Er pendelt nicht nur zwischen Einfall und Reinfall. Gianni Infantino bewegt sich in jeder Hinsicht zwischen den Welten. Vor den Halbfinalspielen dieser WM reiste der umstrittene FIFA-Präsident nach Katar, um der Beerdigung von Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, Sohn des Emirs, beizuwohnen.
Al Thani hatte natürlich im Fußball seine Hände im Spiel, war maßgeblich an der Austragung der WM 2022 beteiligt.
Bewegendes passiert nicht nur physisch. Umtriebig ist der 56-Jährige auch, was sein Pendeln in eine gefährliche Korruptionsnähe betrifft. Die britische Menschenrechtsorganisation FairSquare hat gegen ihn eine Beschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingelegt – die politische Nähe zu US-Präsident Donald Trump ist nur ein Teil davon.
Was viele Kritiker als Drohung betrachten: Nun denkt der Schweiz-Italiener schon an die Zukunft, denkt daran, die WM künftig von 48 Mannschaften (für viele waren das schon zu viele) auf 64 Mannschaften aufzustocken. Was darf man davon halten?