Nach Marathon-Tag in Melbourne: Alcaraz trifft im Finale auf sensationellen Djokovic
Erledigt! Carlos Alcaraz steht im Finale von Melbourne
Ende des dritten Satzes konnte Carlos Alcaraz kaum noch gehen, nun könnte er der jüngste Spieler der Geschichte werden, der alle vier Grand-Slam-Turniere gewinnt (Karriere-Slam).
Und das nach einem Drama: Der Spanier gewann die ersten beiden Sätze gegen den deutschen Vorjahresfinalisten Alexander Zverev, wurde dann aber von Krämpfen geplagt. Am Ende siegte Alcaraz nach 5:27-Stunden doch noch 6:4, 7:6, 6:7, 6:7, 7:5. Zverev sah dies gar nicht gern und polterte Richtung Schiedsrichter:
Wie kannst du zulassen, dass sie ihn wegen ein paar Krämpfen behandeln. Das ist totaler Bullshit. Die ganze Zeit beschützt ihr diese beiden Typen.
Zverev hatte damit nicht zu Unrecht. Waren es tatsächlich Krämpfe, und danach sah es aus, darf kein Medical Timeout genommen werden. "Ich wusste nicht genau, was es war", sagte der 22-Jährige nach dem Match.
Gewiss weiß er aber: "Es war wohl das schwierigste Match meines Lebens, die größte Herausforderung", sagt Alcaraz, "ich habe aber immer an mich geglaubt." Am Ende wirkte Zverev k.o., lag aber im letzten Satz immer ein Break vor und schlug auf das Match auf. Ehe der wieder fitter wirkende Alcaraz doch noch gewann.
Der Weltranglisten-Erste aus Spanien war danach erleichtert: "Ich danke Euch, ihr habt mich gepusht", sagte der 22-Jährige in Richtung Fans in der Rod-Laver-Arena. Und: "Wir sehen uns am Sonntag". Und da wartet nicht Jannik Sinner, der Turnierfavorit musste sich Novak Djokovic 6:3, 3:6, 6:4, 4:6, 4:6 geschlagen geben. Der Showdown folgt am Sonntag (9.30 MEZ, Servus TV, Eurosport)
Djokovic wie in besten Zeiten
Sensationeller Djokovic
Und der 38-jährige Serbe, der zehn Mal bei den Australian Open triumphierte und damit Rekordchamp ist, spielte besser als alle Experten erwartet hatten. Vielleicht als er selbst geglaubt hatte. Der Evergreen hielt gegen den favorisierten Titelverteidiger Sinner mehr als nur dagegen und kann sich nun seinen Traum vom 25. Slam erfüllen. damit würde er ewige Nummer eins sein - und wohl auch immer bleiben.
Große Routine
Vor allem spielte Djokovic, der im Viertelfinale nur von einer Aufgabe seines italienischen Gegners Lorenzo Musetti profitiert hatte, seine ganze Routine aus. Im Entscheidungssatz wehrte er acht (!) Breakbälle ab - und nützte seinen einzigen. Nach 4:09-Stunden war die Überraschung perfekt.
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