Stark gekämpft, phasenweise toll gespielt, aber doch verloren. Österreich hatte zum Auftakt bei der EM im dänischen Herning gegen Deutschland mit 27:30 das Nachsehen. Eine sehr gute Vorstellung der Österreicher reichte nicht, weil Deutschland es schaffte seine Klasse auszuspielen. Österreich zeigte die ersten Zeichen einer Entwicklung unter Teamchef Iker Romero.
Kaum wurde gespielt, ging Deutschland auch schon in Führung und gab sie bis zur Pause nicht her. Österreich brauchte fünf Minuten für das erste Tor, kämpfte sich nach einem 1:4 dann in die Partie hinein und kam dank einer starken Phase auf 6:6 heran. Der stark spielende Sebastian Frimmel erzielte dabei aus einem Konter ein Traumtor.
Deutschland agierte emotional, vor allem der aufgezuckerte Johannes Golla, der immer wieder den verbalen Infight suchte und gerne provozierte. Weltklasse-Torhüter Andreas Wolff hatte das Duell ja mit arroganten und despektierlichen Aussagen über Österreichs Team und dessen Spielstil zusätzlich angeheizt.
Österreich stand gut in der Deckung, hatte in der Offensive aber immer wieder längere Phasen ohne Torerfolg. Ballverluste ermöglichten den Deutschen Konter, die sie nützten und bis zur Pause auf 12:8 davonzogen. Deutschland war das bessere Team, weil es die höhere Qualität der einzelnen Spieler auch ausspielen konnte.