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Paukenschlag: Ehemalige Wimbledon-Siegerin gleich vier Jahre gesperrt

Die Tschechin Marketa Vondrousova, die 2023 in Wimbledon triumphierte, verweigerte einen Doping-Test.
Marketa Vondrousova wurde vier Jahre gesperrt

Das Urteil ist durchaus hart: Die frühere Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova fasste nach einem verweigerten Dopingtest eine Sperre für vier Jahre bis Juni 2030 aus. Das teilte die Tennis-Integritätsagentur (ITIA) am Montag mit. Die 26-jährige Tschechin, die das Grand-Slam-Turnier in London 2023 gewonnen hatte, hatte Anfang Dezember des Vorjahres einen Dopingfahnder offenkundig nicht in ihre Wohnung gelassen.

Bei dem Vorfall habe Angst ihr Urteilsvermögen beeinträchtigt. Experten hätten bei ihr eine Angststörung und eine akute Stressreaktion festgestellt, argumentierte Vondrousova später. Sie verwies auch auf die Messerattacke gegen ihre frühere Kollegin Petra Kvitova. Zu Weihnachten 2016 hatte ein Mann, der sich als Handwerker ausgegeben hatte, Kvitova in deren Wohnung angegriffen und verletzt.

Keine „überzeugende Begründung“ vorgelegt

Die ITIA erklärte in einer Mitteilung, dass Vondrousova „keine überzeugende Begründung“ für ihre Verweigerung vorgelegt habe. Geschäftsführerin Karen Moorhouse meinte: „Unvorhersehbare Kontrollen sind ein unverzichtbares Instrument zum Schutz des sauberen Sports.“ Seit Mitte Jänner hat Vondrousova kein Turnier mehr bestritten. Sie kann gegen das Urteil noch Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen.

Oft wurde eine solche Entscheidung dann zurückgenommen. Die Rumänin Simona Halep war im Oktober 2022 nach einem positiven Doping-Test ebenfalls für vier Jahre gesperrt worden, der (CAS) verkürzte die Sperre jedoch auf neun Monate, ab März 2024 war Halep wieder spielberechtigt, beendete aber mittlerweile ihre Karriere. 

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