Antonelli ringt Leclerc nieder und gewinnt in Belgien
Antonelli fährt an Vestappen vorbei
Kimi Antonelli gewann mit einer überzeugenden Leistung den Formel-1-Grand-Prix von Belgien. Der Mercedes-Pilot aus Italien fuhr annähernd fehlerfrei und gewann in Spa vor Charles Leclerc (2./Ferrari) und Max Verstappen (3./Red Bull). Im Kampf um die WM-Krone baute Antonelli seinen Vorsprung aus. 45 Punkte liegt er nun vor dem siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton (4./Ferrari).
„Es ist großartig, wieder zurück an der Spitze zu sein“, sagte der Sympathieträger zu F1 TV-Host Jacques Villeneuve Augenblicke nach dem Rennende. Für den Schützling von Mercedes-Teamchef Toto Wolff avancierten die letzten vier Formel-1-Wochenenden zur Berg- und Talfahrt: Nuller in Barcelona und Großbritannien, Podium in Österreich und Sieg in Belgien.
Der Spa-Sieg sei für Antonelli „ein harter Kampf“ gewesen, er habe gegen Leclerc „alles geben müssen“, um die während des virtuellen Safety-Cars verlorene Führung zurückzuholen. Russells Ausfall spielte Antonelli in die Karten, der Unterschied liegt nun bei 50 Punkten. „Heute haben wir Glück gehabt im Blick auf die WM“, sagte der Italiener, der aber keine Schadenfreude walten lassen will.
Aufregende Szenen beim Start
Spektakulär war der Start. Verstappen zwängte sich in der Passage Eau Rouge/Raidillon an Antonelli vorbei. Dieser wiederum konnte auf der langen Kemmel-Geraden kontern, und auch Leclerc überholte Verstappen. Dahinter kollidierten Hamilton und George Russell. Während der siebenfache Weltmeister sein Rennen (mit einer 5-Sekunden-Strafe) fortsetzen konnte, rutschte Mercedes-Pilot Russell ins Kiesbett und steckte fest. Der Arbeitstag des 28-Jährigen war nach wenigen Sekunden schon wieder beendet. Für den Briten war es ein schwerer Rückschlag im Kampf um die WM-Krone. Mit dem Nuller verlor er Rang zwei in der WM-Wertung an seinen Landsmann.
Antonelli war der schnellste Mann auf der Strecke. Und doch musste der Italiener kämpfen, denn Charles Leclerc nutzte eine kurze Phase unter virtuellem Safety-Car für seinen Boxenstopp und zog so am Mercedes des Italieners vorbei.
Zehn Runden vor Schluss kämpfte sich Antonelli wieder vorbei. Der Monegasse blieb hartnäckig und jagte dem WM-Leader hinterher. Letztlich fuhr Antonelli als Erster über die Ziellinie, holte seinen sechsten Karrieresieg und präsentierte sich einmal mehr als erster Kandidat auf den WM-Titel.
Leclerc trennten bei Zieleinfahrt nur 1,952 Sekunden, die ihm auf seinen zweiten Saisonsieg fehlten. „Ich habe bis zum Schluss daran geglaubt“, sagte der Ferrari-Star. Er gab an, „Glück mit dem virtuellen Safety-Car“ gehabt zu haben, betonte aber: „Die Pace war relativ stark. Heute war ein Schritt nach vorne.“
Russell: "Nicht mit Absicht"
Während der Drittplatzierte Verstappen das Podest vor Heimpublikum als "Klasse" betitelte, äußerte sich Russell über seinen Ausfall. Der Brite hatte ausgangs der La-Source-Kurve nur 35 Prozent Batterieladung, in Eau Rouge war sie sogar komplett leer. In die Les-Combes-Kombination bog er neben Hamilton ein, den Crash wertete er als Rennunfall. "Vielleicht hätte ich etwas weiter rausfahren können, vielleicht hätte er etwas stärker bremsen können", sagte er. "Er hat es nicht mit Absicht getan. Er trug zwar mehr Schuld als ich, aber er hat nichts Rücksichtsloses getan.
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