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Krieg in Ukraine
03/25/2022

Russlands neues Hauptziel: "Befreiung des Donbass" + Schon 3,7 Mio. Flüchtlinge

Es ist Tag 30 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine: Alles zur Lage in der Ukraine lesen Sie in unserem Live-Ticker.

von Josef Siffert, Armin Arbeiter, Laura Schrettl, Marie North

Aktuelle Entwicklungen

  • Russlands Hauptziel lautet jetzt: "Befreiung des Donbass" (mehr)
  • Tag 30: "Ukraine nach einem Monat militärisch stark geschwächt" (mehr)
  • Schon 3,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen (mehr)
  • Putin weist Gazprom zur Umstellung auf Rubel-Zahlungen an (mehr)
  • Russland will Westflanke wegen NATO-Aktivitäten verstärken (mehr)
  • Lawrow: Westen hat Moskau "totalen hybriden Krieg" erklärt (mehr)
  • Russen haben Probleme mit ihren Raketen (mehr)
  • "Ehrenvoller Abzug": Erdogan-Appell an Putin (mehr)
  • Russische Zentralbank kündigt Vergeltung an (mehr)
  • "Blaue Karte": Ausweis für Vertriebene aus Ukraine wird ab Montag verschickt (mehr)
  • USA: Mehr Gas und Getreide für Europa (mehr)
  • Sanktionen in Österreich: "Bisher haben wir zwei Treffer" (mehr)
  • FPÖ gegen EU-Beitritt der Ukraine und für Vermittlerrolle Österreichs (mehr)
  • Nehammer: Es braucht "Kreativität" bei Sanktionen (mehr)

Hintergründe

  • Putins Rubelkrieg drängt Europa in die Defensive (mehr)
  • Zerbombte Kornkammer: Wegen Ukraine-Krieg droht globale Hungerkrise (mehr)
  • Porträt: Wie Selenskij seine größte Rolle anlegt (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Politologe warnt vor Jahrzehnten der Instabilität in Europa (mehr)
  • EU wirft Russland Kriegsverbrechen vor (mehr)
  • Kosovo-Außenministerin: "Möchten Russland nicht an unserer Grenze haben" (mehr)
  • Kadyrow: Mariupols Rathaus unter Tschetschenen-Kontrolle (mehr)
  • Bis zu 40.000 Russen sind tot, verletzt, gefangen oder vermisst (mehr)
  • Österreich schafft strategische Gas-Reserve an (mehr)
  • Warum Trump Putin jetzt mit Atomwaffen droht (mehr)
  • Putins Rubelkrieg drängt Europa in die Defensive (mehr)
  • Nehammer: Verzicht auf Russen-Gas "realitätsfremd und falsch" (mehr)
  • Ukrainische Flüchtlinge: AK fürchtet Lohn- und Sozialdumping (mehr)
  • NATO droht Moskau bei Chemiewaffen-Einsatz mit "harten Konsequenzen" (mehr)
  • Deutschland setzt weiter auf russisches Gas (mehr)
  • Jedes zweite Kind hat seit Kriegsbeginn die Ukraine verlassen (mehr)
  • NATO-Chef Stoltenberg sieht Russland nicht als Gefahr für Bündnis (mehr)
  • Selenskij ruft zu weltweiten Protesten auf (mehr)
  • Tag 29: Laut Geheimdienstinformationen werden russische Truppen um Kiew zurückgedrängt (mehr)
  • IAEA: Vier Brände bei Tschernobyl gelöscht (mehr)
  • USA werfen Russland offiziell Kriegsverbrechen vor (mehr)
  • NATO will Gefechtseinheiten an Ostflanke verdoppeln (mehr)
  • NATO-Chef: China unterstützt Russland mit "Lügen" im Krieg (mehr)
  • Putin akzeptiert für Gas-Lieferungen nur noch Rubel (mehr)
  • Moskau warnt NATO vor Stationierung von Friedenstruppen in der Ukraine (mehr)
  • Tag 28: Heftige Kämpfe bei Charkiw, Schwierige Lage in Isjum (mehr)

