um Ausreden war der Angeklagte nie verlegen, denn der Landwirt sah kein einziges Fahrzeug. Einmal redete sich der St. Pöltner mit Lieferschwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie heraus, ein anderes Mal brachte er angebliche Ermittlungen durch die Finanzpolizei ins Spiel, die für Verzögerungen sorgen würden.

Mittwochvormittag ist im Neusiedler See zwischen Podersdorf und Illmitz eine männliche Leiche entdeckt worden. Das hat die Polizei gegenüber dem ORF bestätigt. 

Demnach habe ein Fischer den leblosen Körper am Schilfrand gefunden. Ob es sich um jenen Mann handelt, der am 15. Jänner vom Eislaufen in Rust nicht zurückgekehrt ist, muss noch geklärt werden. 

Politik

Obwohl die FPÖ sonst nicht mit Äußerungen zum politischen Geschehen in Österreich zögert, war es nach dem Kurz-Prozess zunächst still.

Nun meldete sich FPÖ-Obmann Herbert Kickl doch zum Urteil gegen den Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zu Wort. 

Es geht um den kontroversen Nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) 2030: Bis Juni muss die Regierung gegenüber der EU-Kommission darlegen, wie die hohen Klimaziele bis 2030 – minus 48 Prozent Treibhausgase im Vergleich zu 2005 – erreicht werden sollen.

Mit den bisherigen Maßnahmen dürfe Österreich nach Berechnungen des Umweltbundesamtes die Treibhausgase nur um 35 Prozent reduzieren. Es gibt also eine Lücke von zumindest 13 Prozentpunkten. Um diese zu schließen, braucht es neue Maßnahmen. Welche das sein könnten, haben nun 55 Wissenschaftler aus den öffentlichen Stellungnahmen von 2023 zum NEKP destilliert.

In aller Kürze: Das sind die möglicherweise kontroversesten Vorschläge:

  • Einführung einer flächendeckenden, fahrleistungs-, tageszeit- und fahrzeugtypabhängigen Straßenmaut für den Personen- und Güterverkehr. 

  • Reduzierung der Tempolimits auf Autobahnen auf 100 km/h, auf Freilandstraßen auf 80 km/h und im Ortsgebiet auf 30 km/h. 

  • Wasserstoff (grüner) vor allem in industriellen Prozessen und Hochtemperaturanwendungen, Forscher sehen aber keine Alternative zur Elektrifizierung der Raumwärme und Mobilität.

  • Ein effektives, zentrales System für Leerstands- und Brachflächenmanagement inklusive einer bundesweiten Bepreisung gilt es zu etablieren. 

  • Im landwirtschaftlichen Bereich ist eine Reduktion der Tierbestände, insbesondere von Rindern (ausgenommen z. B. Weidehaltung auf Almen), wichtigste Voraussetzung für eine deutlichere Reduktion der THG-Emissionen. Dabei ist zu beachten, dass Tierhaltung auch in Zukunft aller Voraussicht nach ein wichtiger Teil der Landwirtschaft bleiben wird.

  • Carbon Capture and Storage (CCS) hat bei Müllverbrennungsanlagen ein hohes Treibhausgaseinsparungspotenzial.

  • Zur Erreichung einer nachhaltigen Ernährung sind der Übergang zu überwiegend pflanzenbasierter Ernährung, die Erarbeitung eines Masterplans zur nachhaltigen Ernährung und das Reformieren der Ernährungspyramide notwendig

 

Das Dokument birgt einen gewissen Sprengstoff für die Regierung, schließlich hatte ÖVP-Verfassungsministerin Caroline Edtstadler den ersten Entwurf des NEKP, den Klimaministerin Gewessler nach Brüssel geschickt hatte, zurückziehen, weil dieser Entwurf nicht mit dem Koalitionspartner ÖVP abgestimmt worden sei. Die Regierung muss sich aber bis Juni dieses Jahres auf einen Fahrplan bis 2030 einigen.

Aber worum geht es:

Die 55 Forscher, unter anderen Karl Steininger (Uni Graz), Keywan Riahi (IIASA), Sigrid Stagl (WU Wien), Helga Kromp-Kolb (Boku Wien) und Gottfried Kirchengast (Uni Graz), haben alle Stellungnahmen nach brauchbaren Ideen durchforstet. Sie bewerteten 1.408 konkrete Ideen und teilten diese in drei Kategorien ein: Sinnvoll und effektiv, weniger effektiv aber sinnvoll und nicht sinnvoll.

