Lokales

Geht es nach dem Angeklagten, der in Handschellen in den Schwurgerichtssaal geführt wird, dann war eigentlich alles nur ein blöder Zufall. 

Sein Auto, das ausgerechnet vor dem Haus den späteren Opfers eine Panne hatte. Und dann noch ein Hund, der so laut gebellt haben soll, dass es der 30-Jährige "aus Angst", wie der mehrfach Vorbestrafte sagt, in das Haus der 94-Jährige flüchtet, um dort im Schlafzimmer der Frau zu landen.

Was kurz vor Weihnachten im Jahr 2023 tatsächlich geschah, muss nun eine Richterin am Landesgericht St. Pölten herausfinden. Fest steht, dass aus dem Schlafzimmer der St. Pöltnerin Geld, Schmuck und Sparbücher verschwanden. Den Diebstahl gibt der Rumäne ("ich habe Geld für meine Familie gebraucht, die Festtage standen vor der Tür") zu, aber war es auch ein Einbruch?

Es gibt jedenfalls einige Indizien, die dafür sprechen. So dürfte vor dem Fenster des Hauses ein Gartensessel platziert worden sein. Ein Zeuge sagt vor Gericht, dass dieser Sessel nur Tage zuvor nicht an diesem Platz stand. War es also der mutmaßliche Täter?

Hat der Hund gebellt?

Nein, meint sein Anwalt. Überhaupt sei sein Mandant viel zu klein, selbst über den Sessel hätte er nicht zu dem Fenster klettern und das Fliegengitter verbiegen können. Der Rumäne ist 1.52 Meter groß. Die Geschichte mit dem bellenden Hund, will dafür aber wieder nicht die Familie der 94-Jährigen glauben. "Bei Kindern und kleinwüchsigen Menschen bellt er gar nicht", sagen sie.

Nach einem Wohnhausbrand am Donnerstag in Drösing (Bezirk Gänserndorf) ist ein 61-Jähriger mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital Mistelbach geflogen worden. 

Der Rollstuhlfahrer hatte Rauchentwicklung in der Küche bemerkt und die Feuerwehr verständigt. 

Herplatte löste Brand aus

Die Helfer brachen die Eingangstür auf, brachten den Bewohner ins Freie und löschten die Flammen. Als Ursache gelte eine eingeschaltete Herdplatte, sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner am Freitag auf Anfrage.

Der Brand eines Bauernhofs in Göming (Flachgau) hat am Donnerstagabend für einen Großeinsatz von fast einem Dutzend Feuerwehren aus Salzburg und dem angrenzenden Bayern gesorgt.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, auch die Besitzer konnten sich rechtzeitig ins Freie retten. Das Wohnhaus und eine direkt angebaute Autowerkstatt wurden durch das Feuer jedoch völlig zerstört. 

Die Brandursache steht noch nicht fest, auch die Höhe des Sachschadens ist derzeit unbekannt.

Gasflaschen in der Werkstatt gelagert

Die ersten Feuerwehren wurden gegen 21.50 Uhr alarmiert. Wegen der schwierigen Versorgung mit Löschwasser vor Ort rief der Einsatzleiter nach wenigen Minuten die höchste Alarmstufe 4 aus. 

"Als wir eingetroffen sind, ist das Gebäude schon in Vollbrand gestanden", sagte der Göminger Ortsfeuerwehrkommandant Alfred Stummvoll zur APA. "In der Werkstatt waren nicht nur Maschinen und Fahrzeuge gelagert, sondern auch mehrere Gasflaschen, von denen eine auch geborsten ist."

Tanklöschfahrzeuge und Güllefässer

Die Feuerwehrleute mussten deswegen nicht nur äußerst vorsichtig vorgehen, es wurden auch Wasserleitungen zu zwei 400 und 700 Meter entfernten Löschteichen gelegt und ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um Wasser zum Brandort zu bekommen. Auch benachbarte Landwirte unterstützten mit Güllefässern die Löscharbeiten.

