Warum die Welt die Männer-Freundschaft zwischen Haaland und Bellingham feiert
Sie umarmen sich, sie necken sich, manchmal gibt es sogar ein Bussi auf die Wange: Beim WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England standen Erling Haaland (25) und Jude Bellingham (23) nicht nur wegen ihres sportlichen Könnens im Auge der Öffentlichkeit.
Insbesondere die gute Freundschaft zwischen den beiden Spielern sorgte einmal mehr für Begeisterung bei den Fans.
Social Media feiert Freundschaft von Haaland und Bellingham
Auch wenn England das Viertelfinal-Spiel durch zwei Tore Bellinghams gewonnen hat und Norwegen sich damit von der Fußball-Weltmeisterschaft verabschieden musste – der Hype um die Freundschaft zwischen den beiden Torschützen bleibt ungebrochen.
Instagram, TikTok und Co. werden derzeit geflutet mit Zusammenschnitten, die die „Bromance“ der beiden Sport-Stars zeigen.
Gegenseitiger Respekt
Auch abseits des Spielfeldes erweisen die beiden Sportler einander großen Respekt und betonen öffentlich immer wieder, wie sehr sie das Talent des jeweils anderen schätzen. „Er ist ein noch besserer Mensch als Stürmer“, erklärte Bellingham einmal über seinen norwegischen Kollegen.
Auch Haaland hält stets zu seinem Freund. Nach Kritik über den Sieg Englands gegen Norwegen setzte er sich für Bellingham auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ein: „Jude ist ein toller Freund und so ein guter Kerl. Wir hatten so viel Spaß und es überrascht mich nicht, dass er zwei Tore geschossen hat. Er bekommt zu viel Kritik dafür, weil er 'nicht genug Tore schießt'. Ich finde, das hat es wirklich nicht verdient, er ist einer der Besten auf der Welt und jeder könne froh sein, einen Jude im Team zu haben.“
Die Freundschaft zwischen Bellingham und Haaland reicht bis in ihre gemeinsame Zeit beim deutschen Verein Borussia Dortmund zurück; zwischen 2020 und 2022 waren sie dort Teamkollegen.
Erling Haaland und Jude Bellingham - eine Freundschaft in Bildern
„Vorbilder für junge Männer“
Die „Bromance“ zwischen den beiden kann man wohl zurecht als eine der schönsten Geschichten dieser Fußball-WM beschreiben. Auch ist sie für viele zu einem Sinnbild positiver Männlichkeit geworden – als Gegenentwurf zu toxischen, veralteten Männlichkeitsbildern. „Wenn es eine Sache gibt, die ich auf dieser Welt wirklich liebe, dann sind es heterosexuelle Männer, die keine Angst davor haben, körperliche Zuneigung zu zeigen,“ schrieb etwa die US-Kulturjournalistin Emma Specter in der Juli-Ausgabe der Vogue.
Dem stimmen zahlreiche Fans weltweit zu, die sich in Kommentaren auf Social Media entzückt zeigen:
„Zwei wunderbare Männer, die mit ihrem vorbildlichen Verhalten genau das Beispiel geben, das junge Männer in dieser oft völlig verkorksten Welt brauchen!“, schreibt etwa ein User.
„Einfach zwei beste Freunde, die füreinander da sind. Ich wünschte, Männer könnten immer so befreundet sein – fähig, Empathie, Gefühle und Fürsorge zu zeigen, anstatt sich gegenseitig lächerlich zu machen und das Ganze als bloße Frotzelei abzutun,“ meint eine andere.
Und: „Die Beziehung zwischen diesen beiden Männern ist zutiefst berührend und auf eine Weise wunderschön, die keiner Rechtfertigung bedarf. Sie zeigen der Welt, dass zwei selbstbewusste Männer einander lieben, akzeptieren und beschützen können – ohne Angst, ohne Grenzen und ohne sich dafür entschuldigen zu müssen. Sie sind ein eindrucksvolles Sinnbild für jene Art von Verbundenheit, nach der sich so viele von uns sehnen.“
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