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Am Ende reichte es in Dallas nicht zur Sensation. Österreichs Team hielt gegen den Weltmeister dagegen, spielte vor allem nach der Pause stark. Doch wieder einmal machte Lionel Messi mit seinen Toren zum 2:0-Sieg den Unterschied aus. Er hat bisher alle fünf WM-Treffer der Südamerikaner erzielt.

Für Österreich geht es im abschließenden Spiel gegen Algerien in Kansas City um Gruppenplatz zwei oder drei.

Noch nie zuvor in der Ära von Teamchef Ralf Rangnick bestritt Österreich ein derartiges Auswärtsspiel wie in Dallas gegen Argentinien. Vier Stunden vor Spielbeginn pilgerten schon Tausende Fans Richtung Stadion, fast alle in Blau und Weiß gewandet, dazwischen mischten sich ein paar rote Punkte. Die Trikotgestaltung bei den Argentiniern war wenig abwechslungsreich, bis auf je einen Anhänger von Paredes und Maradona trugen alle Messi-Leiberl. Im Stadion herrschte eine sensationelle Stimmung, Österreichs Sängerknaben und -mädchen hielten sich tapfer gegen die argentinische Übermacht.

Wer glaubt, dass am Montagabend das WM-Spiel der Österreicher in Dallas gegen Titelverteidiger Argentinien (19 Uhr, Servus TV) das einzige große Highlight ist, der hat sich generell zu wenig mit dem Fußballsport beschäftigt. Denn unmittelbar danach, anvisiert wird in etwa 21.10 Uhr, bringt der ORF live die Auslosung der 1. Runde des ÖFB-Cups. 

Und die Protagonisten des Nachspiels sind Größen des rot-weiß-roten Fußballsports. Die Ziehung wird nämlich im Studio von ÖFB-Legende Herbert Prohaska und dem ehemaligen Teamkapitän Andreas Ivanschitz vorgenommen. Neben den zwölf Vereinen der ADMIRAL Bundesliga und ebenso vielen aus der ADMIRAL 2. Liga kommen 40 Teilnehmer aus den Landesverbänden. 

Wie vielleicht alle richtigen Fußballfans schon wissen, gibt es  drei Phasen der Auslosung, die wie folgt funktioniert (wie der ÖFB berichtet): 

  • Phase 1: Zunächst werden Paarungen unter den Vereinen der Landesverbände nach geografischen Kriterien gezogen. Aus dem Topf der Gruppe Ost und jenem der Gruppe West werden jeweils vier Paarungen gelost. Im Endergebnis bedeutet das acht landesverbandsinterne Spielpaarungen, wobei das Heimrecht beim erstgezogenen Verein liegt.
  • Phase 2: In dieser Phase werden Vertreter der Landesverbände gegen Klubs aus der 2. Liga gelost. Die Ziehung erfolgt, wie in Phase 1, nach geografischen Kriterien. In einem Topf befindet sich die Gruppe "Landesverband Ost" (15 verbliebene Vereine). Ein weiterer Topf besteht aus den Zweitligisten der Ost-Region (7 Vereine). Damit in Phase 3 keine Vereine der 2. Liga mehr verbleiben, werden alle sieben Zweitligisten einem Landesverbandsvertreter zugelost. Es ergeben sich 7 Paarungen.
    Weiters werden aus dem Topf "Landesverband West" (9 verbliebene Vereine) und den Zweitligisten der West-Region (5 Vereine) fünf Spielpaarungen gezogen.
    Es wird immer zuerst aus den Töpfen der Landesverbände gezogen, da diese Heimrecht haben.
  • Phase 3: Die verbliebenen Vereine der Landesverbände (8 aus dem Osten, 4 aus dem Westen) werden einem Bundesligaklub zugelost. Das bedeutet: In einem Topf befinden sich die zwölf Bundesligisten, in einem zweiten die zwölf Vertreter der Landesverbände (gemischt; keine geografische Trennung mehr). Es ergeben sich in Phase drei schlussendlich also zwölf Partien.
    In Phase 3 wird immer zuerst aus dem Landesverbands-Topf gelost, da diese Heimrecht haben.

Der Österreichische Tischtennisverband (ÖTTV) erhält ab sofort wieder Fördergelder, wie das Sportministerium am Montag verlautet hat. Nach den Turbulenzen im Verband samt Missbrauchsvorwürfen gegen einen Nachwuchscoach hat man nach dem Wechsel an der ÖTTV-Spitze nun die nötigen Maßnahmen zur Stärkung von Integrität und Prävention eingeleitet. Dazu zählen u.a. die Einrichtung unabhängiger Vertrauenspersonen, ein neuer Disziplinarausschuss sowie die Aufarbeitung der Vorfälle.

"Die Entscheidung über den Förderstopp habe ich nicht leichtfertig getroffen. Denn der Sport braucht öffentliche Förderungen, damit trainiert und gespielt werden kann", wurde Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt (SPÖ) in einer Aussendung des Ministeriums zitiert. Gleichzeitig trage das Sportministerium Verantwortung dafür, dass Sportlerinnen und Sportler in einem sicheren Umfeld trainieren und Wettkämpfe bestreiten können. Der ÖTTV habe wichtige Schritte gesetzt und gezeigt, dass er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

Beim ÖTTV sind seit Mitte Mai Hubert Dobrounig als Präsident sowie Rudolf Sporrer im neu geschaffenen Amt des stellvertretenden Präsidenten tätig. Die Neubesetzung war nach den Missbrauchsvorwürfen gegen einen niederösterreichischen Nachwuchstrainer und dem Umgang mit diesen Vorwürfen erfolgt.

 Der 22. Juni ist ein denkwürdiger Tag. Kurz vor dem WM-Duell der Österreicher mit dem Weltmeister darf eine andere rot-weiß-rote historische Großtat gewürdigt werden. Am 22. Juni 1941, also genau vor 85 Jahren, wurde das einzige Mal eine österreichische Mannschaft deutscher Meister. 

An diesem Tag besiegte Rapid im Endspiel zur deutschen Meisterschaft das für unbezwingbar gehaltene Schalke 04 mit 4:3. Die Königsblauen hatten die beiden vorangegangenen Meisterschaften geholt und 1939 mit Admira Wien einen Gegner aus der damaligen "Ostmark" im Endspiel mit 9:0 deklassiert.

Auch deshalb kündigte Rapids Kapitän Franz "Bimbo" Binder vor der Partie an: "Wir werden die Ehre von Wien wiederherstellen." Der Start für die Hütteldorfer verlief allerdings alles andere als nach Plan, nach acht Minuten lag die Mannschaft von Leopold Nitsch mit 0:2 zurück, in der 57. Minute kassierten die Wiener sogar das 0:3. Da war alles gelaufen. Oder doch nicht?

Was folgte, war der große Auftritt von Binder: Nach dem Anschlusstreffer von Georg Schors schnürte der Stürmer, der in seiner Laufbahn in 798 Spielen 1.155 Tore erzielte, innerhalb von nur acht Minuten einen Hattrick und schoss den SK Rapid quasi im Alleingang zum Titel.

Binder selbst war unter anderem danach auch Rapid-Trainer und zuvor schon Sektionsleiter, der gebürtige St. Pöltner starb 1989 in Wien.

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