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Was macht eigentlich ein Radprofi am Ruhetag der Tour de France? Er redet übers Wetter. Das klingt nach Small Talk, ist heuer aber das beherrschende Thema der Frankreich-Rundfahrt. 

Denn seit dem Start in Barcelona rollt die Tour durch eine Hitzewelle, zeitweise mit Temperaturen von über 40 Grad.

Ein Schwächeanfall

Die neunte Etappe wurde deshalb um 30 Kilometer verkürzt, eine Premiere. Kurz vor dem Ziel prallte ein Pressefahrzeug gegen die Absperrungen, acht Personen wurden verletzt. Der Fahrer soll einen hitzebedingten Schwächeanfall erlitten haben.

Ausgerechnet jener Mann, der diese Tour dominiert, fordert nun die größte Veränderung. „Wenn ich die Macht hätte, würde ich den gesamten Kalender umstellen und im Sommer nicht an heißen Orten fahren“, sagte Tadej Pogacar. Von früheren Startzeiten hält der Gesamtführende wenig, ein Start um 10 Uhr ändere nichts, „da kommt man immer noch in der Hitze ins Ziel“.

Vor dem Zieleinlauf der neunten Etappe der Tour de France ist es am Sonntagabend zu einem Unfall mit einem Begleitfahrzeug der Presse gekommen. Bei der Ankunft in Ussel prallte eines der Fahrzeuge der Journalisten der französischen Sportzeitung „L'Equipe“ weniger als 500 Meter vor der Ziellinie gegen die Absperrungen entlang der Strecke, wie die Zeitung selbst berichtete. Acht Personen, die sich hinter den Absperrungen befanden, seien bei dem Unfall verletzt worden.

Zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein, um die Umstände des Unfalls aufzuklären. Der örtliche Sender Ici Limousin, dessen Leiter unmittelbar Augenzeuge des Unfalls wurde, berichtete, dass der Fahrer des Pressewagens wohl einen Schwächeanfall erlitten habe. In der Region war es am Sonntag bis zu 40 Grad heiß, weshalb die Etappe der Tour verkürzt worden war - ein Novum in der langen Geschichte der Rundfahrt.

Bei einem Unfall bei der Alpe-Adria-Meisterschaft in Brünn ist am Wochenende ein österreichischer Motorradfahrer tödlich verunglückt. Wie die FIM Europe mitteilt, handelt es sich dabei um den 32-jährigen Philipp Steinmayr

Steinmayr tödlich verunglückt: Auch zweiter Fahrer starb

Der Rennfahrer erlag nach einem Zusammenstoß mit einem rumänischen Piloten zu Beginn des Rennens noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.

Der rumänische Fahrer Adrian Rus (43) wurde in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht gerettet werden. Das gab die FIM Europe am Sonntag bekannt.

Nein, nach einem Sieger sah es lange nicht aus. Jannik Sinner und Alexander Zverev lieferten sich in 3:46-Stunden ein Wimbledon-Finale, das würdiger nicht sein konnte. Fast drei Stunden dauerte es, bis es das erste Break gab: Am Ende siegte der Weltranglisten-Erste Jannik Sinner 6:7, 7:6, 6:3 und 6:4 und durfte sich über seinen fünften Grand-Slam-Titel und den zweiten im All England Lawn Tennis and Croquet Club freuen.

Obendrein über die Rekordprämie von umgerechnet 4,2 Millionen Euro. Der 29-jährige Zverev, der lange Zeit gepusht vom Paris-Titel extrem konzentriert blieb, erhält die Hälfte und ist ab Montag die Nummer zwei der Welt. Den ersten Wimbledon-Sieg für die deutschen Männer seit Michael Stich (1991) verpasste er aber. „Jannik, ich mag dich nicht mehr“, sagte Zverev mit einem Schmunzeln über seinen Angstgegner Sinner (direktes Duell nun 4:11) im Interview nach dem Spiel: „Er hat einmal mehr gezeigt, warum er der beste Spieler der Welt ist.“ 

Die ersten Minuten waren aufregend wie ein britischer 5-Uhr-Tee. Beide brachten ihre Aufschläge souverän durch. Und dann hatte Sinner plötzlich die Chance, auf 5:3 davonzuziehen. Der Italiener verschlug aber gegen einen in dieser Phase kurz verunsicherten Zverev einen Ball.  

Emotionaler Sinner

Man konnte auch im Tie-Break keinen besseren Spieler ausmachen. Am Ende gewann diesen der Deutsche hauchdünn mit 9:7. Der ungewohnt emotionale Sinner machte bei Zverevs Aufschlägen ein, zwei Fehler zu viel. 65 Minuten dauerte der erste Satz – für ein Spiel auf Rasen durchaus lange. 

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