Die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Ticker

  • 05/06/2022, 09:21 PM

    Russische Hacker-Angriffe auf deutsche Behörden

    Prorussische Hacker haben einem Medienbericht zufolge Cyberangriffe auf Websites deutscher Sicherheitsbehörden, Ministerien und Politiker gestartet und diese zeitweilig unerreichbar gemacht. Nach "Spiegel"-Informationen richteten sich die Attacken unter anderem gegen die Bundespolizei sowie gegen mehrere Landespolizeibehörden. Auch der Bundestag, das Verteidigungsministerium und die SPD-Website von Bundeskanzler Olaf Scholz zählten zu den Zielen der Hacker-Kampagne.

    Das Magazin berief sich auf ein internen Behördenbericht. Einige der Internetauftritte seien wegen der Überlastangriffe vorübergehend nicht aufrufbar gewesen. Nach Bewertung der Sicherheitsbehörden handle es sich bei den sogenannten "Distributed Denial of Service"-Attacken (DDoS) um Vergeltungsaktionen für deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine.

  • 05/06/2022, 07:53 PM

    Ukraine - UNO-Generalsekretär reist nach Moldau

    Nach seinen Besuchen in Moskau und Kiew wird UNO-Generalsekretär António Guterres nach Moldau reisen. Der 73 Jahre alte Portugiese will im Nachbarland der Ukraine am Montag unter anderem Präsidentin Maia Sandu und Premierministerin Natalia Gavrilița treffen. Am Dienstag soll Guterres ein Flüchtlingslager besuchen.

    Die Republik Moldau mit ihren 2,5 Millionen Einwohnern hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs über 450 000 Flüchtlinge aufgenommen. Am Mittwoch will der UNO-Chef nach Österreich weiterreisen, wo er an einer Konferenz mit den Spitzen der UNO-Teilorganisationen teilnehmen wird. Außerdem sind Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) geplant.

  • 05/06/2022, 07:13 PM

    Donbass-Separatisten ernennen Botschafter in Russland

    Rund zweieinhalb Monate nach ihrer Anerkennung durch Russland haben die selbst ernannten ostukrainischen Volksrepubliken Donezk und Luhansk Botschafter nach Moskau entsandt. Die prorussischen Separatisten aus Donezk teilten am Freitag mit, dass ihre Interessen in Moskau künftig durch die Politikerin Olga Makejewa vertreten werden sollen. Luhansk schickt den ehemaligen Journalisten Rodion Miroschnik, der einst für den russlandnahen Präsidenten Viktor Janukowitsch arbeitete.

    Bis die beiden Botschaften in Moskau tatsächlich geöffnet werden, dürfte es allerdings noch eine Weile dauern. Für die Luhansker Vertretung etwa sei zwar schon ein passendes Gebäude gefunden worden, sagte Miroschnik im russischen Fernsehen. Doch es werde noch einige Wochen dauern, bis es "in Ordnung" gebracht worden sei.

    Russland hatte Donezk und Luhansk am 21. Februar unter heftigem internationalem Protest als unabhängige Staaten anerkannt. Drei Tage später ordnete Kremlchef Wladimir Putin den Angriff auf die Ukraine an. Als ein Ziel des Krieges, in dem bereits auch Tausende Zivilisten starben, nennt Putin immer wieder die angebliche "Befreiung" der Ostukraine von ukrainischen "Nationalisten". Internationale Beobachter halten das für einen Vorwand.

  • 05/06/2022, 07:10 PM

    Scholz verteidigt Waffenlieferungen an die Ukraine unter Pfiffen

    Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Waffenlieferungen an die Ukraine auf einer Wahlkampfveranstaltung der SPD in Kiel unter lautstarkem Protest von Störern verteidigt. Nach dem Krieg habe es die Verständigung gegeben, Grenzen in Europa nicht mehr gewaltsam zu verschieben, sagte Scholz am Freitag - zwei Tage vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein - in Kiel. "Das ist was, das Putin infrage gestellt hat, und das werden wir nicht hinnehmen."

