Lokales

Am späten Donnerstagnachmittag wird es im Landesgericht Innsbruck emotional. Am zweiten Tag im Mordprozess gegen Florian A. ist unter anderem seine Frau als Zeugin geladen – die Mutter von Leon, der laut Anklage im Alter von sechs Jahren im Sommer 2022 von seinem Vater in die Kitzbüheler Ache geworfen und so von dem 39-Jährigen getötet worden sein soll.

Das Paar liegt sich weinend in den Armen, ehe die Befragung der Frau startet. Sie stellt sich dabei hinter Florian A.: „Ich habe alles gedreht und gewendet und ich bin absolut überzeugt, dass er unschuldig ist“, erklärt sie vor dem Schwurgericht.

Ihr Mann habe so etwas „Bestialisches“, wie in der Anklage vorgeworfen, keinesfalls gemacht, da sei sie sich absolut sicher, schwor die Ehefrau des Angeklagten: „Nicht nur, weil er mein Mann ist.“ 

Als Veränderung danach sei ihr lediglich aufgefallen, dass ihr Mann starke „Ängste“ entwickelt habe. Scharfe Kritik übte die Frau an der Polizeiarbeit - sie habe sich von den Ermittlern nicht ernstgenommen gefühlt, außerdem sei Hinweisen wie Videoüberwachungsaufnahmen nicht oder zu spät nachgegangen worden. 

Sie habe „jegliches Vertrauen“ in die Behörden verloren.

Trotz eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zum Schutz von Wölfen in Österreich hat die schwarz-rote Tiroler Landesregierung am Donnerstag erneut ein Raubtier zum Abschuss freigegeben

Der Grund: In einem Almgebiet im Gemeindegebiet von Aurach bei Kitzbühel waren am Dienstag drei tote Rinder (abgestürzt) aufgefunden worden. Mindestens zwei weitere Rinder wurden verletzt. 

Nach der Begutachtung durch eine Amtstierärztin bestand der Verdacht auf Wolfs-Beteiligung.

Die Abschussverordnung für einen Schadwolf trat mit heute, Donnerstag, in Kraft und galt für die Dauer von acht Wochen in einem Umkreis von zehn Kilometern, ausgehend vom Ort des Ereignisses. 

Die Jägerschaft wurde laut Land bereits informiert.

Dieser Seitenwechsel ist dem Polizisten in Oberösterreich nicht gut bekommen. Denn der bereits suspendierte Beamte (34) muss sich demnächst eine Zelle mit jenen Personen teilen, die er bis vor kurzem noch selbst verfolgt hat. 

Der Mann, der früher auf einer Dienststelle in Oberösterreich gearbeitet hatte, wollte sich offenbar im Darknet mit Drogen versorgen. 1,3 Kilo Amphetamine soll er sich auf illegalem Weg besorgt haben. Jahrelang soll er sich auf diesem Weg diverse Suchtmittel liefern haben lassen. 

Gegen sich selbst "ermittelt"

Deshalb stand er am Donnerstag in Wels erneut vor Gericht. Die Anklageschrift kann sich sehen lassen: Neben Suchtgifthandel ist er auch wegen Amtsmissbrauchs angeklagt - denn er hat in seiner eigenen Causa gegen Unbekannt ermittelt. Denn als Adresse einer Drogensendung war neben der Polizeidienststelle auch seine Wohnadresse aufgetaucht. 

Er sei beauftragt worden, in der Sache zu ermitteln, weil er in dem Haus alle kenne, sagte sein Postenkommandant vor Gericht aus. Damals habe er nicht wissen können, dass der Beamte auch der gesuchte Täter sei.

Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft dem Ex-Polizisten pornographische Darstellung Minderjähriger vor, ebenso Beweismittelunterdrückung und Urkundenfälschung sowie den Verrat von Amtsgeheimnissen

Am Donnerstag sind zwei weibliche Häftlinge aus der Justizanstalt Wien-Josefstadt entkommen. Laut Gratiszeitung Heute waren die beiden Frauen als Hausarbeiterinnen beschäftigt und spazierten gegen 15 Uhr unbehelligt ins Freie.

Die Geflüchteten verbüßten wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz eine Haftstrafe.

