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„Büchse der Pandora“: Mercedes und McLaren klagen Monaco-Ergebnis

Nicht nur die „Silberpfeile“ gehen gegen die Korrektur des Monaco-Ergebnisses vor. Jetzt meldet sich auch McLaren.
Formula One Grand Prix of Barcelona-Catalunya - Race

Die Formel 1 kommt nach dem turbulenten Grand Prix von Monaco nicht zur Ruhe.

Pierre Gasly erhielt nach dem stattgegebenen „Right of Review“ (dt. „Antrag auf Überprüfung“) den dritten Platz im Fürstentum, der ihm aufgrund zweier Zeitstrafen abhanden gekommen war, vor dem Barcelona-GP wieder.

Das löste am vergangenen Wochenende in Katalonien reichlich Diskussionen aus. Red Bull, McLaren und Racing Bulls (dazu mehr weiter unten) meldeten Interesse an, die Rückgabe des Podestplatzes anzufechten.

Nägel mit Köpfen macht nun Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Rund zwei Wochen vor dem Österreich-GP auf dem Red Bull Ring macht der Wiener gegenüber Sky Sports deutlich, von dem Recht des „Right of Review“ Gebrauch machen zu wollen.

„Wir haben uns ebenfalls an die FIA gewandt und um ein 'Right of Review' gebeten. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob das realistisch ist, denn damit öffnet man die Büchse der Pandora“, sagt Wolff.

Ihm ist weniger das zurückgegebene Gasly-Ergebnis ein Dorn im Auge, sondern der Fakt, dass sein Pilot George Russell wegen einer Durchfahrtsstrafe einen möglichen vierten Platz verloren hat.

Der Hintergrund: Die FIA gab zu, sich in Monaco bei der Boxengasse um 77 Zentimeter vermessen zu haben. Das und weitere Beweise halfen Alpine sowie Gasly in ihrem Fall Recht zu bekommen. Selbigen Ausgang erhofft sich nun Wolff für Russell.

Der Brite hatte wegen des Umstands Zeitstrafen erhalten, sie aber nicht ordnungsgemäß abgesessen und daraufhin eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Statt einer Punkteposition gab es am Ende Rang zwölf und null Zähler.

McLaren fordert ebenfalls Prüfung

Am heutigen Dienstag meldet sich auch das Weltmeister-Team zu Wort. Weil Gasly seinen dritten Platz zurückerhalten hatte, rutschte der Australier Oscar Piastri rückwirkend von Rang vier auf die Fünf ab. Das kostete zwei WM-Punkte.

In der Erklärung heißt es: „McLaren Racing kann bestätigen, beim Internationalen Berufungsgericht der FIA offiziell eine Berufungserklärung bezüglich der folgenden Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Grand Prix von Monaco 2026 eingereicht zu haben: Stewards-Dokument 99, überarbeitetes Dokument zum endgültigen Rennergebnis 100, überarbeitetes Dokument zu den WM-Punkten 101.“

„Wir respektieren zwar die gerichtlichen Verfahren der FIA und die Rolle der Rennkommissare voll und ganz, sind jedoch der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen hinsichtlich der sportlichen Fairness, der Einheitlichkeit der Regeln und der Integrität des Wettbewerbs aufwirft.“

Wo bleibt Red Bull?

Zwar gab es kein öffentliches Statement des Rennstalls rund um den betroffenen Franzosen Isack Hadjar (Verlust von Platz drei) nach Informationen von motorsport.com aber sollen Red Bull Racing allerdings auch Einspruch gegen das jüngste Monaco-Ergebnis eingelegt haben.

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