    Deutschland dürfe die Ukraine nicht alleine lassen, ohne Waffen könne sich das Land nicht gegen den Aggressor verteidigen. Nach Polizeiangaben hatten sich mehr als 1200 Menschen auf dem Rathausplatz zu der Wahlkampfkundgebung der SPD versammelt, darunter etwa 50 Störer und Gegendemonstranten. Sie störten die Kundgebung mit Pfiffen und Sirenen lautstark. "Scholz an die Front", stand auf einem Plakat, "Frieden schaffen ohne Waffen" auf einem anderen.

    Scholz hatte lautstark protestierenden Gegnern der Waffenlieferungen schon bei einer Kundgebung am Tag der Arbeit ungewohnt energisch die Stirn geboten. Er respektiere jeden Pazifismus, sagte er am 1. Mai bei einer DGB-Kundgebung in Köln den lau Demonstranten. "Aber es muss einem Bürger der Ukraine zynisch vorkommen, wenn ihm gesagt wird, er solle sich gegen die Putinsche Aggression ohne Waffen verteidigen." Eine solche Haltung sei "aus der Zeit gefallen".

  • 04/29/2022, 07:28 PM

    Norwegen schließt Häfen für russische Schiffe

    Norwegen folgt bei den Sanktionen gegen Russland erneut dem Beispiel der EU und schließt die Häfen des Landes für russische Schiffe. Davon ausgenommen sind lediglich Trawler für den Fischfang, wie die norwegische Regierung am Freitag in Oslo mitteilte.

  • 04/04/2022, 12:05 AM

    Franziskus bereit, alles für Frieden zu tun

    Papst Franziskus ist nach eigenen Worten bereit, alles zu tun, um sich für den Frieden in der Ukraine einzusetzen. "Die Bereitschaft ist da. Ich stehe zur Verfügung", sagte das katholische Kirchenoberhaupt auf dem Rückflug von seiner zweitägigen Malta-Reise vor Journalisten am Sonntagabend. Eine Reise nach Kiew liege weiter auf dem Tisch. Außerdem sei ein Treffen mit dem kremltreuen Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche Kirill im Nahen Osten in Arbeit.

    Franziskus erklärte weiter, er sei regelmäßig in Kontakt mit Leuten, die vor Ort in der Ukraine seien. Zudem sprach er sein Mitgefühl aus wegen der im Ukraine-Konflikt getöteten Journalisten. "Eure Arbeit dient dem Wohl der Allgemeinheit", sagte der Heilige Vater zu den Journalisten im Flugzeug.

    Der Papst betonte weiter, dass es in den Beziehungen zwischen Russland und dem Vatikan nichts zu verbergen gebe. "Alles, was ich den Autoritäten gesagt habe, ist veröffentlicht." Nichts sei dabei nur ihm vorbehalten gewesen. "Ich verwende dabei keine Doppelzüngigkeit."

  • 04/03/2022, 09:28 PM

    HRW: Kriegsverbrechen von Russland offenbar geduldet

    Kriegsverbrechen gegen Zivilisten in der Ukraine sind nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch keine Ausnahmen und werden von der russischen Armee offenbar geduldet. "Einzelfälle sind das bestimmt nicht", sagte der Deutschland-Direktor der Organisation, Wenzel Michalski, am Sonntagabend in der ARD. Er wies auf Tötungen, Vergewaltigungen und den Beschuss ziviler Wohnblöcke hin.

    "Das deutet eigentlich darauf hin, das zumindest Kriegsverbrechen geduldet werden. Vielleicht ist das nicht systematisch geplant. Allerdings: Der Beschuss ziviler Wohngegenden und die Benutzung von geächteten Waffen deuten darauf hin, dass man das in Kauf nimmt und mit als Kriegstaktik benutzt", sagte Michalski. Er forderte eine von den Vereinten Nationen mandatierte Untersuchungskommission.