Eine Sprecherin des Justizministeriums bestätigte gegenüber Heute den Ausbruch. Die beiden Frauen seien aus dem nicht-geschlossenen Bereich geflüchtet und befänden sich noch auf der Flucht. Eine Fahndung sei umgehend eingeleitet worden.

"Der Hintergrund des Vorfalles wird aktuell noch geprüft und es wird mit allen Sicherheitsbehörden eng zusammen gearbeitet. Es wurde umgehend das alarmplanmäßige interne Vorgehen sowie die Fahndung eingeleitet", hieß es aus dem Ministerium.

Donnerstagvormittag im St. Pöltener Stadtteil St. Georgen. In der Bäckerei Schindl an der Hauptstraße herrscht reger Betrieb, viele Kunden holen sich einen Kaffee und eine Jause. Dennoch ist die Stimmung  getrübt. „Jetzt bin ich 56 Jahre alt und bald arbeitslos“, erzählt eine Mitarbeiterin.

Filiale wird vergrößert

Tatsächlich ist in ein paar Monaten Schluss. Noch bis Februar 2025 läuft das Geschäft weiter, dann ist dieser Standort Geschichte. Der Grund für das Aus ist ein paar Meter weiter zu finden. Hier finden derzeit Bauarbeiten statt, die Billa-Filiale wird erweitert, es sollen auch zusätzliche Parkplätze dazukommen. Nun wurde der Pachtvertrag gekündigt, neuer Pächter ist der Konzern, heißt es in St. Georgen.

Deshalb muss die Bäckerei weichen, auch für den Foodtruck „El Burrito Vivo“ wird es keine Stellfläche mehr geben. „Bitter“, sagt Alfred Schindl, der Sohn des Seniorchefs der Bäckerei, der hier Burritos verkauft. Er ist derzeit auf der Suche nach einem anderen Standort, die Feuerwehr soll ihm schon eine Ersatzfläche angeboten haben.

Ganz hinnehmen wollen die St. Georgner aber das Ende ihres Bäckers nicht. Romana Drexler, die auch gegen die geplante Traisental-Schnellstraße S34 und den Bau eines Zentrallagers im Süden der Stadt kämpft, hat nun eine Unterschriftenaktion gestartet. Direkt im Shop kann man sich für den Erhalt der Bäckerei einsetzen, im August wird Drexler zudem den Rewe-Vorstand treffen, um die Situation zu besprechen.

Politik

„Das Unternehmen blickt insolvenzrechtlich auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Gesellschaft hat bereits in den Jahren 2011, 2016 und 2017 im Zuge von drei Insolvenzverfahren jeweils Sanierungspläne mit der Gläubigerschaft abgeschlossen, sodass es sich nunmehr um die vierte Insolvenz handelt. Im Jahr 2016 erfolgte die Finanzierung des Sanierungsplanes über einen Neuinvestor und es wurde der Firmenwortlaut von O.ST. Feingußgesellschaft mbH auf Ventana Kapfenberg GmbH geändert. Das Stammkapital in der Höhe von 100.000 Euro wurde vom Investor HDF Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Deutschland zur Gänze übernommen“, heißt es dazu vom AKV. „Nach dem neuerlichen Sanierungsplan im vorangegangenen Insolvenzverfahren, welches im Jahr 2019 aufgehoben wurde, erfolgte im Februar 2021 die Umfirmierung auf Ventana Foundry Kapfenberg Ges.m.b.H. und es wurde das Stammkapital im Juni 2022 zur Gänze von der Nexteam SAS mit Sitz in Marmande, Frankreich übernommen.“

Über das Vermögen der Ventana Foundry Kapfenberg Ges.m.b.H. mit Sitz in Kapfenberg, Werk-VI-Straße 56, wurde am Landesgericht Leoben ein Konkursverfahren eröffnet. 51 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen. Unternehmensgegenstand innerhalb der Nexteam Gruppe ist im Wesentlichen die Herstellung von Metallwaren, wobei man in der Vergangenheit insbesondere auf Präzisionsprodukte spezialisiert war. 

Die Insolvenzursachen

„Wie bereits in der Vergangenheit dürfte das Unternehmen trotz eingeleiteter Rationalisierungsmaßnahmen weiterhin auf einen fortwährenden Kapitalzuschuss der Gesellschafterin angewiesen gewesen sein“, heißt es weiter. Zudem habe man höhere Preise am Markt nicht durchsetzen können. Außerdem sei die Suche nach einem Investor erfolglos geblieben. 

