Nachrichtenüberblick

Lokales

Seit einer Woche wird in Wien nach drei Geschwistern gesucht, die im Zusammenhang mit einem Polizeieinsatz wegen Verdachts der Kindesentziehung geflüchtet waren. 

Eines der Kinder, ein elfjähriger Bub, ist nun aufgetaucht und befindet sich in Obhut der Behörden, sagte Polizeisprecherin Barbara Gass am Donnerstag der APA auf Anfrage. Er war von Polizisten in Begleitung seines Vaters angetroffen worden.

Ein Hangar, bei dem die Türen so schwer waren, dass es Minuten dauerte, bis sie aufgingen. Blaue Container, die sich im Sommer enorm aufheizten, in denen Piloten und Flight Operators aber vor und nach ihren schwierigen Einsätzen zur Ruhe kommen sollten. 

So sah die Unterkunft der Flugpolizei Kärnten seit dem Jahr 2020 und dem Abriss der alten baufälligen Anlage der fliegenden Polizisten aus.

Der Kampf um die autofreie City ist am Mittwoch um eine Facette reicher geworden. Das Rathaus und der 1. Bezirk drängen schon seit Längerem auf eine Lösung mit Kameraüberwachung und haben dabei nun Unterstützung aus anderen Kommunen sowie vom Städtebund erhalten.

Gemeinsam forderte man eine Überarbeitung der notwendigen Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO).

Der Fall des schweren Ballonabsturzes im Herbst 2022 im niederösterreichischen Kirchschlag (Bezirk Wiener Neustadt) hat keine strafrechtlichen Konsequenzen für den Ballonführer (47). Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat das Verfahren nach einer Wiederaufnahme im vergangenen November nun endgültig eingestellt.

Demnach sei dem Ballonfahrer kein schuldhaftes Verhalten anzulasten. Die nicht angelegten Sicherheitsgurte hätten auch bei Verwendung das schlimme Unglück und die Verletzungen der Insassen nicht verhindert, so die Staatsanwaltschaft.

Grob fahrlässig?

Der Fall hatte im vergangenen Herbst eine überraschende Wendung genommen. Nach einem neuen Untersuchungsbericht des Verkehrsministeriums zur Unfallursache prüfte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt eine Neuaufnahme des im Frühjahr 2023 eingestellten Strafverfahrens. Ermittelt wurde gegen den Ballonfahrer wegen grob fahrlässiger Körperverletzung.

Bei dem Absturz des Heißluftballons in der Buckligen Welt waren sieben Menschen schwer und zwei leicht verletzt worden. 

Wetterlage

Zunächst wurde der Absturz vom 12. November 2022 im Wesentlichen auf die Wetterlage zurückgeführt. Es habe starker Bodenwind geherrscht, dieser sei aus den entsprechenden Daten aber nicht ablesbar gewesen. Der Ballon sei abgetrieben, sodass ein Unfall nicht verhindert werden habe können.

Keine Gurte

Wie es jedoch später im Untersuchungsbericht des Verkehrsministerium hieß, hatte der 47-jährige Pilot die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte nicht angelegt. Laut dem Bericht setzte der Ballon hart auf einer Wiese auf, „beim ersten Bodenkontakt wurden drei Passagiere und der Pilot aus dem Korb geschleudert. Der Pilot hatte zum Zeitpunkt des Unfalles das für den Landevorgang vorgeschriebene Pilot Restraint (Sicherheitsgurt, der mit dem Ballonkorb verbunden ist) nicht angelegt“. 

Mit einem positiven Bescheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum Neubau der Donaubrücke haben die beiden Bundesländer Nieder- und Oberösterreich wieder Fahrt zur Realisierung des geplanten Großprojekts aufgenommen. Weil Bürgerinitiativen bereits angekündigt haben, gegen das Vorhaben den Instanzenweg zu den Höchstgerichten beschreiten zu wollen, warnen die Verkehrspolitiker beider Bundesländer eindringlich vor weiteren Verzögerungen.

Die alte aus 1960 stammende Mauthausner Brücke muss nämlich 2027 gesperrt werden. Im Juli 2022 wurde das Projekt für den Neubau der zweiten Donaubrücke bei Mauthausen zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Am heutigen Donnerstag haben die zuständigen Behörden der Länder den positiven Bescheid erlassen.

