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Spanien spielt wie ein Weltmeister und besiegt Frankreich im Halbfinale

Der amtierende Europameister präsentiert sich wie der kommende Weltmeister: Spanien besiegt im ersten Semifinale die nahezu chancenlosen Franzosen.
Spanien bejubelt den Finaleinzug gegen Frankreich

Eigentlich sollte es für die Franzosen der perfekte Ausklang ihres Nationalfeiertages werden. Und dann das.

Die Mannschaft von Didier Deschamps kassierte im Halbfinale gegen Spanien eine bittere 0:2-Niederlage, verpasste somit das dritte WM-Finale in Folge. Europameister Spanien hingegen löste das Final-Ticket, darf vom nächsten großen Titel träumen. Schon 2008 und 2010 hatte die Furia Roja beide großen Titel hintereinander gewonnen.

Finale vor dem Finale 

Viele hatten vom Finale vor dem Finale gesprochen, ein Duell auf Augenhöhe wurde erwartet. Doch das war es nicht. Zu dominant traten die Spanier auf – sie entzauberten das bislang so stark aufspielenden Starensemble der Franzosen und machten sich mit einem beeindruckenden Auftritt selbst zum großen Titelfavoriten.

Machten die Spanier im bisherigen Turnierverlauf oft nur so viel, wie sie mussten, konnten sie im Halbfinale einen Gang hochschalten. Die Partie war von Beginn an von hoher Intensität geprägt, die gefährlichen Torszenen ließen jedoch noch auf sich warten.

Spanische Dominanz

Für die Spanier blieb Baena mit einem Freistoß in der Mauer hängen (9.). Auf der anderen Seite deuteten die Franzosen dann erstmals an, wie ihr Matchplan aussehen könnte. Dembele schaltete schnell, fand per Traumpass Mbappe – doch der konnte sich gegen drei Verteidiger dann doch nicht durchsetzen (16.). 

Spanien machte den sichereren Eindruck, die Franzosen leisteten sich doch den einen oder anderen Fehler zu viel. So wie Linksverteidiger Digne. Der stellte sich bei einem Klärungsversuch alles andere als geschickt an, traf Yamal  – und dessen Kollege Oyarzabal  verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 1:0 (22.).

Kylian Mbappe

Kylian Mbappe

Es war das erste Mal bei dieser WM, dass Frankreich in Rückstand geriet. Der nächste Rückschlag sollte nicht lange auf sich warten lassen – Innenverteidiger Saliba verletzte sich, für ihn kam Lacroix.

Die Spanier hatten zu diesem Zeitpunkt alles unter Kontrolle, kombinierten sicher, streuten aber auch immer wieder einen langen Ball ein. Frankreichs Ballkünstler Olise nahmen sie  komplett aus dem Spiel.

Und beinahe konnten sie noch vor der Pause erhöhen. Maignan patzte beim Herausspielen, ehe sich so mancher Zuschauer an die Wiener Stadthalle erinnert fühlte. Olmo und Yamal kombinierten sich blitzschnell durch den Strafraum, Ruiz brachte den Ball aber dann nicht im Tor unter. Die Halbzeitführung ging völlig in Ordnung.

Die bislang so hochgelobten französischen Offensivstars konnten sich noch überhaupt nicht durchsetzen.

Keine Wende in Sicht 

Gleiches Bild in der zweiten Hälfte: Spanien spielte, Frankreich verzweifelte. Das 2:0 durch Porro war die logische Folge. Der Außenverteidiger traf nach Doppelpass mit Olmo, der kurz davor eingewechselte Doue vergaß zu verteidigen (58.).

Pedro Porro

Pedro Porro

Ein Yamal-Treffer wurde aberkannt, die Franzosen hatten außer einem abgefälschten Mbappe-Schuss nichts zu bieten. 

Ein bitteres Ende für Frankreich, Teamchef Deschamps – er ist nun mit 26 WM-Spielen als Trainer Rekordmann – muss sich im kleinen Finale verabschieden. Und Spanien? Die Mannschaft von Luis de la Fuente bleibt seit März 2023 in Pflichtspielen ungeschlagen.

Die Krönung soll am Sonntag folgen.

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