Israel Militär will vom kommenden Sonntag an rund 1.000 ultraorthodoxe Männer im Alter von 18 bis 26 Jahren Einberufungsbefehle verschicken.

Das sagte Verteidigungsminister Yoav Gallant nach Angaben des Kan-Radios. Streng religiöse Männer waren bis vor kurzem von der Wehrpflicht befreit. Die Ausnahmeregelung galt jahrzehntelang, lief jedoch aus. Der Regierung gelang es nicht, ein Gesetz zu verabschieden, um die Erleichterungen für die Strengreligiösen zu zementieren.

Donald Trump hat mit dem großen weißen Pflaster auf dem rechten Ohr, das er nach dem Streifschuss durch einen Attentäter vom Wochenende trägt, einen bizarren Trend gesetzt. 

Beim Parteitag seiner Republikaner in Milwaukee verbanden sich auch einige seiner Anhänger das Ohr – um ihre Solidarität mit dem 78-Jährigen auszudrücken. Ein echtes Pflaster brauchten die Delegierten dafür nicht: Viele falteten ein Stück Papier so, dass es sich am Ohr festklemmen ließ – und befestigten es mit einem Stück Klebeband. 

Er habe Trump eine Ehre erweisen wollen, sagte etwa Joe Neglia, ein Abgeordneter aus dem US-Staat Arizona. Es sei „das mindeste, was ich für Präsident Trump tun kann!“, erklärte die Delegierte Stacey Goodman, ebenfalls mit einem Papier-Pflaster am rechten Ohr.

Für die Donnerstagabend (Ortszeit) war die Parteitagsrede Trumps angekündigt, die mit großer Spannung erwartet wurde. Der New York Post hatte der Ex-Präsident vorab gesagt, die Ansprache sei ursprünglich „angriffslustig“ geplant gewesen. Nach dem Attentat wollte er stattdessen aber versuchen, das Land zu einen.

Neue Details zu Attentat

Unterdessen erhöhen neue Erkenntnisse aus den Ermittlungen zum Attentat den Druck auf die Sicherheitskräfte. Bereits eine Stunde bevor der Schütze auf Trump feuerte, stuften örtliche Sicherheitsleute den Täter demnach in der Menge offenbar als verdächtig ein – ein „junger Mann, der sich merkwürdig verhielt“, wie die New York Times berichtete. 

Ein Mailänder Gericht hat eine italienische Journalistin dazu verurteilt, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni 5.000 Euro Schadenersatz zu zahlen, weil sie sich in einem Beitrag in den sozialen Medien über sie lustig gemacht hatte. 

Dies berichteten lokale Medien. 

Giulia Cortese hatte im Oktober 2021 auf der Plattform Twitter (heute X) über Melonis Körpergröße gespottet, was als "Body Shaming" bezeichnet wurde.

Der langjährige ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch ist nach längerer Krankheit 79-jährig gestorben. Das bestätigt man bei der SPÖ dem KURIER. 

Der gelernte Gas- und Wasserleitungsinstallateur war seit 1970 Angestellter des Gewerkschaftsbunds. 1973 bis 1981 war Jugendsekretär, danach leitender Sekretär. 

1987 folgte der gebürtige Wiener Anton Benya als Präsident nach. 1993 bis 2003 war er auch Präsident des Europäischen Gewerkschaftsbunds. 1986 zog er für die SPÖ in den Nationalrat ein. 

Verzetnitsch galt lange als Zauderer

Verzetnitsch galt im ÖGB lange als eher schwacher Präsident, der nur auf seinen Posten kam, weil sich die großen Player in der Gewerkschaft gegenseitig blockierten. Erst mit den Protesten gegen die Sozialpolitik von Schwarz-Blau Anfang des neuen Jahrtausends erlangte der Gewerkschaftschef, der bis dahin das Image des Zauderers hatte, neues Gewicht.