Damit rückt der Baustart der neuen Donaubrücke Mauthausen ein großes Stück näher. Ein wichtiger Meilenstein für die Menschen in der Region, die tagtäglich die Donau queren müssen, sei  erreicht, lassen die beiden Landeshauptleute Johanna Mikl-Leitner (NÖ) und Thomas Stelzer (OÖ) ist einer gemeinsamen Aussendung wissen. den Ländern zu entnehmen.

Politik

Zu Hause in Kiew wäre Maryana nie zum Sozialmarkt gegangen. Die 43-Jährige trägt einen roten Pulli, eine beige Bundfaltenhose, ist dezent geschminkt. Sie strahlt Selbstbewusstsein aus, das ist auch irgendwie ihr Job. Daheim in Kiew ist Maryana Chefin des Außenpolitik-Ressorts des ukrainischen Fernsehsenders 1+1, dem zweitgrößten des Landes.

Hier in Wien gehört der Sozialmarkt zum Alltag. Sie arbeitet von der Ferne aus, seit sie kurz nach Kriegsbeginn mit ihren drei Kindern aus der Ukraine geflohen ist. Die Lebenshaltungskosten in Österreich sind höher als in der Ukraine, deutlich sogar, und Nachhilfe- und Deutschstunden für ihre Kinder waren zu Hause auch nicht zu zahlen. Einen Job in Österreich, ja "den habe ich natürlich gesucht", sagt sie in perfektem Englisch. Vom AMS seien ihr aber nur Stellen angeboten worden, die extrem schlecht bezahlt oder für die sie weit überqualifiziert gewesen sei, Putzfrau oder Zimmermädchen etwa. Um Geld allein ging es ihr nicht, sagt sie: "Es hat auch etwas mit dem Selbstwertgefühl zu tun, warum ich die Jobs nicht angenommen habe."

Hohe Akademikerquote

So wie Maryana geht es vielen Ukrainerinnen hier in Österreich. Von den 48.000 Menschen hier, die im erwerbsfähigen Alter wären, sind nur 38 Prozent auch tatsächlich beschäftigt – und davon wiederum die Hälfte weit unter ihrer eigentlichen Qualifikation. Zur Verdeutlichung: Mehr als 80 Prozent der Geflüchteten hierzulande haben einen Hochschulabschluss – der Österreichschnitt liegt bei gerade mal 36 Prozent.

Dementsprechend groß war auch die Erwartungshaltung, die nach Beginn des Krieges in Österreich herrschte. "Die Geflüchteten waren hauptsächlich Frauen, darunter viele Akademikerinnen – da würde es rasch klappen mit der Erwerbsaufnahme, so die Schlussfolgerung", sagt Judith Kohlenberger, Migrationsforscherin an der WU Wien. Eine Win-win-Situation, würde man meinen, doch die ist nicht eingetreten: Gerade höher qualifizierte Ukrainerinnen konnten am Arbeitsmarkt hier kaum Fuß fassen, deutlich schlechter als etwa in Polen, wohin die Mehrzahl der Menschen floh.

Warum das so ist? Aus mehreren Gründen, sagt Kohlenberger. Zum einen ist da der freie Arbeitsmarktzugang, den Geflüchtete aus der Ukraine in der gesamten EU bekamen, der aber in Österreich restriktiver als in anderen Ländern ist. Lange Zeit mussten alle, die einen Job gefunden hatten, eine Beschäftigungsbewilligung vom AMS vorlegen – und auf die mussten Arbeitgeber mitunter mehrere Wochen warten. "Zu lange bei akutem Personalmangel", sagt Kohlenberger.

Wenige Tage vor der Kür von Lena Schilling zur Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen für die EU-Wahl versprüht Parteichef Werner Kogler Optimismus. Schilling sei "die beste Wahl" für die Partei. Als Ziel für den 9. Juni nannte er das Halten der bisherigen drei Mandate, trotz Gegenwinds für die Grünen in Kriegs- und Krisenzeiten. Scharfe Kritik übte er an rechten Gefährdern der europäischen Einigung, FPÖ-Chef Herbert Kickl attestierte er "Vergiftzwergung".

