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Rekord um Rekord: Die verrücktesten Zahlen zum WM-Finale

Spanien hat nicht nur die harten, aber harmlosen Argentinier mit 1:0 bezwungen, sondern im WM-Finale auch einige Rekorde aufgestellt. Die Hintergründe zu einem Finale für die Geschichtsbücher.
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Mit einem außergewöhnlich einseitigen Finale ist die größte WM zu Ende gegangen. Der verdiente Weltmeister heißt Spanien, das belegt ein Best-of der spannendsten Zahlen nach dem Goldtor durch Ferran Torres in Minute 106 gegen Argentinien.

0 Tore in der ersten Spielhälfte wie bei Spanien – Argentinien sind in WM-Endspielen eher die Regel als die Ausnahme. Wenn nicht gerade Frankreich am Feld stand, fiel seit 1990 in den ersten 45 Minuten nie ein Treffer. Kurios: Bei französischen Finalbeteiligungen (1998, 2006, 2018, 2022) fielen hingegen stets vor der Pause Tore.

0 Schüsse Richtung Tor (geschweige denn aufs Tor) schaffte Argentinien in den ersten 90 Minuten. Das passierte erst zum dritten Mal einem WM-Teilnehmer, seit es diese Statistiken gibt (1966). Zwei Mal Costa Rica, gegen Brasilien (1990) sowie Spanien (2022). Und nun dem amtierenden Weltmeister, ebenfalls gegen Spanien.

1 Finale von sechs Endspielen ging zuletzt nicht in die Verlängerung. Nur Frankreich – Kroatien (4:2) war 2018 nach 90 Minuten vorbei.

2,3 Gegentore als expected goals (also statistisch wahrscheinlich) ließ Spanien im gesamten Turnier zu, nie mehr als 0,7 pro Partie. Das ist der niedrigste Gesamtwert in der WM-Geschichte – ebenso wie das eine tatsächlich kassierte Gegentor (gegen Belgien). Obwohl die Spanier zumindest ein Spiel mehr als alle anderen Weltmeister hatten. Bisheriger Rekordhalter war Brasilien 1994 mit 3,6 Gegentoren als expected goals.

8,8 Durchschnittsnote – von maximal 10 – erreichte Lionel Messi auf der Plattform sofascore bei dieser Endrunde. Der Abstand zum Durchschnittswert seiner Argentinier (7,0) beträgt 1,8 Punkte. Noch nie ragte ein Spieler bei einer WM statistisch so heraus. Bisher führte (natürlich) Diego Maradona 1986 mit 1,7 Punkten Vorsprung auf sein argentinisches Team, das damals Weltmeister wurde.

11 Paraden hatte Tormann Emilio Martinez im Finale. Damit hielt der Argentinier einen Schuss mehr als Unai Simon im gesamten Turnier. Der zum besten Goalie gewählte Spanier kassierte aber auch insgesamt nur einen Treffer.

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Emiliano Martinez hatte im WM-Finale viel zu tun.

23 Endspiele seit 2001 haben in den wichtigen Bewerben von FIFA und UEFA mit spanischer Beteiligung stattgefunden. Von der WM über die EM bis zur Champions League – am Ende jubelten in allen 23 Endspielen Spanier.

38 Pflichtspiele sind die Spanier ungeschlagen. Das ist die längste Serie im Weltfußball.

62 Ballkontakte hatte Emilio Martinez, damit kommt Argentiniens Goalie nochmals in dieser Best-of-Liste vor. Denn keiner seiner Vorderleute kam in 120 Minuten auf eine höhere Anzahl. Zum Vergleich: Rodri spielte 105 Pässe – und brachte unglaubliche 101 davon zu einem Spanier.

64 Prozent Ballbesitz hatte Spanien im Schnitt bei der WM. Aber erstmals seit 2002 führen die Iberer damit nicht diese Statistik an: Die Deutschen sind mit durchschnittlich 65 % Ballbesitz nach nur vier Spielen ausgeschieden.

117 Minuten vergingen ohne einen einzigen Angriff der Argentinier, der Richtung Tor abgeschlossen wurde. Dann wurde Messis Schuss durch Merinos Kopf geblockt. Eine Chance hatte der entthronte Weltmeister doch: Durch einen Volley von Simeone in Minute 122 über das Tor.

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