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Das Finale des Afrika-Cups am Sonntag lautet Senegal gegen Gastgeber Marokko. Zunächst besiegten die Senegalesen im ersten Halbfinale in Tanger Ägypten durch ein Tor des Ex-Salzburgers Sadio Mane mit 1:0. Im Anschluss setzten sich in Rabat die Marokkaner vor begeisterten Heimfans gegen Nigeria nach torlosen 120 Minuten mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Für die Elf von Kapitän Achraf Hakimi geht damit der Traum vom ersten Kontinentaltriumph seit 50 Jahren weiter. Marokko stand zuletzt vor 22 Jahren im Afrika-Cup-Endspiel, damals verlor man in Tunesien gegen die Gastgeber. Diesmal soll der Heimvorteil zum zweiten Titel verhelfen.

Im Semifinale gegen die Nigerianer gelang dies, wenn auch erst im Shootout. Schon in den zwei Stunden davor waren die Marokkaner die aktivere Mannschaft, Tore fielen freilich keine. Im Elferschießen versagten zunächst Hamza Igmame vom Heimteam die Nerven. Doch Marokkos Keeper Yassine Bounou parierte danach zwei Elfmeter der Nigerianer, während Youssef En-Nesyri den entscheidenden Penalty verwandelte.

Österreichs Tennis-Hoffnung Lilli Tagger hat ihre erste Teilnahme am Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers vorerst verpasst. Die 17-jährige Osttirolerin musste sich am Donnerstag in der dritten und letzten Qualifikationsrunde für die Australian Open in Melbourne der vier Jahre älteren Thailänderin Lanlana Tararudee 3:6,0:6 geschlagen geben. Österreich ist im Frauen-Hauptfeld damit durch Julia Grabher und Anastasia Potapova sowie im Männer-Einzel durch Filip Misolic vertreten.

Misolic trifft in der ersten Runde auf den als Nummer 14 gesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Grabher bekommt es mit der Italienerin Elisabetta Cocciaretto zu tun, die gebürtige Russin Potapova in ihrem ersten Grand-Slam-Spiel als Neo-Österreicherin mit der Niederländerin Suzan Lamens. Das ergab die Auslosung am Donnerstag.

Die gute Nachricht vorweg: sämtliche Spieler, die angeschlagen waren, wie Elias Kofler nach dem Spiel gegen Frankreich, oder Michael Miskovez nach dem Spiel gegen Slowenien, sind wieder fit. 

Iker Romero und sein Betreuerstab hatten noch die schwere Entscheidung zu treffen, wie der finale Kader aussehen soll: „Alle Spieler, die einberufen waren und die Vorbereitung absolviert haben, haben ihr Bestes gegeben und jeden Tag gezeigt, dass sie zur EURO fahren wollen.“ Jetzt ist man angekommen in Herning, wo man am Donnerstag (20.30 Uhr/live auf ORF1) auf Deutschland trifft. Das sind vor Anpfiff des Turniers die wichtigsten Fragen.

Wer sind die Favoriten?

Vor allem Frankreich und Dänemark, über diese zwei Nationen wird der Titelgewinn führen. Frankreich ist Titelverteidiger, Dänemark Weltmeister und Olympiasieger. Kandidaten auf den EM-Titel sind zudem Deutschland, Norwegen und auch Schweden, mit fünf Titeln Rekordhalter bei Europameisterschaften.

Wo wird gespielt?

Das Turnier findet in Norwegen, Dänemark und Schweden statt. Gespielt wird in Oslo (9.000 Plätze), Herning (15.000), Malmö (11.800) und Kristianstad (4.500). Österreich bestreitet alle drei Gruppenspiele in Herning, wohnt im nahe gelegenen Silkeborg.

Wie kann Österreich Deutschland bezwingen?

Die Rollenverteilung ist klar, Deutschland der große Favorit. „Die Deutschen wollen um die Medaillen spielen und haben auch das Zeug dazu“, weiß Kreisläufer Tobi Wagner. Die Aussagen von Goalie Andreas Wolff, wonach Österreich einen hässlichen Handball pflege, „geben dem Ganzen noch mehr Brisanz“. Kiel-Legionär Mykola Bilyk freut sich auf das Duell: „Die starke Gruppe ist Ansporn für uns. Deutschland hat viel Weltklasse und zuletzt einen Schritt nach vorne gemacht.

Das Trainerdebüt von Alvaro Arbeloa bei Real Madrid ist mächtig in die Hose gegangen. Die "Königlichen" blamierten sich am Mittwoch mit einer 2:3-Niederlage bei Zweitligist Albacete im spanischen Cup-Achtelfinale. Damit ist eine Chance auf einen Titelgewinn für die "Königlichen" frühzeitig dahin. ÖFB-Star David Alaba wurde in der 65. Minute beim Stand von 1:1 eingewechselt. Jefte wurde mit einem Doppelpack (82., 94.) zum Matchwinner für Albacete.

Das 2:2 reichte nicht

Kurz davor hatte Gonzalo Garcia (91.) per Kopf für die Madrilenen ausgeglichen. Das zwischenzeitliche 1:1 hatte Franco Mastantuono (45.+3) erzielt. Beim entscheidenden Treffer blockte infolge eines Konters Dani Carvajal zuerst einen Schuss von Jefte, attackierte danach aber nicht und ermöglichte dem Stürmer so einen sehenswerten Chip ins lange Eck. Für Real war es der zweite Tiefschlag binnen weniger Tage. Nach dem 2:3 am Sonntag in Jeddah im Supercup-Finale gegen den FC Barcelona hatte Trainer Xabi Alonso gehen müssen.

Das Aus kam auch für Elche. Trotz eines Assists von Abwehrchef David Affengruber zur 1:0-Führung unterlag der LaLiga-Aufsteiger dem Liga-Rivalen Betis Sevilla auswärts 1:2.

Das Nationalteam des Senegal steht als erster Finalist des Afrika Cup fest. Der Champion von 2022 setzte sich am Mittwoch im Halbfinale in Tanger gegen Ägypten mit 1:0 durch und schaltete damit den Rekordsieger des Kontinentalturniers rund um Stürmerstar Mohamed Salah aus. Zum Matchwinner avancierte der Ex-Salzburger Sadio Mane mit einem platzierten Flachschuss (78.). 

Der Finalgegner ist Marokko. Der Gastgeber setzte sich gegen Nigeria mit 4:2 im Elfmeterschießen durch und verlängerte die große Fußball-Party in Marokko.

Senegal und Ägypten neutralisierten sich über weite Strecken gegenseitig, vor der Pause war überhaupt nur ein Abschluss von Senegals Nicolas Jackson (19.) nennenswert. Sein Teamkollege Kalidou Koulibaly schied früh verletzt aus.

Hart umkämpft ging es nicht nur auf dem Platz zur Sache, auch die Akteure auf den Trainerbänken gerieten zwischenzeitlich aneinander, ehe sich die Lage wieder beruhigte.

Nach Wiederbeginn geizten die Ägypter weiter mit Chancen. Senegal kam zumindest vereinzelt zu Möglichkeiten, wie etwa durch Lamine Camara (57.).

Zur entscheidenden Figur wurde später aber ein Routinier. Saudi-Arabien-Legionär Sadio Mane (33) zog ansatzlos aus fast 20 Metern ab und ließ Ägyptens Tormann Mohamed El-Shenawy keine Chance. Der siebenfache Afrika-Cup-Sieger aus Ägypten erhöhte danach die Offensivbemühungen, konnte sich aber keine große Ausgleichschance erarbeiten.

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