Dass die 23-jährige Öko-Aktivistin Schilling am Bundeskongress der Grünen am kommenden Samstag in Graz auf Listenplatz eins gewählt werden soll, sei eine "super Nachricht" für den Klimaschutz und die Jugend, meinte Kogler. Mit ihr könnten sich die Grünen auch in schwierigen Zeiten offensiv zeigen.

US-Präsident Joe Biden hat das russische Staatsoberhaupt Wladimir Putin einen "durchgeknallten Mistkerl" genannt. Bei einem Treffen mit Spendern der Demokratischen Partei in San Francisco sagte Biden, der Klimawandel sei trotz des "durchgeknallten Mistkerls Putin" die "existenzielle Bedrohung für die Menschheit". Auf Englisch benutzte der Präsident die Ausdrucksweise "SOB", kurz für die Beleidigung "son of a bitch".

Im Deutschen bedeutet das etwa "Mistkerl", "Arschloch" oder gar "Hurensohn". Biden hat Putin in der Vergangenheit bereits als "Schlächter" und "Kriegsverbrecher" tituliert.

Wirtschaft

Die Wirtschaftsweise Ulrike Malmendier sieht die Europäische Zentralbank (EZB) auf eine Zinswende zur Jahresmitte hin zusteuern. 

Die Hüter des Euro würden aber voraussichtlich der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Vortritt lassen, sagte die deutsche Ökonomin in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

"Ich denke, sie werden abwarten, was die Fed machen wird, und dann hinterher folgen."

Aber wann könnte das sein?

Angesichts einer kräftig wachsenden Bevölkerung auf mittlerweile 9,2 Millionen Einwohner eint der Wunsch nach „leistbarem Wohnraum“ alle politischen Parteien. Doch die Erreichung des Zieles rückt angesichts einer veritablen Baukrise in weite Ferne.

WIFO-Experte Michael Klien warnt im KURIER-Gespräch davor, dass ohne rasches Gegensteuern „spätestens in ein, zwei Jahren Tausende Wohnungen fehlen werden. Die absehbare Wohnungslücke wird natürlich entsprechende Auswirkungen auf die Mietpreise haben. Sie steigen deutlich stärker als die Gesamtinflation. Diese Dynamik geht jetzt erst so richtig los“.

Aus aller Welt

Ein Frachtschiff hat im Süden Chinas eine von Autos befahrene Brücke gerammt und teilweise zum Einsturz gebracht. 

Fünf Menschen seien infolge des Unfalls ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Behörden mit. Ein Matrose erlitt demnach leichte Verletzungen. Zwei weitere Menschen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Schreckensmoment an Bord einer Passagiermaschine in den USA: Ein Mann hat während des Flugs eine Notausgangstür aufzureißen versucht. 

Ein in Onlinenetzwerken und Fernsehsendern veröffentlichtes Video zeigt, wie andere Passagiere die Hände des Mannes von der Tür wegreißen und ihn überwältigen. 

Französische Forscher haben vor einem möglichen Ende des Camemberts mit seiner weißen, flaumigen Kruste gewarnt. Für den Weichkäse werde derzeit ein einziger Pilzstamm der Art Penicillium camemberti verwendet, heißt es im Magazin Le Journal des französischen Forschungszentrums CNRS.

Der Stamm werde nicht geschlechtlich vermehrt, sodass kein neues Erbgut hinzukomme. Mit der Zeit habe er so die Fähigkeit verloren, für die Reproduktion notwendige Sporen zu produzieren.

Der Vorsitzende der Politisch-Militärischen Gesellschaft, Ralph D. Thiele, warnt vor einer "Implosion" des Systems in der Ukraine. Dies betreffe "ganz viele Dimensionen" des im Krieg befindlichen Landes. Ein "Kickstart" und eine politische Strategie seien nötig, um diese zu verhindern.

Die Soldaten seien erschöpft, der Munitionsmangel dramatisch, weder für einen Angriff noch für die Verteidigung stehe genug Munition zur Verfügung. Außerdem sieht der deutsche Militärexperte einen allgemeinen systemischen Mangel in der Ukraine.