Gegen 3.00 Uhr konnte schließlich "Brand aus" gegeben werden, die Aufräumarbeiten der Feuerwehren dürften aber noch bis lange in den Freitag hinein andauern. Insgesamt standen über 200 Kräfte im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Ein bedenklicher Leichenfund im Bezirk Wiener Neustadt gibt der Polizei seit Mittwoch Rätsel auf. In der Schwarza im Gemeindegebiet von Lanzenkirchen ist Mittwoch kurz nach 16 Uhr die Leiche einer fast nackten Frau entdeckt worden. Laut Polizei handelt es sich um eine 68-Jährige aus dem Bezirk Neunkirchen, die seit Mittwoch abgängig war. Nun steht fest: Fremdverschulden liegt nicht vor.

Die Obduktion hat ergeben, dass kein Gewaltverbrechen bzw. ein Fremdverschulden vorliegt, bestätigt Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner

Todesursache geklärt

Als Todesursache wurde Ertrinken festgestellt. Flussaufwärts von der Auffindungsstelle der 68-jährigen Toten aus dem Bezirk Neunkirchen konnte die Polizei die Kleidung und Sachen der Toten am Flussufer finden. 

Die Ermittlungen in dem Fall sind damit beendet, so Schwaigerlehner.

Politik

Seit Dienstag steht ein politisch hochbrisanter Vorwurf gegen Lena Schilling im Raum. Die EU-Spitzenkandidatin der Grünen soll mit dem Gedanken gespielt haben, nach der EU-Wahl die Grünen zu verlassen und zu einer EU-Linksfraktion zu wechseln. Und: Sie soll die Grünen immer "gehasst" haben.

Wollte Schilling die Partei wirklich dermaßen hintergehen, ihre Wähler täuschen?

Die 23-Jährige dementiert den entsprechenden Artikel des Standard noch Dienstagabend. Am Mittwoch versuchen die Grünen einen Gegenangriff: Generalsekretärin Olga Voglauer verdächtigt unter anderem die SPÖ einer Kampagne gegen Schilling. Das Problem: Dem Verdacht fehlt quasi jede Substanz.

Das diffuse Feindbild

Denn Schillings Gegenspieler, zumeist ehemalige Freundinnen und Freunde, stammen zwar teils aus dem SPÖ-Umfeld, aber auch jenem der KPÖ, der Grünen selbst und der Klimabewegung. Vage: Aus verschiedenen Biotopen der "Wiener Linken".

Einen "konkreten Feind" zu benennen, ist also kaum möglich. Voglauer erkennt das kurz darauf und nimmt einen Teil ihrer Aussagen zurück. Dass Schilling bei besagter Pressekonferenz mit Voglauer vergleichsweise ruhig und konstruktiv performt, das geht unter. Der Schaden ist angerichtet. Dessen sind sich die Grünen auch intern bewusst. 

Dennoch bleibt die Frage, wie stichhaltig die neuen Vorwürfe gegen Schilling sind? Der Versuch einer Einordnung.

"Eine andere Organisation aufbauen"

In der ÖVP-Inseratencausa liegt der Ball derzeit in der Weisungsabteilung des Justizministeriums und beim Rechtsschutzbeauftragten. Es geht um den Kronzeugenstatus für den früheren Generalsekretär im Finanzministerium und ehemaligen Vertrauten von Sebastian Kurz, Thomas Schmid. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll dem Kronzeugenstatus für Schmid bereits zugestimmt haben.

Doch Gerald Fleischmann, der ehemalige Medienstratege von Ex-Kanzler Kurz, will den rechtlichen Sonderstatus von Schmid verhindern. Fleischmann, selbst Beschuldigter in der Causa, hat über seine Anwälte Ainedter & Ainedter gegen den möglichen Kronzeugenstatus Schmids eine Beschwerde eingebracht.

Am 9. Juni wählt Europa ein neues Parlament. Christoph Leitl war ein „früher“ Europäer. Bereits als 16-Jähriger hat er am Linzer Fadinger-Gymnasium den Europaklub Linz gegründet. Als Vorsitzender der Jungen Industrie Österreich trat er beim Bundestag 1986 für den EU-Beitritt Österreichs ein. Von 2018 bis 2021 war er Präsident der Europäischen Wirtschaftskammer. 

Soeben ist sein Buch „Europa und ich – eine politische und persönliche Zeitreise“ (ecoWing-Verlag) erschienen. Leitl, der Ende März seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, war von 1985 bis 1990 Abgeordneter zum Landtag, von 1990 bis 1995 Wirtschaftslandesrat, von 1995 bis 2000 Landeshauptmannstellvertreter und von 2000 bis 2018 Präsident der Wirtschaftskammer Österreich.