Peter Westenthaler ist zum neuen Stiftungsrat der Freiheitlichen im ORF bestellt worden. Eine entsprechende Nominierung passierte am Mittwoch den Ministerrat. Der frühere FPÖ-Klubobmann löst damit Anwalt Niki Haas im obersten ORF-Gremien ab. Das Gremium ist für Westenthaler, der derzeit bei oe24.tv als Politanalyst und Diskutant auftritt, kein Neuland. Er saß bereits ab 1999 im damaligen "ORF-Kuratorium".

Der ORF-Redaktionsrat hatte sich zuvor noch gegen Westenthalers Nominierung gewehrt und die Regierung aufgefordert, zu prüfen, ob diese mit dem ORF-Gesetz vereinbar sei. Laut "Presse" hat er dazu eine unterzeichnete Unbedenklichkeitserklärung vorgelegt. 

FPÖ überlegte Klage

Wie die "Kleine Zeitung" berichtete, hatte die FPÖ außerdem in Erwägung gezogen, die Regierung zu klagen, sollte Westenthaler am Mittwoch nicht bestellt werden. Kommende Woche ist eine Sitzung des Stiftungsrats geplant, an der Westenthaler dann bereits teilnehmen soll.

Höhere Löhne bei kürzerer Arbeitszeit, Anspruch auf Schwerarbeiter-Pension und eine Bezahlung von 2.300 Euro brutto bereits in der Ausbildung. Das sind die wichtigsten Punkte des SPÖ-Forderungspakets für die unter massivem Personalmangel leidende Pflegebranche, das Andreas Babler am Dienstag präsentierte.

Von der Gesundheit bis zu den Pensionen: Fast im Wochenrhythmus tritt der SPÖ-Chef neuerdings mit inhaltlichen Vorhaben an die Öffentlichkeit. Allerdings mit begrenzter Durchschlagskraft. Denn zum fixen Ritual dieser Medientermine gehört mittlerweile, dass sich Babler zu den immer wieder neuen Querschüssen aus den eigenen Reihen äußern muss. 

Diesmal zu Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer, für den eine Asylobergrenze von null diskutabel ist. Das sei nicht SPÖ-Linie, sondern Meinung „einiger weniger“, die bei diesem Thema keine Erfahrung hätten, so Babler am Dienstag.

Das Begräbnis des in einem Straflager verstorbenen russischen Oppositionellen Alexej Nawalny soll am kommenden Freitag in Moskau stattfinden. 

Das teilte Nawalnys Sprecherin Kira Jarmisch am Mittwoch auf der Plattform X (ehemals Twitter) mit. Zunächst findet eine Abschiedsfeier in einer Kirche im südöstlichen Stadtteil Marjino um 14.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) statt. Nawalny wird auf dem nahe gelegenen Borisow-Friedhof beigesetzt, hieß es.

Aus aller Welt

Von Raphael Bossniak

Der niederländische Investigativjournalist Peter R. de Vries stand auf einer Todesliste. Als Vertrauensperson für Nabil B., einem Kronzeugen im Prozess gegen die Drogenmafia, war er ins Visier von Auftragskillern geraten. Schließlich strecken den Starreporter im Juli 2021 fünf Schüsse auf offener Straße in Amsterdam nieder.

Der mutmaßliche Auftraggeber des Mordes wurde nun am Dienstag verurteilt. Dreimal lebenslange Haft schlug es für den Bandenchef mit dem Spitznamen „Todesengel“ Ridouan Taghi. 2019 hatte man den Mafiachef in Dubai geschnappt. Hier war er untergetaucht und lebte unauffällig in einer Vorortsvilla.

Jahrzehntelang hing das Schwarz-Weiß-Fahndungsfoto von Satoshi Kirishima, einem der meistgesuchten Verbrecher Japans, in allen Polizeistationen des Landes. Nach fast 50 Jahren auf der Flucht wurde er im Jänner entdeckt und starb kurz darauf. Der 70-Jährige hatte sich unter falschem Namen zur Krebsbehandlung in ein Krankenhaus einweisen lassen.