  • 04/03/2022, 09:11 PM

    UNO-Chef Guterres "zutiefst geschockt" von Gräueltaten

    UNO-Generalsekretär António Guterres hat sich "zutiefst geschockt" geäußert über Gräueltaten an Bewohnern der ukrainischen Stadt Butscha. "Es ist essenziell dass eine unabhängige Untersuchung zu effektiver Rechenschaft führt", sagte der UNO-Chef am Sonntag in New York laut Mitteilung. Nach dem Rückzug russischer Truppen aus dem Nordwesten der ukrainischen Hauptstadt hatten Aufnahmen von Leichen auf den Straßen von Butscha international für Entsetzen gesorgt.

    Die Ukraine hat in der Region rund um die Hauptstadt Kiew die Leichen von insgesamt 410 Bewohnern geborgen, wie die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa am Sonntagabend auf Facebook schrieb. Gerichtsmediziner und andere Spezialisten seien im Einsatz, um die Leichen zu untersuchen und Ermittlungen aufzunehmen. Die Ukraine macht für das Massaker russische Truppen verantwortlich, die die kleine Stadt bis vor kurzem besetzt hatten. Moskau bestreitet das.

  • 04/03/2022, 09:10 PM

    Kiew wirft Moskau gezielte Gewalt gegen Frauen vor

    Ukrainische Politiker werfen den vor gut fünf Wochen einmarschierten russischen Truppen gezielte Gewalt gegen Frauen und Mädchen vor. Der Parlamentsabgeordnete Olexij Gontscharenko berichtete in einem am Sonntag auf Twitter veröffentlichten Video von nackten Frauenleichen, die unweit von Kiew am Straßenrand gefunden worden seien. "Sie verstehen, was passiert ist", sagte er - und deutete damit offensichtlich Vergewaltigungen an.

    Die Russen hätten versucht, die Leichen der Frauen zu verbrennen, sagte Gontscharenko weiter. Das ließ sich zunächst nicht überprüfen. Im Ort Irpen unweit von Kiew seien Frauen und Mädchen erschossen worden, sagte Bürgermeister Olexander Markuschyn der Deutschen Welle. "Dann sind sie mit Panzern überfahren worden." Von russischer Seite gab es zunächst keine Reaktion zu den Vorwürfen.

  • 04/03/2022, 07:28 PM

    Scholz: Neue Sanktionen gegen Moskau nach Massaker

    Nach dem Massaker im Kiewer Vorort Butscha muss sich Russland auf eine Verschärfung der westlichen Sanktionen einstellen. "Wir werden im Kreis der Verbündeten in den nächsten Tagen weitere Maßnahmen beschließen", sagte der deutsche Kanzler Olaf Scholz am Sonntagabend. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hatte zuvor ein Gasembargo ins Spiel gebracht. Während die Ukraine von 410 Leichen in der Hauptstadtregion berichtete, wies Moskau jede Verantwortung von sich.

    "Die Ermordung von Zivilisten ist ein Kriegsverbrechen. Diese Verbrechen der russischen Streitkräfte müssen wir schonungslos aufklären", sagte Scholz. "Putin und seine Unterstützer werden die Folgen spüren."

  • 04/03/2022, 06:52 PM

    Kyrill I. ruft russische Soldaten zum Kampf auf

    Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill I. hat die Soldaten Russlands zum Kampf aufgerufen. "Wir (...) unserem Eid und unserer Bereitschaft treu bleiben, unser Leben für unsere Freunde hinzugeben, wie es das Wort des Allmächtigen besagt, sagte er laut Mitteilung des Moskauer Patriarchats am Sonntag bei einem Gottesdienst in der Hauptkirche der russischen Streitkräfte in Kubinka bei Moskau, wie Kathpress meldet.

    Der vor Soldaten und Soldatinnen in Armeeuniform predigende Kirchenführer betonte zugleich, dass man alles tun müsse, damit das Blutvergießen gestoppt und "die Gefahr eines brudermörderischen Streit mit all seinen Folgen" abgewendet werde. "Wir sind ein friedliches Land und ein sehr friedliebendes, leidgeprüftes Volk, das wie nur wenige europäische Völker unter Kriegen gelitten hat. Wir haben keinerlei Drang nach Krieg oder nach irgendetwas, das anderen schaden könnte." Aber Russen seien durch ihre Geschichte so erzogen worden, dass sie ihr Vaterland liebten und bereit seien, es zu verteidigen, wie nur sie es könnten.

