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„Ich kann bestätigen, dass Lewis Hamilton auch 2027 ein Ferrari-Fahrer sein wird.“

Das sagte Teamchef Fred Vasseur gegenüber dem Corriere della Sera und fixierte zugleich die Fahrerpaarung für die nächste Formel-1-Saison, da Teamkollege Charles Leclerc einen Vertrag bis Ende 2028 besitzt und damit ohnehin bei der Scuderia gesetzt ist. Zuletzt hatte es Fragezeichen gegeben, wie es mit der Karriere von Rekordweltmeister Hamilton nach 2026 weitergehen würde. Nun herrscht Gewissheit.

Der Brite und Vasseur kennen sich seit über zwei Jahrzehnten. Gemeinsam gewannen sie 2006 die GP2-Meisterschaft. Damals fuhr Hamilton für ART – das Team, dessen Gründer Vasseur und Nicolas Todt sind.

Perfekter Trainingsauftakt

Für Hamilton startete der Heim-Grand-Prix in Silverstone perfekt. Der Rekordsieger des Großbritannien-Rennens (neun Siege) bestimmte in 1:29,260 Minuten das Freitagstraining. Auf Rang zwei reihte sich WM-Leader Kimi Antonelli im Mercedes ein. Der Italiener lag 0,213 Sekunden zurück. Größer war die Lücke zu Leclerc, der mit 0,599 Sekunden Rückstand das Nachsehen hatte.

Hamilton hat für das neunte Rennwochenende der heurigen Formel-1-Saison ein spezielles Helmdesign anfertigen lassen, das eine Hommage an seine Anfänge im Kartsport ist.

Silverstone (Sonntag, 16 Uhr/ORF 1) wird die aktuelle Fahrzeuggeneration der Formel 1 vor eine neue Herausforderung stellen.

Die Länge einer Runde beträgt 5,891 Kilometer. Lange Geraden wie die „Wellington Straight“ oder die „Hangar Straight“, gepaart mit den schnellen Kurvenkombinationen wie „Maggotts-Becketts-Chapel“, werden den Piloten wenige Chancen bieten, die Batterie ihrer Autos wieder aufzuladen.

Am gestrigen Donnerstag äußerte deshalb Ferrari-Star Lewis Hamilton seine Bedenken. „Ich glaube, das wird das unberechenbarste Wochenende, was die Power-Bereitstellung (durch den Elektromotor) angeht“, sagte der neunmalige Großbritannien-Gewinner.

Diese Sorgen trägt der Silverstone-Rekordsieger allerdings nicht alleine. „Wir Fahrer haben uns im Gruppenchat darüber unterhalten, wie schlecht die Leistungsentfaltung auf dieser Strecke sein wird. Uns wird die Batterieladung ausgehen“, machte Hamilton deutlich.

„Es gibt nur wenige Kurven, um den Motor aufzuladen, sodass die MGU-K für einen großen Teil der Runde abgeschaltet sein wird, und da werden wir wahrscheinlich am meisten zu kämpfen haben. Das Defizit könnte doppelt so groß sein.“

Der amtierende Formel-1-Weltmeister Lando Norris würde sich auf den viermaligen Champion Max Verstappen als Teamkollegen bei McLaren freuen.

„Um ehrlich zu sein, wollen eine Menge Fahrer zu McLaren. Ich weiß nicht, warum nur Max herausgegriffen wird?“, sagte Norris amüsiert vor seinem Heim-Grand-Prix in Großbritannien am Sonntag (16.00 Uhr/ORF1) in Silverstone über angebliche Verhandlungen. 

Es sei cool, wenn ein vierfacher Weltmeister kommen würde, „auch wenn ich nicht weiß, wie viel davon stimmt. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, mit anderen Fahrern zu fahren, gefällt mir das schon“, meinte der Engländer, der in der vergangenen Saison vor eigenem Publikum in Silverstone gewonnen hatte.

Verstappen und die Ausstiegsklausel

Verstappen hat an dem ganzen Gerede kein Interesse. „Ich will mich dazu nicht äußern. Ich habe schon vorher gesagt: Wenn wir etwas Neues oder anderes machen, dann wird man es von mir hören und nicht von jemand anderem. Ich konzentriere mich nur auf den Job mit meinem Team“, stellte der Niederländer klar.

Norris hat bei McLaren noch einen Vertrag bis mindestens 2027, sein Teamkollege Oscar Piastri ist ebenfalls langfristig angestellt. Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied von Verstappen, der bei Red Bull noch bis 2028 gebunden ist, halten sich schon lange. Dem Vernehmen nach besitzt der 28-Jährige eine Ausstiegsklausel.

Am vergangenen Wochenende in Spielberg traten McLaren und auch Mercedes, das immer wieder als möglicher künftiger Arbeitgeber gehandelt wird, Gerüchten über eine Verpflichtung Verstappens zur neuen Saison entgegen.

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