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Dass die Europa-League-Saison vorbei sein wird, damit war zu rechnen. Aber nun verabschiedet sich Sturm nach dem 1:3 in Altach auch vom Cup. Und das mit einer Leistung, die man durchaus sogar als Arbeitsverweigerung sehen darf.  

Der Sieg der Altacher sei "hochverdient" gewesen, gestand Coach Fabio Ingolitsch. "Ich glaube nicht, dass jeder bei uns begriffen hat, worum es hier geht", sagte der Trainer im ORF-Interview und meinte außerdem: "Wir müssen ganz viel, wenn nicht alles hinterfragen und ganz klar herausfinden, welche Spieler die richtigen sind."

Neues Jahr, doch alte Probleme. Die Krise hat Rapid im Cup in Ried im Innviertel wieder eingeholt. Mit dem klaren 0:3 und dem Aus im Viertelfinale hat sich die grün-weiße Lage sogar verschlechtert. Noch dazu ging das Debüt von Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup gehörig daneben, verjuxten die Hütteldorfer eine gute Chance auf einen möglichen Titel in dieser Saison. In der Meisterschaft wird es weitaus schwerer, liegt man doch nur auf Rang sieben aktuell.

Hoff Thorup versuchte nach der Niederlage dennoch, positive Aspekte aus dem negativen Abend herauszupicken. Dazu zählten laut dem Dänen die ersten Minuten der zweiten Hälfte bis zum 0:2. „Da waren wir dabei, ein bisschen das Momentum zu finden.“ 

Dann aber kam ein Steirertor eines Wieners in Oberösterreich, griff Goalie Niklas Hedl bei einem Kopfball von Nikki Havenaar daneben, und Rapids Hoffnung auf den ersten Cup-Titel seit 1995 war dahin. Die Hütteldorfer Bilanz aus den vergangenen zehn Pflichtspielen steht bei sieben Niederlagen und drei Unentschieden. Wie fühlt sich denn noch ein Sieg an?

Geduld gefragt

„Es gibt viel zu verbessern, wir müssen aber auch unsere Situation akzeptieren“, erklärte Hoff Thorup und bat um Geduld. „Hoffentlich sind wir im April und Mai besser.“ 

So lange hat Grün-Weiß jedoch nicht Zeit, weil der Grunddurchgang in der Liga schon im März endet. Derzeit befindet sich Rapid nicht in der Meistergruppe.  „Aber ich erwarte, dass die Mannschaft schon nächste Woche viel besser sein wird.“

2024, 2025, 2026. Olympiasieger, Weltmeister und jetzt auch Europameister. Dänemark ist seit einigen Jahren in Sachen Herren-Handball das Maß aller Dinge. Nach vier Weltmeister-Titeln in Folge klappte es nun auch mit dem ersten EM-Titel seit 2012. Im heimischen Herning besiegte man im Finale Deutschland mit 34:27.

Beide Teams boten von Beginn an ein Spiel mit viel Tempo, vielen Emotionen und hoher Qualität. Dänemark wurde angetrieben von Welthandballer Gidsel, auch zum Spieler dieses Turniers gewählt, und Pytlick, der Tor um Tor erzielte. Deutschland hielt im Kollektiv dagegen, Knorr und Köster glänzten mit Wurfgeschossen aus dem Rückraum.

Zwischenzeitlich erhöhte Dänemark die Schlagzahl und zog auf drei Tore davon, lief stets vorne weg, Deutschland kämpfte sich aber retour und wollte die Favoriten bis zur Pause nicht wegziehen lassen. Das gelang, mit 18:16 für Dänemark zog man sich zum Luftholen zurück.

Deutschland startete gut in den zweiten Durchgang gegen Dänen, denen drei wichtige Abwehrspieler fehlten. Gidsel leistete sich gar drei Fehlwürfe in Folge, ein seltenes Ereignis. Die Torhüter Möller, überragend, und Wolff hielten sich ins Rampenlicht, auf beiden Seiten gelangen in dieser Phase keine Tore. Dänemark konnte aber stets zulegen, zog auf 26:22 davon, ganz zur Freude von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz saß mit etwas längerem Gesicht daneben.

Der WAC wird den Titel im ÖFB-Cup nicht verteidigen. Die Lavanttaler mussten sich im Viertelfinale Salzburg mit 0:1 geschlagen geben. Während die Gäste ihre gute Frühform auch auf nationaler Bühne unter Beweis stellten, lief bei den Hausherren nicht viel zusammen. Zudem mussten sie auch 70 Minuten in Unterzahl agieren.

Salzburg-Trainer Letsch veränderte sein Team nach dem sehenswerten Gastspiel bei Aston Villa (2:3) an zwei Positionen. Lainer und Bischoff rückten für Trummer und Alajbegovic in die Startelf. Die Anfangsphase war aber ähnlich stark wie jene in Birmingham. Salzburg drückte, hatte viele frühe Ballgewinne – und Konate hatte bei einem Stangenschuss Pech (4.). Der eine oder andere Zuschauer mag verwirrt gewesen sein, da in beide Teams einen Spieler namens Diabate dabei war. Die Verwechslungsgefahr war nach 20 Minuten zu Ende, da musste Mamadou Diabate vom WAC in die Kabine. Seine Rote Karte wegen Torraubs gegen Baidoo war allerdings eine sehr harte Entscheidung (19.).

Das Spiel lief jetzt erst recht wie auf einer schiefen Ebene Richtung WAC-Keeper Polster. Der konnte gegen Kitanos Distanzschuss noch retten (23.). Bei Karim Konates Kopfball zur verdienten Führung der Salzburger war er aber chancenlos (24.). Für den Ivorer, der lange verletzt war, der erste Saisontreffer. Das 1:0 gegen Aston Villa hat ihm die UEFA im Nachhinein weggenommen und als Eigentor von Lindelöf gewertet. Konate war es auch, der es vor der Pause verabsäumte, zu erhöhen. Er jagte den Ball vom Fünfer aus weit über die Latte (27.).

Der WAC fand offensiv nicht statt, Salzburg-Keeper Schlager war an seinem 30. Geburtstag nahezu beschäftigungslos. Einziges Manko aus Salzburger Sicht: Man schaffte es nicht, den Sack zuzumachen.

Nach der Pause feierte bei den Gästen Neuzugang Tim Drexler sein Debüt in der Innenverteidigung. Der Ball war aber weiterhin meist auf der anderen Seite des Spielfelds. Baidoo traf einmal aus Abseitsposition (52.) und einmal ins Außennetz (61.). Und weil auch Krätzig an Polster scheiterte (70.) blieb es spannend.

Die Kärntner setzten zur Schlussoffensive an, wurden aber nicht zwingend. Zukic vergab die beste Möglichkeit.  Yeo vergab im Konter die vorzeitige Entscheidung. Es war keine Glanzleistung der Salzburger, aber ein solider Auftritt reichte, um das Halbfinal-Ticket zu lösen.

Die frühere Slalom-WM-Zweite Natasa Bokal ist im Alter von 58 Jahren verstorben. Das gab der slowenische Skiverband am Wochenende bekannt. Die einstige Technikspezialistin hatte in den vergangenen Jahren in slowenischen Medien offen über eine wiederaufgetretene Krebserkrankung gesprochen.

Bei der WM 1991 in Saalbach-Hinterglemm gewann sie hinter der Schweizerin Vreni Schneider im Slalom Silber. Kurz zuvor hatte Bokal im Kranjska-Gora-Slalom ihren einzigen Weltcupsieg geholt. 

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