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Berührender Moment beim olympischen Eiskunstlauf: Der US-Amerikaner Maxim Naumov hat mit einem Familienfoto an seine vor einem Jahr tödlich verunglückten Eltern erinnert. Nach seinem Auftritt im Kurzprogramm in Mailand hielt der 24-Jährige ein Bild in die Kamera, das ihn als dreijährigen Jungen bei seinem ersten Gang aufs Eis mit seinen Eltern zeigt. Die ehemaligen Paarlauf-Weltmeister Jewgenija Schischkowa und Vadim Naumov, die ihren Sohn auch trainiert und auf eine Teilnahme bei Olympischen Winterspielen vorbereitet hatten, waren im Januar 2025 bei einem Absturz eines Passagierflugzeugs in Washington gestorben.

„Ich hatte das Gefühl, dass sie mich heute begleitet haben“ „Ich hatte das Gefühl, dass sie mich heute begleitet haben“, sagte Naumov. „Ich konnte ihre Unterstützung förmlich spüren, fast wie eine Schachfigur auf einem Schachbrett, von einem Element zum nächsten.“ 

Nach der Schlussfigur seines Kurzprogramms schaute Naumov andächtig nach oben und kniff dann die Augen zusammen. „Ich landete am Ende auf den Knien und wusste dann nicht, ob ich weinen, lächeln oder lachen sollte. Alles, was ich machen konnte, war nach oben zu blicken und zu sagen: “Schaut, was wir gerade geschafft haben.“

Österreichs Skisprung-Mixed-Mannschaft in der Besetzung Lisa Eder, Jan Hörl, Julia Mühlbacher und Schluss-Springer Stephan Embacher blieb in Predazzo ohne Medaille. Das ÖOC-Quartett musste sich mit Platz fünf begnügen, Österreich blieb damit bei allen drei Bewerben von der Normalschanze ohne Medaille

Gold holte Slowenien überlegen 30,9 Punkte vor Norwegen und 35,2 vor Japan. Österreich fehlten am Ende 6,2 Zähler auf Bronze. Von der slowenischen Skisprung-Dynastie hat damit Domen Prevc als Letzter des Quartetts eine olympische Medaille gewonnen. Schwester Nika und die Brüder Peter und Cene haben ebenfalls Olympia-Edelmetall geholt. Nika Vodan war schon 2022 damals noch als Nika Kriznar im slowenischen Mixed-Goldteam gestanden.

 Die Slowenen holten mit Nika Vodan, Anze Lanisek, Nika und Domen Prevc Gold. Österreich ging hingegen auch im dritten von sechs Skisprungbewerben leer aus. In den Einzelbewerben vom kleinen Bakken hatte Eder als Vierte um 4,5 Zähler Bronze verpasst, bei den Männern war Stephan Embacher als Siebenter bester ÖOC-Athlet gewesen. Der nächste Skisprungbewerb ist am Samstag der Männerbewerb von der Großschanze.

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog wird bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina keinen weiteren Start absolvieren. Die am Montag über 1.000 m unter 30 Konkurrentinnen nur auf Rang 24 gekommene Tirolerin teilte den Entschluss von sich und ihrem Ehemann und Trainer Thomas Herzog mit. 

Nach massiven Rückenschmerzen in den vergangenen Wochen war die 30-Jährige gestartet, hatte danach aber einen Start über ihre eigentliche Parade-Distanz offengelassen. Am Tag danach hieß es für die Wahl-Kärntnerin sozusagen „Games over“. „Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem die Schmerzen wieder unerträglich sind. So kann ich keine Rennen fahren. Ich habe wirklich alles versucht, aber es soll einfach nicht sein.“ 

Auch Saisonende

Seine Ehefrau war sowohl 2018 als auch 2022 Olympia-Vierte gewesen und vor eineinhalb Wochen nach dreiwöchiger Zwangspause wegen einer Bandscheibenvorwölbung samt beidseitiger Entzündung des Iliosakralgelenks in Mailand auf das Eis zurückgekehrt. Die Schmerzen hatten sich rund um die Weihnachtszeit erstmals eingestellt. Herzog wird nun auch ihre Saison beenden. 

Austria 2, Rädler/Huber. 

Wer diese Paarung für Platz eins in der Olympischen Teamkombination auf dem Zettel hatte, hätte den 25-fachen Einsatz zurückbekommen. Und, wenn sie ehrlich sind, hatten sie nicht einmal selbst an Gold geglaubt.

Und das war auch völlig in Ordnung. Mit Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson und Slalom-Superstar Mikaela Shiffrin, aber auch etwa mit dem starken deutschen Duo Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher waren andere die Favoritinnen.

Und nicht einmal im eigenen Team waren Ariane Rädler und Katharina Huber die Nummer eins. Conny Hütter und Katharina Truppe, die im Slalom eine starke Saison fährt, waren als Austria 1 ins Rennen gegangen.

Doch es kam anders und das freut niemanden mehr als das Vorarlberg-Niederösterreich-Duo Rädler/Huber.

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