Dort enthüllte Kirishima seine wahre Identität, indem er dem Krankenhauspersonal Informationen über seine Familie und seine Organisation gab, die nur er kennen konnte. Diese Woche bestätigte schließlich ein DNA-Test, dass es sich bei dem todkranken Patienten tatsächlich um Kirishima handelte, der einer radikalen Gruppe angehörte, die Mitte der 1970er Jahre für eine neunmonatige Schreckensherrschaft in Japan verantwortlich war.

Die im Roten Meer zum Schutz von Handelsschiffen eingesetzte deutsche Fregatte "Hessen" hat den ersten Angriff der aus dem Jemen agierenden Houthi-Miliz abgewehrt.

Das an der EU-Militärmission "Aspides" beteiligte Schiff hat am Dienstag zwei feindliche Flugziele erfolgreich bekämpft. Es war der erste scharfe Waffeneinsatz der Deutschen Marine in dem Einsatz, der als gefährlichste Marine-Mission in der Geschichte der Bundeswehr gilt.

Sport

Christian Horner, der Teamchef des Red-Bull-Rennstalls, ist in Bahrain angekommen. Was im Normalfall beim ersten Formel-1-Rennen einer Saison keinen Neuigkeitswert hat, war an diesem Mittwoch einigen Medien eine Breaking-News-Meldung wert. 

Aufgrund der Untersuchung gegen den 50-jährigen Briten wegen eines möglichen Fehlverhaltens gegenüber einer Mitarbeiterin und der Ankündigung, bis Mittwoch eine Entscheidung zur Zukunft Horners zu kommunizieren, blickte die Formel-1-Szene gespannt in die Wüste. 

Im Internet nahm dies gestern sogar bizarre Züge an. Fans und Medien verfolgten via Website die Flugroute jener Maschine, in der Horner gesessen haben soll, und die in Graz  (für Helmut Marko) zwischengelandet sei. Das Fehlen des Weltmeister-Teamchefs bei der offiziellen Pressekonferenz werteten viele wiederum als Indiz, dass sich die Anschuldigungen erhärten und Horner seinen Posten räumen muss. Es kam anders. 

Kurz vor 17 Uhr vermeldeten die Red Bull GmbH und der Rennstall wort- und zeitgleich: „Die unabhängige Untersuchung der gegen Christian Horner erhobenen Vorwürfe ist abgeschlossen. Red Bull kann bestätigen, dass die Beschwerde abgewiesen wurde. Die beschwerende Partei hat das Recht, Berufung einzulegen.“

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler hat in der Causa um verunglimpfende Wortmeldungen aus dem Lager des SK Rapid nach dem gewonnenen Derby gegen die Austria die Sponsoren in die Pflicht genommen.

Namentlich nannte der Politiker der Grünen im Ö1 Mittagsjournal am Mittwoch Rapids Hauptsponsor Wien Energie. Rapid-Spieler würden einen der wichtigsten öffentlichen Betriebe in der Bundeshauptstadt repräsentieren, "und dann kommt so etwas raus", sagte Kogler.

Österreich und Dänemark trennten sich im Freundschaftsspiel im Rahmen des Trainingslagers von Marbella mit 1:1. 

Die ÖFB-Frauen und die Däninnen, die nominell zu den Topteams zählen, sich aber derzeit in einer Umbruchphase befinden, begegneten sich auf Augenhöhe. Die Österreicherinnen gingen durch Barbara Dunst in der 11. Minute in Führung, die sie in die Pause retten konnten.

Die Däninnen kamen durch Superstar Pernille Harder innerhalb kurzer Zeit zum Ausgleich, der dem Spielverlauf gerecht wird.

Saudi-Arabien drängt immer stärker in den nächsten Weltsport. Nach Milliarden Euro schweren Investitionen in den Fußball, die Formel 1, Boxen und Golf ist nun Tennis an der Reihe. 

Die ATP-Tour und der saudische öffentliche Staatsfonds (PIF) haben eine mehrjährige, strategische Partnerschaft unterschrieben. Dies gab die Organisation des Männer-Tennis am Mittwoch bekannt.

