Formel-1-Star Hülkenberg im Gespräch: „Diese Reform ist die extremste“
Ein Deutscher in einem deutschen Auto: „Natürlich gibt es jetzt einen Hype“, sagt Hülkenberg
Noch werden nicht alle Karten auf den Tisch gelegt, wenn am Montag die Formel-1-Autos ihre ersten Testrunden der Saison drehen. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Circuit Barcelona-Catalunya werden die Teams versuchen, ihre Technik-Tricks so lange wie möglich auch vor der Konkurrenz geheim zu halten. Wer hat den besten Antrieb gebaut? Wer hat die neue Aerodynamik am besten im Griff? Noch weiß niemand, welchem Team im Jahr der großen Regelreform der große Wurf gelungen ist. Auch nicht Nico Hülkenberg. Vor seiner ersten offiziellen Fahrt im Audi sprach der 38-Jährige über ...
... die neuen Regeln ab dieser Saison: "Ich habe schon viele Reformen erlebt. Aber diese ist definitiv die extremste von allen. Wir haben 2026 eine komplett neue Formel 1."
... Fahrten am Simulator: "Das Problem ist: Wenn man ein Auto noch nicht auf der Rennstrecke gefahren ist, hat man keine Referenz, um den Simulator mit Daten zu füttern. Die Musik beginnt erst auf der Rennstrecke zu spielen."
... seine Erfahrung: "Was 2015 passiert ist, spielt jetzt keine Rolle mehr. Wir starten mit einem weißen Blatt Papier. Alle müssen lernen, wie diese Autos zu fahren sind."
... die Kräfteverhältnisse: "Speziell in der ersten Hälfte der neuen Saison könnte es turbulent sein. Gut möglich, dass sich das Kräfteverhältnis zwischen den Teams von Strecke zu Strecke ändert."
... den F1-Einstieg von Audi: "Das ist definitiv das größte Projekt meiner Karriere, ein riesiger Schritt. Vor zwei Jahren habe ich mich für das Projekt entschieden und jetzt wird es Realität. Ich bin froh und stolz, Teil von dem hier zu sein. Wir wollen jetzt Geschichte schreiben. Eine erfolgreiche Geschichte."
... Hürden: "Wir stehen am Anfang. Es gibt so viele Herausforderungen. Aber wir nehmen diese Herausforderungen an, wir haben die richtigen Zutaten. Die Lernkurve wird steil bergauf zeigen."
... Hype: "Ein Deutscher in einem deutschen Auto! Natürlich gibt es da jetzt einen Hype, natürlich gibt es jetzt auch mehr Marketing-Verpflichtungen für mich. Aber das war klar, das wollten wir so. Für uns Fahrer ist das kein großes Problem."
... ein Ende seiner Karriere: "Daran denke ich nicht. So lange ich Spaß habe und die Zeit auf der Stoppuhr passt ..., so lange sowohl ich als auch der Arbeitgeber zufrieden sind, mache ich weiter."
... Fahrer wie Max Verstappen: "Die Besten setzen sich immer durch. Deshalb sind sie ja auch die Besten. Sie haben spezielle Fähigkeiten, sie können sich besser anpassen. Aber es hängt immer damit zusammen, wie gut das gesamte Paket aus Fahrer und Team ist."
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