  • 04/03/2022, 06:20 PM

    Musk mokiert sich über Friedensappell von Berliner Berghain

    Eine Friedensbotschaft auf der Fassade des berühmten Berliner Techno-Clubs Berghain hat die Aufmerksamkeit von Milliardär Elon Musk erregt. "Am Berghain haben sie PEACE an die Wand geschrieben! Ich verweigerte den Zutritt", twitterte der Gründer des Elektroautoherstellers Tesla am frühen Sonntagmorgen.

    Später legte er nach und schrieb: "Frieden? Ich hasse das Wort. Diejenigen, denen Frieden wichtig ist (mich eingeschlossen), müssen es nicht hören. Und denen, denen der Frieden egal ist? Nun ja..."

    Der "Peace"-Schriftzug prangt seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine weithin sichtbar an der Fassade des Club-Gebäudes, eines früheren Heizkraftwerks aus DDR-Zeiten. Mehrere Medien in Berlin spekulierten, ob Musk tatsächlich daran Anstoß nahm - oder ob ihm womöglich der Einlass verwehrt wurde.

  • 04/03/2022, 05:42 PM

    Autokorso in Berlin mit russischen Fahnen

    Etwa 900 Menschen haben am Sonntag in Berlin an einem Autokorso mit russischen Fahnen teilgenommen. Der Umzug mit mehreren hundert Fahrzeugen wurde als Veranstaltung mit dem Titel "Keine Propaganda in der Schule - Schutz für russischsprechende Leute, keine Diskriminierung" angemeldet, wie die Berliner Polizei mitteilte. Auf einem Schild hieß es: "Stop hating Russians" (Hört auf, Russen zu hassen). Viele Autos führten Fahnen in den russischen Nationalfarben Weiß-Blau-Rot mit. Der Korso zog von der Stadtgrenze im nordöstlichen Berlin zum Olympischen Platz im Stadtteil Charlottenburg. Anmelder war nach Angaben der Polizei eine Einzelperson. Zwischenfälle habe es nicht gegeben, sagte ein Sprecher.

  • 04/03/2022, 05:16 PM

    Russland bestreitet Verantwortung für Butscha

    Das russische Verteidigungsministerium
    dementiert einem Agenturbericht zufolge einen Massenmord an
    Zivilisten in Butscha. Jegliches von der Ukraine veröffentlichte
    Bild- und Filmmaterial in diesem Zusammenhang stelle eine
    Provokation dar, berichtet RIA unter Berufung auf das
    Ministerium. Alle russischen Einheiten hätten Butscha am 30.
    März verlassen, meldete Interfax.

    Im Ort Butscha nahe Kiew waren mehr als 300 tote ukrainische Männer im wehrfähigen Alter gefunden worden.

  • 04/03/2022, 05:14 PM

    Sozialistin Hidalgo will Einfuhrstopp für "Gas der Schande"

    Die sozialistische Präsidentschaftskandidatin in Frankreich, Anne Hildalgo, hat ein Einfuhrstopp für russisches Erdgas verlangt. "Lassen Sie uns einfach aufhören dieses Gas der Schande zu bezahlen", forderte Hidalgo am Sonntag bei einem Wahlkampfauftritt in Paris. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland müssten verschärft und Kremlchef Wladimir Putin zur Vernunft und zu Verhandlungen gebracht werden.

    Frankreich setzt seit langem auf Atomkraft und ist weniger von russischen Energielieferungen abhängig als Österreich oder Deutschland.

