Der WAC wird den Titel im ÖFB-Cup nicht verteidigen. Die Lavanttaler mussten sich im Viertelfinale Salzburg mit 0:1 geschlagen geben. Während die Gäste ihre gute Frühform auch auf nationaler Bühne unter Beweis stellten, lief bei den Hausherren nicht viel zusammen. Zudem mussten sie auch 70 Minuten in Unterzahl agieren.
Salzburg-Trainer Letsch veränderte sein Team nach dem sehenswerten Gastspiel bei Aston Villa (2:3) an zwei Positionen. Lainer und Bischoff rückten für Trummer und Alajbegovic in die Startelf. Die Anfangsphase war aber ähnlich stark wie jene in Birmingham. Salzburg drückte, hatte viele frühe Ballgewinne – und Konate hatte bei einem Stangenschuss Pech (4.). Der eine oder andere Zuschauer mag verwirrt gewesen sein, da in beide Teams einen Spieler namens Diabate dabei war. Die Verwechslungsgefahr war nach 20 Minuten zu Ende, da musste Mamadou Diabate vom WAC in die Kabine. Seine Rote Karte wegen Torraubs gegen Baidoo war allerdings eine sehr harte Entscheidung (19.).
Das Spiel lief jetzt erst recht wie auf einer schiefen Ebene Richtung WAC-Keeper Polster. Der konnte gegen Kitanos Distanzschuss noch retten (23.). Bei Karim Konates Kopfball zur verdienten Führung der Salzburger war er aber chancenlos (24.). Für den Ivorer, der lange verletzt war, der erste Saisontreffer. Das 1:0 gegen Aston Villa hat ihm die UEFA im Nachhinein weggenommen und als Eigentor von Lindelöf gewertet. Konate war es auch, der es vor der Pause verabsäumte, zu erhöhen. Er jagte den Ball vom Fünfer aus weit über die Latte (27.).
Der WAC fand offensiv nicht statt, Salzburg-Keeper Schlager war an seinem 30. Geburtstag nahezu beschäftigungslos. Einziges Manko aus Salzburger Sicht: Man schaffte es nicht, den Sack zuzumachen.
Nach der Pause feierte bei den Gästen Neuzugang Tim Drexler sein Debüt in der Innenverteidigung. Der Ball war aber weiterhin meist auf der anderen Seite des Spielfelds. Baidoo traf einmal aus Abseitsposition (52.) und einmal ins Außennetz (61.). Und weil auch Krätzig an Polster scheiterte (70.) blieb es spannend.
Die Kärntner setzten zur Schlussoffensive an, wurden aber nicht zwingend. Zukic vergab die beste Möglichkeit. Yeo vergab im Konter die vorzeitige Entscheidung. Es war keine Glanzleistung der Salzburger, aber ein solider Auftritt reichte, um das Halbfinal-Ticket zu lösen.