Machtkampf um Grönland spitzt sich zu + Rüstungsaktien boomen
Als Reaktion auf die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt um Grönland bereitet die EU Medienberichten zufolge einen handelspolitischen Gegenschlag vor. Dafür soll laut Handelsblatt der Einsatz des Instruments zur Bekämpfung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen vorbereitet werden, das in Brüssel als "nukleare Option" in Handelskonflikten gelte. Frankreich dringe darauf, die Gegenmaßnahmen rasch zu beschließen, hieß es zudem aus Paris.
Ab 1. März will Israels Regierung internationalen Hilfsorganisationen die Registrierung für den Gazastreifen entziehen, wenn diese nicht detaillierte Informationen über all ihre Mitarbeiter vor Ort aushändigen. Laura Leyser, Geschäftsführerin von Ärzte ohne Grenzen in Österreich, kritisiert das Vorgehen im Gespräch mit dem KURIER scharf.
Unterdessen zürnte Benjamin Netanjahu über die von Trump bekannt gemachte Besetzung seines „Friedensrates“ für den Gazastreifen. Trumps Umfeld teilte via US-Medien mit, Netanjahu habe „kein Mitspracherecht“.
Globale Konflikte treiben die weltweiten Rüstungsausgaben auf Rekordniveau, wovon Rüstungsunternehmen und deren Aktionäre stark profitieren – Rüstungsaktien wie Rheinmetall oder DroneShield verzeichneten massive Kursgewinne. Trotz zwischenzeitlicher Rückzüge sehen Analysten angesichts anhaltender Kriege, geopolitischer Spannungen und einer neuen „Hard-Power“-Politik gute Aussichten für weiteres Wachstum, auch wenn viele Titel bereits teuer bewertet sind.
Drei Lawinen haben in Österreich am Samstag acht Menschenleben gefordert. Im Salzburger Pongau - im Bereich Bad Hofgastein sowie im Großarltal - wurden fünf Menschen getötet, bei Pusterwald im steirischen Bezirk Murtal starben drei tschechische Tourengeher. Die Lawinengefahr ist in den Alpen seit Tagen zumeist auf den Warnstufen zwei bis drei von fünf. Am Sonntag wurde bekannt, dass es sich bei vier Opfern in Großarl um Mitglieder einer Alpenvereins-Ausbildungsgruppe handelt.
Einige Bauern hatten die Befürchtung, dass die weltweit wichtigste Landwirtschaftsmesse heuer vom Mercosur-Deal überschattet werden könnte. Doch die südamerikanischen Staaten zeigen sich auf der „Grünen Woche“ in Berlin zurückhaltend. Die österreichischen Bauern wiederum buhlen in Berlin um neue internationale Kundschaft. Ein besonderer Fokus liegt auf dem deutschen Markt, der mit 40 Prozent am gesamten Exportvolumen bereits der wichtigste Abnehmer für heimische Agrar-Erzeugnisse ist. Doch die Deutschen verzehrt es nicht nur nach Wurst, Speck und Käse aus dem Alpenland, sie schwemmen auch Geld in die Tourismus-Kassen.
Einen angenehmen Wochenstart wünscht Ihnen,
Robert Kleedorfer
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