Nachtslalom in Schladming: Rückschlag kurz vor Olympia
Manuel Feller in Schladming
Das Warten auf den ersten Sieg beim Nachtslalom von Schladming seit 2021 geht weiter. Mehr noch: Am Mittwoch setzte es für die ÖSV-Stars auf der Planai wieder einen Rückschlag und für zwei Herren sogar eine ordentliche Watschn, nachdem Manuel Feller zuletzt mit seinem Kitzbühel-Sieg für einen hellen Moment gesorgt hatte.
Der Tiroler landete diesmal auf Platz 10, bester Österreicher war auf der Planai Fabio Gstrein als Fünfter. Der 28-Jährige hatte schon zuletzt in Kitzbühel aufgezeigt, als er sich mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang von Platz 22 auf Rang elf katapultierte.
In Schladming fuhr Gstrein sein bestes Saisonergebnis ein. Zuvor war dies ein 10. Platz in Levi im November gewesen.
Den größtmöglichen Rückschlag setzte es aber für zwei der vier Olympia-Starter im ÖSV-Lager. Marco Schwarz, der als letzter Österreicher vor fünf Jahren auf der Planai gewonnen hatte, verpasste mit 2,95 Sekunden Rückstand als 32. ebenso den zweiten Durchgang wie Michael Matt als 33. (+2,97). Und das nur zwei Wochen vor dem Olympia-Slalom in Bormio.
Norwegischer Doppelsieg
Der Sieg ging an den Norweger Henrik Kristoffersen, der nach seinem Erfolg zu Tränen gerührt war, weil er mit seinem fünften Sieg zum Rekordsieger auf der Planai wurde. Auf Platz zwei folgte sein Landsmann Atle Lie McGrath, der nach dem ersten Durchgang geführt hatte. Der Franzose Clement Noel wurde Dritter.
Der erste Durchgang war auf der steilen Planai durchaus ein Startnummern-Rennen gewesen. Die ersten drei Läufer machten zur Pause auf den ersten drei Plätzen halt. Darunter die beiden Norweger, die ihre starken Zwischenplatzierungen bei besseren Verhältnissen auf einem anspruchsvollen, weil stark drehenden Kurs im zweiten Lauf auch bestätigten.
Starker Sturm
Aufgezeigt hat aber noch ein Österreicher: Der 24-jährige Joshua Sturm, der mit einem super Lauf im zweiten Durchgang 16 Plätze gutgemacht hat. Vom 28. Rang arbeitete sich der Pitztaler schließlich auf den 12. Platz vor. Die hohe Startnummer 43 im ersten Durchgang dürfte eine noch bessere Platzierung verhindert haben. Dennoch freute sich Sturm schließlich über die beste Weltcupplatzierung seiner Karriere im Slalom.
Kitzbühel-Sieger Feller hatte auf der Planai schon den ersten Durchgang verpatzt und lag zur Halbzeit nur auf Platz 13. Er habe während des Laufs gemerkt, dass es nicht rund laufen würde für ihn, so Feller. „Dass es aber so grauenvoll ist, war schon eine gscheite Watschn.“ Ob er körperlich nicht ganz fit sei, wollte ORF-Moderator Rainer Pariasek wissen. „Eher nicht. Aber das soll keine Ausrede sein.“ Immerhin machte er im zweiten Durchgang mit einem beherzten Lauf drei Plätze gut.
Eine weitere Generalprobe für Olympia hatten die Österreicher auch schon am Dienstag im Riesentorlauf verpatzt. Da fuhren die ÖSV-Männer im letzten Rennen vor den Spielen das schlechteste Ergebnis der Saison ein. Marco Schwarz war als bester Österreicher Achter.
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