Vor dem Hit gegen Argentinien: Der Menüplan für das Festmahl
ÖFB-Star Laimer
Das kleine Österreich, zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder bei einer WM, gegen Argentinien, den regierenden und dreifachen Weltmeister mit Superstar Lionel Messi. Es ist ein Duell der Gegensätze und ein ganz besonderer Leckerbissen für alle Fußballfans in Österreich. Die wichtigsten Fragen rund um das Spektakel in Dallas.
Sind alle Österreicher fit?
Offiziell ja. Auch David Alaba, der gegen Jordanien mit muskulären Problemen früher raus musste, und auch Marko Arnautovic. Beide sind aber nicht in der Startelf zu erwarten. Stefan Posch wird nach seinem Kieferbruch mit einer Spezialschiene spielen.
Wie wird es Österreich taktisch anlegen?
Wolle man größere Teams besiegen, dann müsse man irgendetwas besser machen als der Gegner. „Die Mannschaft muss besser sein als die zu erwartende Summe der Qualität der Einzelspieler.“ Das sagte Ralf Rangnick nicht gestern in den USA, sondern bei seinem ersten Auftritt als ÖFB-Teamchef im Mai 2022. Vier Jahre später kommt diese Aussage mehr denn je zum Tragen.
Österreich gegen den Weltmeister? Das wird ein Philosophie-Spiel. Der Teamchef wird danach aufstellen, wer dazu in der Lage ist, seine Prinzipien ohne Kompromisse umzusetzen. Soll heißen: Aggressives nach vorne Verteidigen auf allen Positionen.
Wird Messi trotz privater Sorgen auflaufen?
Davon ist auszugehen. Der bald 39-Jährige pausierte auch nach seinem Dreierpack gegen Algerien nicht, sondern war bei der ersten Einheit im Trainingszentrum vor den Toren von Kansas City mit einem Lächeln im Gesicht zu sehen – aller privater Schwierigkeiten zum Trotz.
Der Gesundheitszustand seines Vaters, der sich laut einer Stellungnahme der Familie gebessert habe, beschäftigt die argentinische Öffentlichkeit mehr als Österreich. „Er ist der Größte, wir genießen ihn jeden Tag“, sagt Abwehrchef Romero über Messi.
Wird Österreich Lionel Messi manndecken?
Weil diese Theorie seit ein paar Tagen herumgeistert: Nein! So zu verteidigen wäre diametral zu Rangnicks Prinzipien, der seit vier Jahrzehnten ein Verfechter der Raumdeckung ist. Soll heißen: Österreich verteidigt nicht mann- sondern ballorientiert, mit dem Ziel, in Ballnähe den Raum möglichst eng zu machen. Dadurch soll eine Überzahl hergestellt werden, die es den Spielern ermöglicht, Messi und Co. nicht eins gegen eins, sondern gemeinsam im zwei gegen eins oder sogar drei gegen eins zu verteidigen.
Welche Rolle wird Konrad Laimer einnehmen?
Der Bayern-Star wird wie schon gegen Jordanien weit vorne die gegnerischen Verteidiger anlaufen und im Pressing der Österreicher den entscheidenden Auslöser geben. Er ist der Erste, der vorne attackiert. Entscheidend ist sein Gefühl für das richtige Timing. Rangnicks Assistent Stefan Oesen erklärt, warum: „Der erste Sprint muss sitzen. Wenn du als Mannschaft keinen guten Auslöser findest, wird es schwer, dass ein Netz aus Spielern zum Sprinten anfängt. In der Rolle dieses Auslösers ist Konny einer der besten der Welt.“
Wie ernst nehmen die Argentinier Österreich?
wird man sehen. Mario Kempes informierte seine Landsleute in einem Instagram-Video über das ÖFB-Team und warnt vor einer Mannschaft mit vielen Spielern in guten Ligen. Namentlich hebt er Alaba, Arnautovic, Sabitzer und Laimer hervor. Deshalb gelte es für Argentinien, aufzupassen. Das wichtigste, so der 71-jährige Kempes, sei bei Österreich aber der Teamchef. „Man nennt Rangnick den Vater des Gegenpressings. Ich weiß nicht genau, was das bedeutet, aber wir werden es sehen.“ Mit Sicherheit.
Wie wird die Atmosphäre im Stadion?
Die Arena der Dallas Cowboys in Arlington in Texas verfügt über eine Standardkapazität von 80.000 Sitzplätzen. Dank flexibler Steh- und Zusatzbereiche lässt sich diese Kapazität auf bis zu 108.713 Zuschauer erweitern. Am Montag wird es anders sein. Während der WM fasst die Arena 70.649 Fans. Weil es in Dallas mit 35 Grad Celsius besonders heiß ist, wird das Dach geschlossen. Fakt ist: Österreichs Fans werden klar in der Unterzahl sein, zwischen 5.000 und 10.000 in Rot-weiß-rot dürften es aber schon werden.
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