Offizieller Namenssponsor

Der PIF wird nun offizieller Namenssponsor der ATP-Rankings und außerdem Partner der ATP-Turniere in Indian Wells, Miami, Madrid, Peking, der ATP Finals in Turin sowie die Next Gen ATP Finals, die bereits in Jeddah stattfinden. 

Letztere wurden bereits signifikant auf ein Preisgeld von 2 Millionen Dollar aufgestockt. "Unsere strategische Partnerschaft mit PIF bedeutet einen großen Moment für das Tennis", meinte ATP-CEO Massimo Calvelli in einem Statement.

Trainer Christian Ilzer hat seinen Vertrag bei Sturm Graz ebenso wie sein Betreuerstab bis 2026 verlängert. Das gab der Fußball-Vizemeister am Mittwochabend im Zuge seiner Generalversammlung bekannt. 

Geschäftsführer Sport Andreas Schicker meinte dazu: "Die Erfolge des SK Sturm in den vergangenen Jahren sind auch unmittelbar mit Christian Ilzer und seinem gesamten Trainerteam verbunden."

Schicker sprach in diesem Zusammenhang von "Hingabe, Akribie, positiver Besessenheit und unglaublicher Motivation" von Ilzer und seinen Kollegen. Der Coach selbst sagte: "Die Vertragsverlängerung des gesamten Trainerteams sehe ich als Wertschätzung und Auszeichnung unserer täglichen Arbeit. Jeder Tag hier ist eine tolle Herausforderung, ein Ansporn, mich persönlich und uns als Mannschaft stetig weiterzuentwickeln, um das Optimum für den Club herauszuholen."

Wirtschaft

Wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Online-Werbung haben Dutzende Medienunternehmen um der Axel Springer Verlag Google verklagt.

Zum Ausgleich entstandener Verluste solle der Internet-Konzern 2,3 Milliarden Euro zahlen, teilten die Anwaltskanzleien der Kläger, Geradin Partners sowie Stek, am Mittwoch mit.

Der Flughafen Wien (23.000 Mitarbeiter) fertigte im Vorjahr 29,5 Millionen Passagiere ab, heuer geht es sogar in Richtung 31 Millionen Fluggäste. Im Jänner 2024 betrug das Plus 9,5 Prozent.

„Es würde mich nicht überraschen, wenn wir heuer die Umsatz-Milliarde erreichen“, sagt Flughafen-Vorstand Günther Ofner.

„Wir sehen ein Comeback von Airlines, eine steigende Passagiernachfrage und neue Destinationen“, sagt Flughafen-Vorstand Julian Jäger. „Wir schauen heuer auf einen starken Sommerflugplan mit 190 Destinationen von 60 Airlines.“ Besonders erfreulich sei die positive Entwicklung bei den Austria Airlines mit 121 Zielen und bei Ryanair mit 79 Zielen. Im Vorjahr war Wien-Schwechat der fünftpünktlichste Airport in Europa und zudem das pünktlichste Drehkreuz im Lufthansa-Netzwerk.

„In allen Bereichen, ob bei Passagierzahlen, beim Parken oder bei der Nachfrage nach Mietobjekten, sehen wir aktuell einen kräftigen Zuwachs“, sagt Ofner. Auch bei der Airport-City und bei den Betriebsansiedlungen rechnet Ofner mit einem weiteren Plus in den nächsten Jahren.

Der Airport wird heuer seine Investitionen auf 200 Millionen Euro verdoppeln.

Alle Entscheidungsgrundlagen bis 2026 evaluieren

Über die Jahre verteilt, schlägt sich die aktuelle Süderweiterung des Terminals mit 420 Millionen Euro zu Buche. Die Photovoltaik-Anlagen in Schwechat und am Flugfeld Bad Vöslau werden auch ausgebaut. Die geplante E-Tankstelle mit Schnellladefunktion soll im Juni ans Netz gehen und der Logistikpark Fischamend (80.000 Quadratmeter) im September in Betrieb. Außerdem startet demnächst der Bau eines neuen Hotels mit 510 Zimmern.

