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Mitfavorit Jonas Vingegaard reagierte gefasst auf sein Aus bei der Tour de France nach einem Sturz auf der 15. Etappe und erlittenem Schlüsselbeinbruch. „Natürlich ist es sehr enttäuschend für uns, dass die Tour auf diese Weise endet. Aber so ist der Radsport nun mal“, sagte der Däne dem Sender TV2. Ob die nächtliche Dopingkontrolle vor der Etappe beim Sturz eine Rolle gespielt hat, ließ Vingegaard offen. Der Aufschrei unter den Stars in der Branche war aber groß.

„Man kann wohl sagen, dass es sicher nicht förderlich war. Ob das der Grund ist, darüber wage ich nicht zu spekulieren. Es mag durchaus eine Rolle gespielt haben“, sagte der 29-Jährige. Vingegaard, der vor der Etappe Gesamtzweiter war, kam auf einer der schwersten Bergetappen der Tour gut 22 Kilometer vor dem Ziel in einem Kreisverkehr zu Fall und musste aufgeben. „Vielleicht sind wir etwas zu schnell in diesen Kreisverkehr gefahren, und dann ist mir einfach das Vorderrad weggerutscht. Da kann man nichts machen“, sagte der zweimalige Tour-Champion und fügte hinzu: „Es bringt nichts, den Kopf hängenzulassen. Das macht alles nur noch schlimmer.“

Dopingkontrolle in der Nacht „mag eine Rolle gespielt haben“

Vingegaard musste sich vor der Etappe um 2.00 Uhr in der Nacht einer Dopingkontrolle unterziehen. Spitzenreiter Tadej Pogacar, der sich einer ähnlichen Kontrolle um 5.00 Uhr stellen musste, sah darin womöglich einen Zusammenhang. „Nach einer Nacht, bei der der Schlaf ruiniert wird, liegt es vielleicht daran. Seine Tour ist ruiniert. Es ist wirklich traurig“, sagte Pogacar. „Schlaf ist wichtig. Die Erholung des Körpers ist entscheidend. Wenn man auch nur ein bisschen die Konzentration verliert... Und die Strecke dort in der Ortschaft war wirklich gefährlich.“

ArgentiniensTeamchef Lionel Scaloni brach seine Pressekonferenz nach der WM-Finalniederlage gegen Spanien unter Tränen ab. „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid“, sagte der Coach heftig weinend und eilte von der Bühne. Zuvor hatte der 48-Jährige bereits nach dem 0:1 nach Verlängerung und seinem verpassten zweiten WM-Titel einen Einblick in sein emotionales Innenleben gegeben.

„Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht“, sagte Scaloni. Wenig später musste er aber dennoch weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten.

Messi-Zukunft offen

Scaloni schwärmte von seiner Mannschaft um Superstar Lionel Messi. „Es ist ein großartiges Team. Ich hoffe, dass zukünftige Generationen davon beeinflusst werden.“ Auf einen möglichen Rücktritt des 39-jährigen Messi aus dem Nationalteam angesprochen, erklärte der Coach, dass er noch nicht mit dem Kapitän gesprochen habe.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Turnier „sofort“ wieder in die USA holen zu wollen. Noch vor dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) sagte Trump dem TV-Sender Fox, er werde FIFA-Präsident Gianni Infantino darum bitten, zeitnah eine weitere Fußball-WM in den USA stattfinden zu lassen. Trump verfolgte bei seinem ersten Stadionbesuch bei diesem Turnier das Endspiel in East Rutherford als Ehrengast und nahm im Anschluss die Siegerehrung vor.

Als Trump und Infantino zu diesem Zweck nach dem Spiel den Rasen des Finalstadions von East Rutherford betraten, gab es ein Pfeifkonzert von den Rängen. Wenig später hatte sich dieses wieder gelegt und der US-Präsident und der FIFA-Chef überreichten um 18.43 Uhr Ortszeit gemeinsam den goldenen WM-Pokal an Spaniens Kapitän Rodri.

Trump unterhielt sich danach noch mit einigen spanischen Spielern und ließ es sich auch nicht nehmen, am rechten Rand des Siegerfotos zu posieren. Gemeinsam mit Infantino verteilte Trump auch die Medaillen an das spanische und argentinische Team.

„Wiederholen, solange ich noch da bin“

„Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni“, hatte der 80-Jährige schon vor dem Spiel in Richtung von Weltverbandschef Infantino gesagt. Trump hatte bereits zuvor eine erneute Bewerbung seines Landes für eine WM angekündigt. 2030 wird in Spanien, Marokko und Portugal gespielt. Anlässlich des 100. Jubiläums soll dabei zusätzlich je ein Spiel in Argentinien, Paraguay und Uruguay stattfinden. 2034 ist Saudi-Arabien alleiniger Gastgeber.

Lionel Messi stand teilnahmslos auf dem Rasen von East Rutherford, irgendwann setzte sich der Superstar inmitten der spanischen Weltmeister-Party vollkommen konsterniert hin. Während die Spanier um die auf dem Boden rollenden Jungstars Nico Williams und Lamine Yamal ihren verdienten WM-Triumph nach dem 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung feierten, ist der Traum von der Titelverteidigung für Messi und Argentinien geplatzt.

Zum großen Helden im Finale wurde aber nicht Williams oder Yamal, sondern Joker Ferran Torres, der das einseitige Finale zugunsten des Europameisters entschied. „Ich denke, dass wir durch dieses Tor endlich erlöst wurden“, sagte Torres. „Gegen Messi bist du immer nervös, aber wir haben immer an uns geglaubt.“

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