Soziale Verantwortung: Keine Angst vor Haltung
Mit dem 104. Spiel und nach der 208. Trinkpause geht die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte zu Ende. Was hat sich bewährt? Was brauchen wir nie mehr wieder?
Sechs KURIER-RedakteurInnen geben ihre Meinung ab.
Fußballern wird oft vorgeworfen, ihre Reichweite nicht zu nutzen, wenn es um gesellschaftliche Missstände geht. Die „No-Discrimination“-Kampagne der FIFA wirkt wie ein bloßer Slogan, wenn die Protagonisten in entscheidenden Momenten nicht Flagge zeigen.
Umso erfreulicher, dass bei dieser WM einige Spieler ihre Haltung bewiesen.
England-Verteidiger Djed Spence etwa schüttelte allen Ghana-Spielern die Hand – nur Thomas Partey nicht, der sich wegen mehrerer Vergewaltigungsfälle vor Gericht verantworten muss.
Pau Cubarsi widersprach den rassistischen Aussagen des spanischen Ex-Premiers Mariano Rajoy über Frankreichs Nationalteam öffentlich.
Und Kylian Mbappe kritisiert Sportwetten – obwohl die Branche Milliarden in den Fußball pumpt.
Nimmt der Einsatz für diese Themen den Fokus vom Spiel?
Keineswegs: Alle erwähnten Spieler überzeugten sportlich. Topleistungen und Verantwortung schließen einander nicht aus.
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