KURIER: Wie geht es Ihnen zum 75er?

Die israelische Armee stößt nach eigenen Angaben weiter in Rafah im Süden des Gazastreifens gegen die islamistische Hamas vor.

Die eigenen Bodentruppen hätten nun das Gebiet Shabura erreicht, von wo aus die Hamas-Terroristen vorgingen, gab der israelische Armeesprecher Daniel Hagari am Donnerstagabend bekannt. "Bisher haben wir mehr als 180 Terroristen in Rafah eliminiert", fügte er hinzu.

Dem Urheber eines gefälschten Wahlkampf-Anrufs mit der Stimme von US-Präsident Joe Biden droht eine Millionenstrafe. Die US-Telekomaufsicht FCC will für den dahinter steckenden Politberater eine Strafe von sechs Millionen Dollar (5,53 Mio. Euro) verhängen.

Bei dem automatisierten Anruf mit einer täuschend echt klingenden Stimme Bidens wurden Wähler im Bundesstaat New Hampshire im Jänner aufgerufen, nicht an der anstehenden Vorwahl seiner Demokratischen Partei teilzunehmen.

Weitere Meldungen

Tragödie am Ballermann: Beim Einsturz eines Restaurants an der Playa de Palma auf Mallorca sind am Donnerstagabend mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Zudem seien 16 Menschen verletzt worden, einige davon schwer, teilte die Polizei der spanischen Urlaubsinsel mit. Zur Unglücksursache und zur Identität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Es wurde vermutet, dass unter den Betroffenen neben Restaurantmitarbeitern und einheimischen Besuchern auch Touristen sind.

Nach Toni Kroos folgten am Donnerstag die nächsten prominenten Rücktrittsankündigungen im internationalen Fußball. 

Olivier Giroud und Keylor Navas haben bekanntgegeben, ihre Karrieren in ihrer jeweiligen Nationalmannschaft zu beenden.

Der französische Stürmer Giroud wird nach der Europameisterschaft in Deutschland nicht mehr für das Nationalteam auflaufen, während der costa-ricanische Tormann Navas sofort einen Schlussstrich zog und schon bei der Copa America im Sommer nicht mehr spielen wird.

Für viele Modefans ist es der glamouröseste Abend während der Filmfestspiele in Cannes: Die Gala der Aids-Hilfe Amfar. Sie wird unweit des Festivals im benachbarten Antibes ausgerichtet.

Auch deutsche Promis wie Stammgast Heidi Klum - dieses Mal mit Tochter Leni - schritten Donnerstagabend über den roten Teppich. Klum (50) ist für ihre extravaganten Kleider bekannt, die sie während der Filmfestspiele auf roten Teppichen zeigt.

"Wenn man über Roland Garros spricht und Rafael Nadal dort ist, ist er für mich immer der größte Favorit", hatte Novak Djokovic kürzlich über den Spanier gesagt, der heuer zum letzten Mal bei den French Open aufschlagen wird. 

Obwohl der frühere Sandplatzkönig Nadal in der ATP-Weltrangliste nach langen Verletzungspausen nur noch unter "ferner liefen" zu finden ist, rechnet ihm die Nummer eins der Welt große Chancen beim Turnier in Paris aus. Auch wenn Nadal gleich in der ersten Runde gegen gegen den deutschen Olympiasieger und Titelanwärter bzw. in Form befindlichen Rom-Sieger Alexander Zverev antreten muss. 

Im April erklärte der Palast, dass König Charles III. knapp drei Monate nach der Bekanntgabe seiner Krebserkrankung zu seinen öffentlichen königlichen Pflichten zurückkehren wird.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass der Monarch trotz seiner Krebserkrankung an Feierlichkeiten zur Landung alliierter Truppen in der französischen Normandie im Zweiten Weltkrieg vor 80 Jahren teilnehmen will. Gemeinsam mit Königin Camilla und seinem Sohn, Thronfolger Prinz William, soll er am 6. Juni die Normandie besuchen, wie der Buckingham-Palast in London mitteilte. Zuvor soll er am 5. Juni an einem Gedenken in der englischen Stadt Portsmouth teilnehmen.

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