Sport-News

So lange lief alles friedlich ab im 348. Wiener Derby zwischen Rapid und der Austria. Bis kurz vor Schluss. Ab der 89. Minute schossen die Rapid-Fans Böller und Leuchtraketen auf das Spielfeld und gefährdeten nicht nur die Spieler sondern auch zahlreiche Fans. 

Schiedsrichter Markus Hameter unterbrach das Spiel daraufhin und schickte die Mannschaften 40 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in die Kabine. Nach knapp zehn Minuten kamen die Teams dann wieder aufs Feld und das Spiel konnte fortgesetzt werden. Die Austria spielte die restliche Spielzeit souverän hinunter und gewann verdient mit 2:0.

"Absolutes No-Go": Rapid distanziert sich von Vorkommnissen

Nach den Ausschreitungen im September 2024 waren am Sonntag erstmals wieder Auswärtsfans bei einem Derby zugelassen. Die Aktion der Rapid-"Fans" wird Folgen haben.

Die Hütteldorfer distanzierten sich via X in einer ersten Stellungnahme von den Vorkommnissen: "Bei aller Enttäuschung, bei allem Frust, das Abfeuern von Böllern und Leuchtkörpern ist und bleibt ein absolutes No-Go. Der SK Rapid distanziert sich von den Vorkommnissen und wir hoffen, dass niemand zu Schaden gekommen ist!" 

Österreichs Nummer drei Sinja Kraus hat den erstmaligen Vorstoß in die Top 100 vorerst verpasst. Die 23-jährige Wienerin  verlor am Sonntag das Finale des ITF-W75-Challengers in Prag gegen die Tschechin Tereza Martincova 3:6,4:6.

Kraus verbessert sich im Ranking auf Platz 102, ihre bisher beste Position. Auf die Top 100 fehlen ihr nur noch zehn Punkte.

Oberleitner obenauf

Dafür gewann der Wiener Neil Oberleitner an der Seite des Inders Sriram Balaji das Challenger in Pau und erreicht am Montag mit Platz 73 sein höchstes Doppel-Ranking. 

Sturm hatte am Samstag dem mit dem Abstiegskampf betrauten GAK nicht geholfen, unterlag beim Konkurrenten WSG 0:1. Der GAK hingegen leistete im Kampf an der Tabellenspitze etwas Schützenhilfe und rang Salzburg beim 1:1 einen Punkt ab. Die Bullen lachen dennoch von der Spitze, punktegleich mit dem LASK, Sturm liegt zwei Punkte dahinter und wurde am Abend noch von der Austria überholt, die einen Punkt hinter dem Spitzenduo liegt. 

Der GAK begann sehr engagiert, zwei Freistöße in den ersten drei Minuten zeugen von einem feinen Angriffsgeist. Einen davon erwischte Stürmer-Routinier Maderner mit dem Kopf, der Ball landete aber neben dem Tor. 
Es ging rassig weiter, auch die Salzburger kamen durch Konate zu einer Topchance, GAK-Goalie Stolz hielt. Im Gegenstoß wurde auf der anderen Seite angeschrieben: Maderner umtanzte Goalie Schlager und verfehlte nur knapp, der Deutsche Leon Klassen brachte den Ball in die Mitte, wo der junge Salzburger Drexler den Ball ins eigene Tor abfälscht (16. Minute). Nur sieben Minuten später musste Stolz bei einem Konate-Versuch klären. Da wäre mehr möglich gewesen. 

Ausgleich durch Konate

Recht zügig  ging es bis zur Pause weiter,  viele Chancen wurden kreiert, entstanden aber auch durch Unzulänglichkeiten der Gegner. In der 40. Minute gipfelte eine schöne, schnelle Kombination im  Ausgleich. Nach einer schönen Hereingabe von Krätzig verwertete Karim Konate. 

Nach drei Rennen ohne Olympia-Medaille steht ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer vor einer ungewissen Zukunft bei den rot-weiß-roten Ski-Männern. "Jetzt fahren wir mal Olympia und die Saison fertig. Dann gibt es Vorgesetzte, die sich sicher eine Meinung bilden werden", sagte Pfeifer, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Er stehe hinter seiner Mannschaft und werde Verantwortung übernehmen, betonte der Kärntner. "Alle Läufer und Trainer machen zu hundert Prozent einen Megajob."

Den Rest müssten andere entscheiden, ergänzte Pfeifer am Samstag auf eine dementsprechende Nachfrage im Zielraum in Bormio, nachdem Stefan Brennsteiner im Riesentorlauf als bester Österreicher nur den achten Platz belegt hatte. "Im Riesentorlauf und im Super-G fahren wir eine superstarke Saison und gehen leer aus. Den Läufern kann ich nichts vorwerfen", sagte Pfeifer. 

Letzte Chance: Olympia-Slalom

Es gebe aber "schönere Sachen", als nach Erklärungen für die Leistungen zu suchen. "Letztendlich stehe ich vorne, das ist klar. Wir fahren noch einen Slalom und dann schauen wir weiter." Die Blick-Zeitung aus der Schweiz hatte am Samstag berichtet, dass Pfeifer von immer mehr ÖSV-Athleten hinter vorgehaltener Hand als "Fehlbesetzung" bezeichnet werde.

ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer kann die Störfeuer von Außen jedenfalls nicht nachvollziehen: "Die Verbandsspitze steht voll hinter Pfeifer."

Als Nicole Silveira im vierten Lauf des olympischen Skeletonbewerbs, in dem sich Janine Flock zur Olympiasiegerin kürte, im Ziel ankam, wartete nicht nur ihr brasilianisches Team auf sie. Die erste Gratulantin war ihre Ehefrau, Kim Meylemans, die wenige Minuten vor ihr ins Ziel kam. Tränen, Freude, Seligkeit.

Die Belgische Vizeweltmeisterin von 2024, Kim Meylemans, und die Brasilianerin Nicole Silveira, WM-Vierte von 2025, sind seit 1. August verheiratet. Die beiden Skeleton-Athletinnen traten am Valentinstag erstmals bei Olympischen Spielen als Eheleute an. Dem KURIER erzählten sie nach dem Rennen von ihrem Erlebnis.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.