„Es wird auch intensiv am Projekt 3. Piste gearbeitet“, sagt Ofner. „Wir werden alle Entscheidungsgrundlagen bis 2026 evaluieren, um dann die notwendigen Entscheidungen zu treffen.“ Laut UVP-Bescheid muss die Piste aber bis Ende Juni 2033 realisiert werden. Die gute wirtschaftliche Lage führt auch zu einem Plus bei der Beschäftigung.

Auf den ersten Blick schauen die Zahlen des brasilianisch-österreichischen Feuerfestkonzerns RHI Magnesita für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht schlecht aus: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) erhöhte sich gegenüber 2022 von 384 auf 409 Mio. Euro, der Umsatz stieg um 8 Prozent. Doch wie so oft liegt der Teufel im Detail. Der Umsatz legte nur dank Akquisitionen zu, sonst hätte es einen Rückgang gegeben. Und das Ergebnis legte nur dank Effizienzsteigerungen zu.

„Es war ein nicht einfaches Jahr“, sagt RHI Magnesita-Boss Stefan Borgas im KURIER-Gespräch. „Nachfrage und Auslastung waren so tief wie seit rund 15 Jahren nicht mehr.“ In Europa sei die Nachfrage auf den Stand von Anfang der 1980er-Jahre gefallen. „Europa ist an der Spitze des Leidens. Die Lage ist echt dramatisch.“ 

Ende 2023 einigten sich Verhandler von Ministerrat und EU-Parlament auf ein Lieferkettengesetz.  Am Mittwoch wurde die Abstimmung darüber zum wiederholten Mal verschoben – denn mehrere Länder  haben ihre Meinung in der Zwischenzeit geändert, wodurch es keine ausreichende Mehrheit gegeben hätte.

Maßgeblich war dabei der deutsche Junior-Koalitionspartner FDP. Ende Jänner kündigten die Wirtschaftsliberalen an, das fertig verhandelte Gesetz nicht mittragen zu wollen. In Folge enthielt sich Deutschland  bei der Abstimmung, was einer Ablehnung gleichkommt. Auch Italien und Österreich, vertreten von Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP), haben sich enthalten.

Schuldnerberatungen haben im vergangenen Jahr in Österreich einen regelrechten Ansturm erlebt. Fast 22.000 Menschen nahmen 2023 zum ersten Mal Kontakt mit einer Schuldnerberatung auf. Die Gründe: Gestiegene Lebenshaltungskosten wie Wohnkosten sowie Arbeitslosigkeit und Einkommensverlust.

Gegenüber dem Jahr davor ist das ein Anstieg um fast 17 Prozent. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt vor zwölf Jahren. Auch die Zahl der eröffneten Privatkonkurse ist im Vorjahr kräftig gestiegen.

Stars

TV-Journalistin Nadja Bernhard (bekam 2018 eine KURIER-ROMY im Bereich Information) ist wieder vergeben. Bei der ORF III-Programmpräsentation im Wiener Globe zeigte sich die ZiB-Moderatorin erstmals öffentlich mit ihrem neuen Freund. 

Er heißt Peter Beuchel und betreibt in 3. Generation das Strandcafé in Altaussee. Laut oe24 war er davor bei den Papier-Riesen Mondi und Mayr-Melnhof tätig.

Auf KURIER-Nachfrage bestätigte Bernhard die neue Liebe. 

Prinz Harry hat einen Rechtsstreit gegen das britische Innenministerium um Vorkehrungen für seine Sicherheit im Vereinigten Königreich verloren. Das berichteten britische Medien übereinstimmend am Mittwoch nach dem schriftlich verkündeten Urteil. 

Im Kern ging es darum, ob der in den USA lebende Harry ein Anrecht auf dieselben Schutzmaßnahmen hat wie der Rest der königlichen Familie, wenn er in seine alte Heimat Großbritannien reist. Harry kündigte Berufung an.

Hollywood-Star Bradley Cooper ("A Star Is Born") hat eigenen Angaben zufolge durch seine Tochter Lea einen neuen Blick auf sein Leben bekommen. "Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich noch leben würde, wenn ich nicht Vater wäre", sagte der 49-Jährige im Podcast "Armchair Expert". 

Die sechsjährige gemeinsame Tochter mit Ex-Freundin Irina Shayk sei wie ein "Anker" in seinem Leben gewesen, führte Cooper aus. Der Schauspieler spricht seit Jahren offen über frühere Drogenprobleme. Durch Lea habe er verstanden, "dass es etwas Wichtigeres als dich selbst gibt", sagte er.

