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Soziale Verantwortung: Keine Angst vor Haltung

Djed Spence setzte ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt. Ganz klein, ganz still. Und seine Leistung litt nicht im Geringsten darunter.
Karoline Krause-Sandner
FOI-SOC-SPO-WCS-ENGLAND-V-ARGENTINA:-SEMI-FINAL-FIFA-WORLD-CUP

Mit dem 104. Spiel und nach der 208. Trinkpause geht die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte zu Ende. Was hat sich bewährt? Was brauchen wir nie mehr wieder? 

Sechs KURIER-RedakteurInnen geben ihre Meinung ab.

Fußballern wird oft vorgeworfen, ihre Reichweite nicht zu nutzen, wenn es um gesellschaftliche Missstände geht. Die „No-Discrimination“-Kampagne der FIFA wirkt wie ein bloßer Slogan, wenn die Protagonisten in entscheidenden Momenten nicht Flagge zeigen. 

Umso erfreulicher, dass bei dieser WM einige Spieler ihre Haltung bewiesen

England-Verteidiger Djed Spence etwa schüttelte allen Ghana-Spielern die Hand – nur Thomas Partey nicht, der sich wegen mehrerer Vergewaltigungsfälle vor Gericht verantworten muss.

Pau Cubarsi widersprach den rassistischen Aussagen des spanischen Ex-Premiers Mariano Rajoy über Frankreichs Nationalteam öffentlich. 

Und Kylian Mbappe kritisiert Sportwetten – obwohl die Branche Milliarden in den Fußball pumpt. 

Nimmt der Einsatz für diese Themen den Fokus vom Spiel? 

Keineswegs: Alle erwähnten Spieler überzeugten sportlich. Topleistungen und Verantwortung schließen einander nicht aus.

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