Sport-News

Sepp Straka ist auf der PGA-Tour knapp am fünften Siegesstreich vorbeigeschrammt. Österreichs Golf-Ass musste sich am Sonntag (Ortszeit) beim topbesetzten und mit 20 Millionen Dollar dotierten Traditionsevent in Pebble Beach nur Collin Morikawa aus den USA geschlagen geben. Auf den zweifachen Major-Champion fehlte Straka am Ende ein Schlag. Der 32-Jährige darf sich jedoch über ein Millionen-Preisgeld und eine Verbesserung in der Weltrangliste auf Platz zwölf freuen.

Nach zwei 66er- und einer 67er-Runde kam Straka am Schlusstag in Kalifornien mit den teils sehr windigen und regnerischen Bedingungen zunächst nicht so gut zurecht wie die Konkurrenz an der Spitze. Zwei frühe Schlagverluste auf den Bahnen 1 und 5 ließen den zweifachen Ryder-Cup-Champion im Kampf um den Sieg bei dem Signature-Event der PGA etwas zurückfallen. Auf den "back nine" startete der ÖGV-Golfer eine sehenswerte Aufholjagd, bei der er Schlag um Schlag aufholte.

Trotz 20-minütiger Wartezeit vor dem 18. Loch, weil US-Golfer Jacob Bridgeman im Kampf um einen Spitzenplatz seinen Ball erst "strandete" und danach im Meer versenkte, behielt Straka die Nerven und beendete den Arbeitstag mit einem Eagle. Inklusive dreier Bogeys und fünf weiterer Birdies bedeutete das eine 68er-Schlussrunde auf dem Par-72-Kurs bzw. ein Gesamtscore von 267 (21 unter Par). Doch Morikawa, der im selben Flight wie der vierfache PGA-Tour-Sieger spielte, konterte auf der Schlussbahn mit einem Birdie. Der US-Amerikaner hatte damit knapp die Nase vorne vor Straka und dem ebenfalls zweitplatzierten Australier Min Woo Lee.

Straka sicherte sich nnapp 1,5 Millionen Euro 

Der Wiener, der im Vorjahr Siebenter in Pebble Beach war, darf dennoch positiv bilanzieren. Nach dem misslungenen Jahresauftakt in La Quinta, wo er als Titelverteidiger den Cut verpasst hatte, und Rang 18 bei den Phoenix Open schaffte Straka nun sein elftes Top-3-Resultat auf der PGA-Tour. Für seinen vierten "Zweier" bei der wichtigsten Golfserie weltweit strich Straka ein sattes Preisgeld in Höhe von 1,76 Mio. Dollar (1,48 Mio. Euro) ein. Damit knackte der ÖGV-Golfer die 30-Mio.-Marke, sein offizielles Preisgeldkonto weist nun mehr als 30,3 Millionen Dollar aus.

Die Probleme von Rapid werden mehr und mehr.

Nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg – einer einzigartigen Serie in der Vereinsgeschichte – schaut es gleich auf mehreren Fronten schlimm aus.

Das 0:2 im Derby und die Begleiterscheinung im 348. Duell mit der Austria waren ein Turbo für die ohnehin tiefe Krise.

Top-6 weg

Rapid ist Siebenter und könnte noch sieben Punkte für die Meistergruppe brauchen – mit der aktuellen Form ist das in den ausstehenden Spielen gegen WAC und Salzburg zu Hause, so wie dazwischen in Altach, nur schwer vorstellbar.

„Im Training schaut es ganz anders, nämlich sehr gut, aus“, rätselt Routinier Weimann.

Am Ende jubelte Violett, bei den Grünen hingen die Köpfe. Die Wiener Austria gewann das 348. Wiener Derby in der Generali Arena gegen Rapid verdient 2:0 und schaffte in der Tabelle damit den Sprung auf Rang drei, liegt nur einen Zähler hinter den Führungsduo Salzburg und LASK.

Rapid wiederum muss als Siebenter um den Einzug in die Top 6 bangen.

Austria-Trainer Stephan Helm entschied sich in der Abwehr mit Wiesinger für Routine und Qualität in der Spieleröffnung. Sein Gegenüber Hoff Thorup brachte Ndzie für Grgic und setzte wieder auf eine Viererkette, die allerdings bei Ballbesitz adaptiert werden sollte, mit Bolla in der Offensive.

Beide Fan-Lager waren euphorisiert, endlich konnten sie nach 511 Tagen die Gegner im selben Stadion wieder direkt beschimpfen. Die Grün-Weißen äußerten ihre Meinung transparent „Einmal Rapid – immer Rapid“ und „Austria Wien, Scheisse von Wien“, die Violetten zeigten über die gesamte Osttribüne in ihren Farben Flagge.

Die Höflichkeiten waren somit ausgetauscht, es durfte Fußball gespielt werden.

Austria mit mehr Gefahr 

Rapid startete mit mehr Ballbesitz, die Austria hatte nach wenigen Minuten die erste Chance durch Saljic, Goalie Hedl wehrte mit dem Fuß ab. 

Rapid versuchte zu kombinieren, ein Freistoß in aussichtsreicher Position wurde verwehrt, die Austria hatte noch ein paar Flüchtigkeitsfehler im Aufbauspiel, durfte aber nach 15 Minuten jubeln. 

Nach einem Fehler im Aufbau klärte Amane  schlecht, Eggestein bedankte sich mit einem schönen Schuss zum 1:0. 

So lange lief alles friedlich ab im 348. Wiener Derby zwischen Rapid und der Austria. Bis kurz vor Schluss. Ab der 89. Minute schossen die Rapid-Fans Böller und Leuchtraketen auf das Spielfeld und gefährdeten nicht nur die Spieler sondern auch zahlreiche Fans. 

Schiedsrichter Markus Hameter unterbrach das Spiel daraufhin und schickte die Mannschaften 40 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in die Kabine. Nach knapp zehn Minuten kamen die Teams dann wieder aufs Feld und das Spiel konnte fortgesetzt werden. Die Austria spielte die restliche Spielzeit souverän hinunter und gewann verdient mit 2:0.

"Absolutes No-Go": Rapid distanziert sich von Vorkommnissen

Nach den Ausschreitungen im September 2024 waren am Sonntag erstmals wieder Auswärtsfans bei einem Derby zugelassen. Die Aktion der Rapid-"Fans" wird Folgen haben.

Die Hütteldorfer distanzierten sich via X in einer ersten Stellungnahme von den Vorkommnissen: "Bei aller Enttäuschung, bei allem Frust, das Abfeuern von Böllern und Leuchtkörpern ist und bleibt ein absolutes No-Go. Der SK Rapid distanziert sich von den Vorkommnissen und wir hoffen, dass niemand zu Schaden gekommen ist!" 

„Wenn ich ohne Medaille heimfahre, ist es für mich eine Riesenenttäuschung“, hatte Julia Scheib vergangene Woche gesagt. Die 27-Jährige fuhr am Sonntag im Olympia-Riesentorlauf auf den fünften Platz, 0,07 Sekunden fehlten der Steirerin auf ihr selbst gestecktes Ziel. Also fährt sie ohne Medaille nach Hause – und ist bitter enttäuscht. Zumindest war sie das am Sonntag.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.