Gary Sinise, bekannt aus "Forrest Gump" und "Apollo 13", hat den Tod seines 33-jährigen Sohnes Mac bekannt gegeben, der an einer seltenen Krebserkrankung gelitten hatte und den Kampf gegen die Krankheit Anfang des Jahres verloren hat.

In einem Beitrag auf der Website der Gary Sinise Foundation erklärte der 68-Jährige, dass sein Sohn am 5. Jänner gestorben ist.

Kultur

"Ein noch nie dagewesener Deal" soll stattgefunden haben, der als "Meilenstein in die Geschichte" eingehen werde. Mit solchen Meldungen wird man derzeit auf X (Twitter) und anderen Social-Media-Plattformen behelligt.

Der vermeintliche Jahrhundertdeal betrifft die Puls-4-Show "2 Minuten 2 Millionen". Zum Teil amüsiert man sich über Screenshots, auf denen User sich über die lästigen Einschaltungen beschweren und darunter schon wieder ein derartiger Tweet aufpoppt. Das ist der erheiternde Teil der Geschichte.

Eine NDR-Doku zu Machtmissbrauch und sexualisiertem Machtmissbrauch in der Film- und Theaterbranche, die seit Dienstag in der ARD-Mediathek abrufbar ist, thematisiert die anhaltend problematischen Arbeitsbedingungen, insbesondere für junge Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen abseits des Rampenlichts.
Schauspielerin Verena Altenberger betonte in der Doku, dass jeweils der Täter verantwortlich für Machtmissbrauch sei - und dass es “rund um den Täter ein System gibt, das begünstigend mitträgt”.

Der französische Schauspielstar Alain Delon ist wegen illegalen Waffenbesitzes ins Visier der französischen Justiz geraten. Bei einer Durchsuchung wurden in seinem Anwesen 72 Waffen, darunter auch solche, die als Kriegsgerät eingestuft sind, sowie rund 3.000 Schuss Munition gefunden. 

Da der Schauspieler keinen Waffenschein habe, habe die Justiz nun Ermittlungen gegen ihn aufgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Montargis mit.

Wissen

Wenn Reality-TV-Star Kim Kardashian für etwas wirbt, wollen es viele haben. An manchen Tagen sind es Shapewear, Lipgloss oder auch eine Radlerhose. An anderen Tagen ist es eine MRT, eine Magnetresonanztomografie.

Davon hat Kardashian kürzlich ein Foto auf ihr Instagram-Profil hochgeladen. Die 43-Jährige posiert vor einer Diagnoseröhre des kalifornischen Start-ups Prenuvo, bezeichnet sie als "lebensrettende Maschine", die schon vielen ihrer Freunde das Leben gerettet habe. Denn: Das Unternehmen sei in der Lage, Krebs und andere Krankheiten im Frühstadium zu erkennen, oft noch bevor Symptome auftreten. Laut Prenuvo führen fünf Prozent der 2.500 Dollar teuren Scans zu einer lebensrettenden Diagnose.

Müdigkeit, körperliche Schmerzen und Antriebslosigkeit - darüber klagen nach einer Covid-Infektion viele Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg. Sogenannte"postvirale Zustände" sind durch Covid ins öffentliche Bewusstsein gerückt, obwohl sie nach Corona nicht häufiger sein dürften als nach anderen Viruserkrankungen, hieß es am Mittwoch bei einem Termin der Ärztekammer in Wien. 

Verlässliche Zahlen liegen hierzulande nicht vor, laut einer finnischen Untersuchung würden 1,4 Prozent der Covid-Infizierten nach mindestens drei Monaten noch unter Beschwerden leiden, was angesichts der hohen Corona-Zahlen für Österreich 100.000 Betroffene bedeuten würde.

Häufig verwendeter Begriff

Der Begriff Long Covid wird sehr elastisch verwendet, meinte Susanne Rabady, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin. Eng gefasst, würden damit Beschwerden gemeint, die vier Wochen nach der Erkrankung vorhanden sind. Post-Covid wiederum umfasst den Zeitraum nach drei Monaten. Wer länger als sechs Wochen von Symptomen geplagt wird, "hat sie länger". "Aber die ganz schweren Fälle sind rar. Es ist wichtig, dass sich die Menschen nicht unnötig ängstigen", betonte die Medizinerin.

