Einsendeschluss für EU-Kommissar: Koalition kurz vor Einigung

Re-elected Commission President Ursula Von der Leyen at weekly College of Commissioners
Bis zum 30. August will Ursula von der Leyen zwei Vorschläge für künftige EU-Kommission - Österreich will sich auf einen Namen einigen

Bis 30. August müssen die EU-Mitgliedsstaaten ihre Kandidaten für die künftige Kommission nominieren, wie aus einem Brief aus Brüssel hervorgeht. Und geht es nach EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen die EU-27 je eine Frau und einen Mann vorschlagen, um hernach den oder die Beste mit den infrage kommenden Fachressorts abzugleichen. 

So weit, so klar. In Österreich gereicht die Kür zum Kommissar indes zum Keil für die Koalition.

Die Nachfolge-Bestellung von EU-Kommissar Johannes "Gio" Hahn ist seit der EU-Wahl am 9. Juni (!) in der Schwebe und erhitzt darob regelmäßig die Gemüter der Koalitionäre - bis vor wenigen Tagen.

Seit der Eröffnung der Bregenzer Festspiele scheint man sich in der türkis-grünen Regierung jedenfalls wieder mehr des "Besten aus beiden Welten" zu entsinnen. KURIER-Informationen zufolge war Brüssel am Bodensee das Gesprächsthema zwischen Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler. 

Zu Wochenbeginn soll ein Telefonat zwischen Kogler und Kanzler Karl Nehammer maßgeblich dazu beigetragen haben, dass sich ÖVP und Grüne "zeitnah"- wie es in der Politik  heißt, wenn Entscheidungen unmittelbar bevorstehen - auf eine Nominierung verständigen. Oder wie es Kogler am Dienstag im Puls24-Sommergespräch formuliert: "Bei den Personalentscheidungen haben wir uns immer noch geeinigt" und weiter: "Wir haben an vielen Stellen äußerst kompetente Leute auch beschlossen."

Der Succus der KURIER-Recherchen: Es wird derzeit an einer "konstruktiven" und "für alle Beteiligten guten Lösung" gearbeitet.

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