Sport

Superstar Dani Alves ist in Spanien wegen sexueller Aggression zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Das teilte das Gericht in Barcelona in Anwesenheit des Angeklagten mit.
Zudem muss der Brasilianer dem Opfer 150.000 Euro zahlen. 

Ein Jahr U-Haft 

Der 40-Jährige saß schon vor dem Urteil seit einem guten Jahr in Untersuchungshaft, nachdem eine junge Frau ihn beschuldigt hatte, sie in der Nacht zum 31. Dezember 2022 in einer Toilette eines Nachtklubs der katalanischen Metropole zum Sex gezwungen zu haben. Gegen das Urteil könnten noch Rechtsmittel eingelegt werden.

Im Prozess hatte der Ex-Barça-Profi vor zwei Wochen die Vorwürfe zurückgewiesen. Die sexuellen Handlungen seien mit Einwilligung der jungen Frau erfolgt. „Sie hat mir nicht gesagt, dass sie nicht wollte“, beteuerte Alves, der damals betrunken gewesen sein soll.

"Um Ehe zu retten" 

Bei den Ermittlungen hatte Alves zunächst noch jeden sexuellen Kontakt mit der damals 23 Jahre alten Frau geleugnet.  Dazu erklärte er dann vor Gericht, er habe am Anfang gelogen, um seine „Ehe zu retten“. „Ich habe gedacht, dass meine Frau mir nicht verzeihen würde.“

Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft und zudem 150.000 Euro Schadenersatz gefordert. Die Anwälte der Klägerin wollten den Fußballer für zwölf Jahre hinter Gitter schicken.

Das Tor des 18-jährigen Amady Camara in der Nachspielzeit des Hinspiels sorgte doch für eine gewisse Beruhigung bei Sturm Graz, für einen gewissen Polster. Mit einem 4:1 ist alles etwas leichter, sollten die Grazer bei Slovan Bratislava am Donnerstag (21 Uhr, Servus TV, Sky) den Aufstieg ins Achtelfinale der Conference League meistern.

Dass Sturm-Trainer Christian Ilzer nicht vorfeiern will, liegt in der Natur der Sache. „Wir haben nach wie vor großen Respekt.“ Noch tiefer stapelt Slovan-Coach Vladimir Weiss: „Wir dürfen auf kein Wunder hoffen.“ In der Innenverteidigung kann Weiss wieder auf Kevin Wimmer setzen, der Ex-Rapidler war im Hinspiel gesperrt, dafür ist nun Sohnemann Vladimir Weiss nach seiner Roten Karte im Hinspiel gesperrt.

Kultur

Jan Philipp Gloger wird neuer Direktor des Volkstheaters in Wien. Das gab die Volkstheater-Stiftung am Donnerstag bekannt. Gloger folt auf Kay Voges, der 2025 das Haus verlässt.

Gloger wurde 1981 in Hagen geboren und ist seit 2018 Schauspieldirektor in Nürnberg. Der Deutsche inszenierte unter anderem in Bayreuth, an der Volksoper („Die Dubarry“) und zuletzt im Burgtheater („Die Nebenwirkungen“).

Wissen

Eine neue Entdeckung von Forscherinnen und Forscher der Universität Zürich (UZH) könnte im Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen helfen. Sie haben ein Protein identifiziert, das als Angriffspunkt für eine Therapie gegen Krankheiten wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) dienen könnte.

Die Forschenden zeigten, dass eine toxische Anhäufung des Proteins NPTX2 eine große Rolle spielt bei ALS, wie die UZH am Donnerstag mitteilte. Der Fachwelt stellten sie diese Erkenntnis im Fachblatt "Nature" vor.

Bei neurodegenerativen Erkrankungen stirbt ein Teil der Nervenzellen im Gehirn ab. Je nach dem, welche Hinrregion betroffen ist, führt dies zu unterschiedlichen Symptomen. Bei der durch die "Ice Bucket Challenge" bekannten Krankheit ALS sterben Neuronen in der motorischen Hirnrinde und im Rückenmark ab, was Lähmungen hervorruft, wie die UZH erklärte.

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