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Von Fabio Tartarotti 

Für den Aufsteiger aus Wien, den SV Wienerberg 1921, gab es am Freitagabend einen „Welcome-to-the-Ostliga“-Moment. Die Favoritner gingen zuhause gegen FC Marchfeld mit 0:5 unter. Der Abgang von Schlüsselspieler Jan Mülner dürfte für den amtierenden Wiener-Liga-Meister schwierig bis gar nicht zu kompensieren sein. 

Der Torschützenkönig der vergangenen Saison, dessen Leistung erheblich zum Wiener-Doublesieg und Aufstieg in die RLO beigetragen hatte, stürmt ab sofort für den ASK Ebreichsdorf  in der Niederösterreichischen Landesliga. Auch Erfolgscoach Werner Hasenberger trägt nicht mehr das Wappen des SV Wienerberg, an seiner Stelle sitzt nun Peter Weingartmann auf der Trainerbank. Mit SV Horn trifft Wienerberg am zweiten Spieltag wieder auf einen starken Gegner. Will man sich in der Liga etablieren, muss der Aufsteiger jetzt zumindest einen kleinen Schritt nach vorne machen. 

Vier Jahre lang hatte Rapid das erste Liga-Heimspiel gewonnen, immer zu Null. 2025 durch ein frühes Tor von Nosa Dahl gegen Blau-Weiß Linz 1:0.

Und 2026 gegen Altach? Gelang Auftaktsieg Nummer fünf, wieder zu Null, wieder durch ein frühes Dahl-Tor.

Rapid mit Blitzstart

Rapid war nach dem 6:2 im Europacup mit vier Neuen gestartet (Jakob Schöller, Jannes Horn, Tonni Adamsen  und Yusuf Demir) und hatte einen perfekten Auftakt. Ercan Kara, der vor Adamsen stürmte, gelang der hohe Ballgewinn, Matthias Seidl fand Nosa Dahl und der Norweger tanzte Filip Milojevic aus.

Beinahe hätte Goalie Dejan Stojanovic das 1:0 durch Dahl verhindern können (4.).

Erstes Spiel, erste Standortbestimmung für zwei Teams, bei denen sich einiges getan hat. Austria Lustenau begrüßte als Aufsteiger bei seiner Rückkehr in die Bundesliga die SV Ried, die einen Trainerwechsel und einen Umbruch im Kader zu bewältigen hatte. Wie das aussah? 

Die Gastgeber begannen im schmucken neuen Stadion druckvoll und gingen in Führung. Dominik Weixelbraun war von den Riedern nach einer Flanke von Danilo Soares am langen Eck völlig vernachlässigt worden und traf ungehindert zum 1:0 (26.). Da hatten die Gäste kurz geschlafen nach der ersten Trinkpause im Spiel.

Der Treffer erweckte sie allerdings: Von nun an bestimmten die Oberösterreicher mit Routinier Stefan Schwab als Taktgeber im zentralen Mittelfeld die Partie. Dem Ausgleich durch Nasrawe (34.) folgte noch vor der Pause eine Topchance für Evan Aisowieren. 

Führungstreffer von Ried zurückgenommen

Der gebürtige Linzer, der in England aufgewachsen ist, trat kurz nach Seitenwechsel wieder in Erscheinung. Sein Zuspiel fand Jaedin Rhodes, der zum 1:2 traf (58.). Der Treffer zählte wegen einer minimalen Abseitsstellung aber nicht.

Wissen Sie, wann die Austria zum letzten Mal ein Auftaktspiel in der Bundesliga gewonnen hat? Es war 2018. So gesehen kommt die 0:3-Niederlage beim WAC nicht überraschend. 

Austria ohne Dragovic und wenig Offensiv-Power

Nach den erfolgreichen Spielen im Europacup und Cup ist die Austria eigentlich mit viel Selbstvertrauen nach Kärnten gereist. Trainer Stephan Helm setzte im zentralen Mittelfeld auf das Duo Fischer/Wustinger, in der vordersten Reihe bekam Wels den Vorzug gegenüber Markovic. Routinier Dragovic war nach seiner Kopfverletzung noch nicht einsatzbereit.

Ex-Torschützenkönig brachte WAC in Führung

Das anfängliche Abtasten beendete Lee, dessen Schuss knapp drüber ging (12.). Es sollte für längere Zeit die letzte gefährliche Offensivaktion der Austria bleiben – der WAC übernahm das Kommando. Nach einer abgefälschten Flanke bekam Buhari den Ball unglücklich an den Oberarm, den fälligen Elfmeter verwandelte Rückkehrer Vrioni zur verdienten Führung für den WAC (18.). 

Der Stürmer war 2021/22 im WSG-Dress Torschützenkönig der Liga. Jetzt ist er zurück in Österreich, sein Trainer ist damals wie heute Thomas Silberberger. Vrioni ist auch einer von zwölf Neuzugängen beim WAC (14 Abgänge) – der Umbruch scheint geglückt.

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