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Der KURIER begleitete den mittlerweile 28-Jährigen Umar Dzambekov seit seinen Junioren-Tagen im Wiener Boxclub Bounce. Die großen Erfolge in den USA, wo er bisher alle 13 Profi-Fights für sich entschieden hat, machten den Wiener auch im Ausland mehr als nur interessant.

Vor seinem 14. Kampf in der Nacht auf Sonntag gegen den Ägypter Ahmed El Biali wurde auch die Bild auf ihn aufmerksam. Die größte deutsche Zeitung widmete dem gebürtigen Tschetschenen einen großen Bericht unter dem Titel Warum Österreichs Top-Boxer in LA trainiert.

Der Halbschwergewichtler, der auf dem Weg unter die zehn besten Boxer seiner Gewichtsklasse weltweit ist, wurde dort zitiert: "Es ist ein Traum, den ich lebe. Hier boxe ich im berühmten Wildcard Gym, das ich schon als Kind kannte. Und jetzt bin ich wirklich da, umgeben von Vorbildern. Dieselbe Halle, dieselbe Möglichkeit, dieselben Trainer“, sagt er.

Es gibt gewisse Fragen, die man Stefan Brennsteiner lieber nicht stellen sollte: Etwa, ob er unter Bindungsängsten leidet. Wer erinnert sich nicht an die WM vor einem Jahr in Saalbach-Hinterglemm, als der Salzburger Riesentorlaufspezialist schon nach wenigen Schwüngen nur mehr mit einem Ski dastand, weil sich unerwartet die Bindung geöffnet hatte. 

„Nicht jeder hat den Skisport so erlebt, wie ich ihn erlebt habe“, sagt der besonnene Salzburger vor dem Olympia-Riesentorlauf am Samstag auf der Stelvio (10/ 13.30 Uhr, live ORF1). „Er kann halt einfach brutal sein."

Janine Flock darf sich berechtigte Hoffnungen machen, ihre Skeleton-Karriere mit ihrer ersten Olympia-Medaille zu krönen. Die 36-jährige Tirolerin führt zur Halbzeit des Rennens bei den Winterspielen in Cortina. Ihr Vorsprung auf die beiden Deutschen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer ist mit 0,04 bzw. 0,13 Sekunden klein. Die viertplatzierte Hannah Neise (GER) verlor am Freitag 0,37 Sekunden. Die Entscheidung folgt mit zwei weiteren Läufen am Samstag (ab 18.00 Uhr).

"Es macht mir Spaß zu fahren hier. Es ist wirklich eine Freude dabei", betonte Flock im ORF. Sie hätte in beiden Läufen eine gute Leistung gebracht. "Ich möchte einfach den Fluss mitnehmen und die Läufe morgen genießen", erklärte die viermalige Europameisterin. "Die Bahn ist in einem sehr guten Zustand. Es wird spannend, das ist Wettkampf. Ich freue mich auf morgen."

Im ersten Lauf war Flock mit Bahnrekord im neuen Eiskanal "Eugenio Monti" die Schnellste - 0,02 Sekunden vor Kreher und 0,19 vor der Britin Tabitha Stoecker. Letztere war am Start zwei Zehntelsekunden schneller als die Österreicherin, die mit Startnummer 1 aber die beste Linie fand. "Es ist wunderschön, wenn man ein olympisches Rennen mit der Nummer eins eröffnen darf", sagte Flock bei ihren vierten Spielen.

Flocks Vorsprung auf die Favoritinnen

Ihre Rivalinnen machten im ersten Lauf noch allesamt Fehler, fanden im zweiten aber in die Spur. Pfeifer, wie Flock dreifache Weltcup-Gesamtsiegerin und zweifache Saisonsiegerin, entriss Flock in 57,18 den Bahnrekord. Die britischen Mitfavoritinnen Stoecker und Freya Tarbit lagen nach zwei Läufen als Fünfte und Sechste 0,53 bzw. 0,68 Sekunden zurück. Gesamtweltcupsiegerin Kim Meylemans aus Belgien (+0,84) landete noch hinter der Chinesin Zhao Dan (+0,69) auf Zwischenrang acht.

Lindsey Vonn meldete sich am Freitagabend erneut aus dem Krankenhaus in Treviso, wo sie seit ihrem Sturz in der Abfahrt behandelt wird. Erst musste die Blutversorgung in ihrem linken Unterschenkel sicher gestellt werden, dann wurde der kompliziert gebrochene Knochen mit einem Metall-Gestell fixiert. 

Wörtlich sagte Vonn: 
Hey Leute, ich wollte euch nur ein kleines Update geben und mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir Blumen, Briefe und Haie – also Stofftiere – geschickt haben. Das war wirklich unglaublich und hat mir sehr geholfen. Die letzten Tage hier im Krankenhaus waren ziemlich hart. Langsam fühle ich mich wieder mehr wie ich selbst, aber ich habe noch einen langen, langen Weg vor mir.

Morgen steht eine weitere Operation an, und ich hoffe sehr, dass alles gut verläuft. Vielleicht kann ich danach das Krankenhaus verlassen und nach Hause zurückkehren. Dort werde ich allerdings noch eine weitere Operation brauchen. Was genau das beinhalten wird, weiß ich noch nicht – dafür brauche ich erst genauere Bilder beziehungsweise Untersuchungen.

Im Moment bin ich kaum mobil. Aber viele Freundinnen, Freunde und Familienmitglieder kommen mich besuchen. Und wie gesagt, die Briefe, Nachrichten und Blumen sind einfach großartig. Auch das Personal und das medizinische Team hier sind fantastisch. Ich fühle mich sehr glücklich und dankbar, so viele Menschen um mich zu haben, die mir helfen, das alles durchzustehen. Deshalb möchte ich einfach Danke sagen.

Und ja: go Team USA! Es war so schön, euch zuzuschauen – das hat meine Stimmung wirklich gehoben. Also stark gemacht, Team, und macht weiter so. Ich melde mich wieder bei euch.

 

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