Weitere Meldungen

An seinem 89. Geburtstag, den er heute begeht, ist Ioan Holender nicht so zum Feiern zumute: Um 22.15 Uhr strahlt ServusTV die allerletzte Sendung aus. Die 213. Folge von „kulTOUR mit Holender“ heißt denn auch nüchtern „Holenders Abschied“: Im São Carlos Nationaltheater von Lissabon blickt der Kulturzampano auf Höhepunkte seiner Erkundungen zurück.

Für einen Schreckmoment sorgte ein Neunjähriger in Nordrhein-Westfalen. Das Kind hatte offensichtlich die Autoschlüssel seiner Mutter ergattert und sich kurzerhand in den Wagen gesetzt und diesen gestartet. Beim Ausparken beschädigte der Bub zwei Fahrzeuge und legte eine kurze Strecke zurück. Das teilte die Polizei Hagen mit.

Wie der Spiegel berichtet, soll eine Zeugin einen Knall gehört haben. Einer Fußgängerin soll der Junge zudem entgegengekommen sein. Nach der kurzen Ausfahrt parkte der Neunjährige wieder ein. Die verständigten Beamten trafen das Kind und die Mutter am Unfallort an. Ihrer Angabe zufolge soll der Junge nur kurz außer Haus gewesen sein. Gegen die Frau wurde Strafanzeige erstattet.

Wien verlängert die "Wohnungssicherung Plus", also die Anti-Teuerungs-Maßnahme für Mieterinnen und Mieter. Die Aktion läuft nun bis Jahresende

Künftig werden etwaige Rückstände aber gleich direkt an die Vermieter überwiesen. Auch ist der Nachweis zu erbringen, dass Betroffene Miete bezahlt haben. Das teilten der Fonds Soziales Wien und das Büro von Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag mit.

Es gab Fälle, in denen Mieten trotz Unterstützung nicht gezahlt wurden

Die Maßnahme wurde 2023 beschlossen, um Belastungen durch die massive Inflation abzufedern. Die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Mehrheit der Fördernehmerinnen und -nehmer es tatsächlich geschafft habe, wieder mietschuldenfrei zu sein, wurde in der Mitteilung betont. Allerdings habe es auch Betroffene gegeben, die nach wie vor ihre laufenden Mieten trotz Unterstützung nicht gezahlt hätten.

Um dies künftig zu verhindern, wird nun auf Direktzahlung von Miet- bzw. Wohnbeihilfe an den Vermieter umgestellt. Die Unterstützung wird damit formal zu einer Sachleistung. Zudem muss man in Wiederholungsfällen sozialarbeiterische Beratung oder Leistungen wie ein betreutes Konto in Anspruch nehmen. Wer Vereinbarungen oder Termine nicht einhält, der erhält keine Unterstützung.

Nach Kritik am deutschen Comedian Sebastian Hotz alias "El Hotzo" und seinen Posts zum Attentat auf den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump sagt ARD Kultur eine Literaturveranstaltung mit dem Satiriker ab. Man habe sich "aufgrund der aktuellen Entwicklungen" für die Absage der "Buch-Lounge" am Donnerstagabend in Nürnberg entschieden, teilte eine Sprecherin von ARD Kultur mit. Detaillierter wolle man sich dazu nicht äußern.

Einträge wurden wieder gelöscht

Hotz selbst hatte sich auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den bereits gelöschten Posts äußern wollen. Im Netz kursieren Screenshots von Posts des Comedians auf der Plattform X vom Wochenende nach dem Attentat auf Trump, in dem er einen Bezug zwischen einem letzten Bus und Trump ("leider knapp verpasst") herstellte. Zum anderen hieß es: "ich finde es absolut fantastisch wenn Faschisten sterben". Die Einträge wurden später gelöscht.

Der öffentlich-rechtliche ARD-Sender Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat bereits die Zusammenarbeit mit Hotz beim Jugendsender Fritz beendet. Der RBB teilte vor Tagen mit, Hotz werde die Sendung "Theoretisch cool", die mehrmals im Jahr ausgestrahlt wird, nicht mehr moderieren. Von RBB-Programmdirektorin Katrin Günther hieß es: "Seine Äußerungen dort sind mit den Werten, für die der RBB einsteht, nicht vereinbar. Wir beenden daher die Zusammenarbeit ab sofort bis auf weiteres und haben den Autor entsprechend unterrichtet."

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