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Politik Ausland
03/25/2022

Schon 3,7 Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen

Fast ein Viertel aller Ukrainer mussten seit Kriegsbeginn ihre Wohnungen verlassen

Nach einem Monat schwerster russischer Angriffe hat die Zahl der Kriegsfl├╝chtlinge aus der Ukraine mehr als 3,7 Millionen erreicht. Das UN-Fl├╝chtlingshilfswerk UNHCR registrierte bis Freitagmittag 3.725.806 Menschen, die seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar aus der Ukraine fl├╝chteten.

Insgesamt mussten nach UNO-Angaben bereits mehr als zehn Millionen Menschen in der Ukraine ihre H├Ąuser verlassen. 6,5 Millionen Menschen leben demnach derzeit als Binnenfl├╝chtlinge in der Ukraine.

Bei rund 90 Prozent der Fl├╝chtlinge aus der Ukraine handelt es sich um Frauen und Kinder. Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef geht allein von 1,5 Millionen minderj├Ąhrigen Fl├╝chtlingen aus dem Kriegsland aus.Vor Beginn des russischen Angriffskriegs hatten in der Ukraine rund 37 Millionen Menschen gelebt - die 2014 von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sowie die pro-russischen Separatistengebiete im Osten des Landes nicht eingeschlossen.

TOPSHOT-UKRAINE-RUSSIA-CONFLICT

Mit Abstand die meisten Fl├╝chtlinge aus der Ukraine hat bisher Polen aufgenommen. Seit Beginn der Invasion kamen nach Angaben des UNHCR mehr als 2,2 Millionen Menschen aus der Ukraine in dem Nachbarland an. Etwa 200.000 der Menschen nutzten demnach das kostenlose Angebot der polnischen Bahn f├╝r ukrainische Fl├╝chtlinge, um in andere L├Ąnder weiterzureisen.

Hunderttausende Ukrainer flohen seit Beginn der Invasion auch ├╝ber die Grenze nach Rum├Ąnien sowie in die Republik Moldau. Ungarn nahm dem UNHCR zufolge bis Donnerstag mehr als 336.000 Fl├╝chtlinge aus der Ukraine auf, in der Slowakei waren es bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 263.000.

Die Zahl der Menschen, die in Russland Zuflucht suchten, bezifferte das UNHCR am Dienstag auf 271.254. Zus├Ątzlich kamen demnach bereits in den drei Tagen vor Beginn des Krieges etwa 113.000 Menschen aus den pro-russischen Separatistengebieten Donezk und Luhansk in Russland an.

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