Der WM-VAR: Ein Vorbild für die Bundesliga
Mit dem 104. Spiel und nach der 208. Trinkpause geht die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte zu Ende. Was hat sich bewährt? Was brauchen wir nie mehr wieder?
Sechs KURIER-Redakteure geben ihre Meinung ab.
Viel wurde über die Arbeitsauffassung des VAR bei der WM geschimpft. „Haben die nicht gesehen, dass ...?“ Ja, es gab Fehlentscheidungen, die im VAR-Kammerl durchgerutscht sind. Wer aber – wie der Autor – regelmäßig in den Bundesliga-Stadien zu Gast und für einen Vergleich zu haben ist, kann nicht meckern.
In Österreich läuft der VAR-Check viel zu oft so ab: Lange Überprüfung der Bilder, die Fans rätseln, was gerade passiert. Ich als Journalist sehe bereits auf meinem Screen in der Zeitlupe, dass die Entscheidung heikel wird, weil die TV-Bilder nicht eindeutig sind. Einige Minuten später sieht das der Schiedsrichter auch auf dem Bildschirm neben der Outlinie – und trifft eine Entscheidung, die genauso gut (oder schlecht) andersrum hätte ausfallen können.
Dann lieber mit nobler WM-Zurückhaltung: Bei klaren Fehlern ist der VAR da, sonst: Laufen lassen! Es geht um das Spiel, nicht um Videostudium.
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