Am Ende jubelte Violett, bei den Grünen hingen die Köpfe. Die Wiener Austria gewann das 348. Wiener Derby in der Generali Arena gegen Rapid verdient 2:0 und schaffte in der Tabelle damit den Sprung auf Rang drei, liegt nur einen Zähler hinter den Führungsduo Salzburg und LASK.
Rapid wiederum muss als Siebenter um den Einzug in die Top 6 bangen.
Austria-Trainer Stephan Helm entschied sich in der Abwehr mit Wiesinger für Routine und Qualität in der Spieleröffnung. Sein Gegenüber Hoff Thorup brachte Ndzie für Grgic und setzte wieder auf eine Viererkette, die allerdings bei Ballbesitz adaptiert werden sollte, mit Bolla in der Offensive.
Beide Fan-Lager waren euphorisiert, endlich konnten sie nach 511 Tagen die Gegner im selben Stadion wieder direkt beschimpfen. Die Grün-Weißen äußerten ihre Meinung transparent „Einmal Rapid – immer Rapid“ und „Austria Wien, Scheisse von Wien“, die Violetten zeigten über die gesamte Osttribüne in ihren Farben Flagge.
Die Höflichkeiten waren somit ausgetauscht, es durfte Fußball gespielt werden.
Austria mit mehr Gefahr
Rapid startete mit mehr Ballbesitz, die Austria hatte nach wenigen Minuten die erste Chance durch Saljic, Goalie Hedl wehrte mit dem Fuß ab.
Rapid versuchte zu kombinieren, ein Freistoß in aussichtsreicher Position wurde verwehrt, die Austria hatte noch ein paar Flüchtigkeitsfehler im Aufbauspiel, durfte aber nach 15 Minuten jubeln.
Nach einem Fehler im Aufbau klärte Amane schlecht, Eggestein bedankte sich mit einem schönen Schuss zum 1:0.