  • 04/03/2022, 04:49 PM

    Russen melden erneut Explosion nahe Belgorod

    Nach einem Angriff auf ein Öllager nahe der russischen Stadt Belgorod vor wenigen Tagen soll es in dem Gebiet an der ukrainischen Grenze erneut zu einer Explosion gekommen sein. „Es gab einen Knall, Trümmer fielen auf den Boden“, schrieb der Verwaltungschef des Stadtbezirks Jakowlewski, Oleg Medwedew, am Sonntag im Nachrichtenkanal Telegram. Es habe keine Verletzten gegeben. Der Verwaltungschef machte keine Angaben zu den Hintergründen des Vorfalls in dem Dorf Tomarowk. Die Trümmerteile würden untersucht und abtransportiert. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Am Freitag sollen nach russischer Darstellung zwei ukrainische Kampfhubschrauber in den russischen Luftraum eingedrungen sein und dann Luftschläge gegen das Öllager verübt haben. Die Ukraine gab eine Beteiligung nicht zu.

  • 04/03/2022, 04:03 PM

    US-Außenminister entsetzt über Gräueltaten

    US-Außenminister Antony Blinken hat sich entsetzt über die Gräueltaten in der ukrainischen Stadt Butscha bei Kiew geäußert. „Man kann nicht anders, als diese Bilder als einen Schlag in die Magengrube zu sehen“, sagte Blinken am Sonntag dem Sender CNN. Der Minister verwies darauf, dass die US-Regierung bereits im vergangenen Monat zu dem Schluss gekommen sei, dass russische Truppen in der Ukraine Kriegsverbrechen begingen. „Das ist die Realität, die sich jeden Tag abspielt, solange Russlands Brutalität gegen die Ukraine anhält. Deshalb muss es ein Ende haben.“

  • 04/03/2022, 03:39 PM

    Litauischer Dokumentarfilmer in Mariupol getötet

    Beim Versuch, die von russischen Truppen belagerte ukrainische Stadt Mariupol zu verlassen, ist der litauische Regisseur Mantas Kvedaravicius getötet worden. Dies teilte der Pressedienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums am Sonntag im Onlinenetzwerk Twitter mit. Zuvor hatte bereits der russische Filmemacher Vitali Manski über den Tod seines 45-jährigen Kollegen berichtet. Dieser sei "mit der Kamera in der Hand" getötet worden, schrieb Manski bei Facebook. Das litauische Außenministerium zeigte sich "schockiert" über die Nachricht. Kvedaravicius sei in der Hafenstadt im Südosten der Ukraine gewesen, um "russische Kriegsgräuel zu dokumentieren". Mit seinem Film "Mariupolis" hatte er bereits die Belagerung Mariupols im Jahr 2014 durch russische Truppen dokumentiert. Der Film lief 2016 auf der Berlinale.

  • 04/03/2022, 03:28 PM

    Olaf Scholz verlangt Aufklärung zu "Verbrechen des russischen Militärs"

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat dem russischen Militär Verbrechen in der Ukraine vorgeworfen und schonungslose Aufklärung gefordert. „Ich verlange, dass internationale Organisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz Zugang erhalten zu diesen Gebieten, um die Gräueltaten unabhängig zu dokumentieren“, erklärte der SPD-Politiker am Sonntag in Berlin. „Diese Verbrechen des russischen Militärs müssen wir schonungslos aufklären.“ Täter und Auftraggeber müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Das Wort Kriegsverbrechen benutzte er in der Stellungnahme nicht.

  • 04/03/2022, 02:41 PM

    Elf Bürgermeister von russischen Truppen entführt

    Nach Angaben aus Kiew sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine elf Bürgermeister entführt worden. Amtsträger aus Gemeinden in den Regionen Kiew, Cherson, Charkiw, Saporischschja, Mykolajiw und Donezk befänden sich in "Gefangenschaft", erklärte die stellvertretende Regierungschefin Irina Wereschtschuk am Sonntag. Die Bürgermeisterin von Motyschyn bei Kiew, Olga Suchenko, sowie deren Mann seien von russischen Soldaten festgenommen und getötet worden. Die ukrainische Staatsanwaltschaft hatte die Entführung von Suchenko und ihrem Mann vor einer Woche bekanntgegeben. 

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