Eine bedeutende Rolle wird der Differenzialdiagnostik zugesprochen. Einerseits seien die Symptome vielfältig und man müsse auch klären, ob diese überhaupt mit der überstandenen Viruserkrankung in Zusammenhang stehen oder etwa nur gleichzeitig aufgetreten sind oder bereits ältere Beschwerden sind, die sich verschlechtert haben. Der niedergelassene Bereich wird hierbei durch eine von Experten erarbeitete Leitlinie und ein daraus entwickeltes Webtool unterstützt, sagte Rabady.

E-Zigaretten enthalten gefährliche Chemikalien. In einer Laboranalyse wurden in elektronischen Zigaretten der Marke Iqos mehrere krebserregende oder ätzende Stoffe nachgewiesen. Die Schweizer Analyse wurde vom Blauen Kreuz Bern-Solothurn-Freiburg in Auftrag gegeben. Untersucht wurden vier Iqos-Tabaksticks auf sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS, per- und polyfluorierte Chemikalien), wie das Blaue Kreuz am Mittwoch mitteilte.

Diese Chemikalien werden mit einer Reihe von Gesundheits- und Umweltproblemen in Zusammenhang gebracht. Sie werden "ewig" genannt, weil sie in der Umwelt nicht abgebaut werden. Nachweisen konnte das österreichische Labor vier verschiedene Ewigkeitschemikalen: Perfluordecansäure, Perfluorcapronsäure, Perfluorbutansäure und 4:2-Fluortelomersulfonsäure. Diese können schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden verursachen oder sind krebserregend, wie das Blaue Kreuz mitteilte.

Googelt man "Rheuma", spuckt die Suchmaschine binnen Sekunden Millionen Ergebnisse aus. "Vieles davon ist gefährliches Halbwissen", weiß Peer Aries. Der Rheumatologe behandelt und erforscht seit vielen Jahren rheumatische Erkrankungen. "Für die Bevölkerung ist Rheuma nach wie vor eine Art Blackbox – eine Krankheit, die nicht gut verstanden wird", sagt er.

Gleichzeitig zählen Schmerzen des Bewegungsapparats zu den häufigsten Leiden. "Früher war es wichtig, vermeintliche Erklärungen dafür zu haben. Diese Mythen sind bis heute bestehen geblieben."

Was durch neue Erkenntnisse heute als überholt gilt und welche Erzählungen einen wahren Kern haben, erklärt Aries im Interview.

Frage des Tages

Unsere Newsletter

Karriere

Michael Pammesberger

Was bei einem Freispruch passieren würde. Unmöglich!

24.02.2024

Beliebte Tänze am Burschenschafter-Ball

23.02.2024

Unterwegs mit Herbert Kickl

22.02.2024

Stinkbombe „Peter Westenthaler“

21.02.2024

Cowboy Andy fest im Sattel

20.02.2024

Noch ein Nachtrag zum Fasching

19.02.2024

Wieder daheim vom Burschenschafterball – Schön war’s!

18.02.2024

Washington Eighty-Oners vs. New York 77er-Elephants

12.02.2024
 

Karikatur: Gegenstände aus R. Benkos Büro werden versteigert!

Gegenstände aus R. Benkos Büro werden versteigert!

11.02.2024

Putin beruhigt

10.02.2024

Die SUV-Debatte ist nicht immer ganz sachlich

09.02.2024

Die Koalitionsspekulationen werden immer blöder

08.02.2024

Österreichische Pflicht-Fernseh-Großereignisse

07.02.2024

Der Problem-Altkanzler

06.02.2024

Dazwischen die unendlichen Weiten des Alls

05.02.2024

Stimmen aus einem ÖVP-nahen Gebüsch

04.02.2024

Österreichischer Drachentöter in voller Rüstung

03.02.2024

FPÖ-„Wir sind nicht rechtsextrem!“-Marketing-Kampagne

02.02.2024

Bitte keine Witze …

01.02.2024

Es muss was geschehen – der Ball liegt bei der ÖVP!

31.01.2024

Gesellschaft

Klima