Traumfinale bei den Australian Open: Alcaraz schreibt Tennis-Geschichte
Siebenter Grand-Slam-Titel: Carlos Alcaraz
Es war ein Traumfinale bei den Australian Open, in dem beide großartigen Hauptdarsteller Geschichte schreiben hätten können.
Am Ende tat dies Carlos Alcaraz. Der 22-jährige Spanier besiegte den um 16 Jahre älteren Novak Djokovic 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 und kürte sich zum jüngsten Mann der Geschichte, der den Siegerscheck bei allen vier Grand Slams holen konnte. In der Fachsprache auch Karriere-Slam genannt. Alcaraz gewann damit zum siebenten Mal im achten Major-Finale.
Novak Djokovic hingegen verlor nach zehn Siegen in Melbourne (Rekord) erstmals ein Endspiel, obwohl er im ersten Satz wie in seiner Hochblüte spielte. Der 38-jährige Serbe verpasste damit auch den 25. Grand-Slam-Triumph, mit dem er auch die beste Dame Margaret Court (24) übertrumpfen hätte können. In den bisherigen zehn Endspielen in Down Under war der Serbe nur zwei Mal über fünf Sätze gegangen: Gegen Rafael Nadal (2012), der am Sonntag im Publikum saß, und gegen Dominic Thiem (2020).
Obendrein wäre er zum ältesten Major-Sieger avanciert.
Starkes Turnier: Novak Djokovic
Zu Beginn spielte Alcaraz, der am 12. September 2022 zur jüngsten Nummer eins der Welt wurde und es nach den Australian Open bleiben wird, bei für Melbourne ungewöhnlich kühlen Temperaturen (18 Grad) Nachlaufen, Djokovic diktierte vor allem beim eigenen Service, bei dem er im Verlauf des 33-minütigen ersten Satzes nur zwei Punkte abgab.
Djokovic fiel zurück
Das Blatt wendete sich jedoch, Alcaraz wurde zum spielbestimmenden Mann auf dem Platz. Im Satz zwei fiel Djokovic, der leichte körperliche Probleme (wohl mit einer Blase) bekam, eklatant zurück, im dritten und vor allem im vierten brauchte der Spanier tatsächlich eine Topleistung, um seinen ersten Titel bei den Australian Open zu fixieren.
Von einer Müdigkeit war beim Spanier nicht allzu viel zu sehen, auch wenn er wie Djokovic (Titelverteidiger Jannik Sinner) gegen den Vorjahrsfinalisten Alexander Zverev über fünf Sätze marschieren musste. Am Ende gab es für beide Männer Standing Ovations. Verdiente Standing Ovations.
"Was Du leistest, ist einfach legendär", lobte Djokovic den Sieger. Legendär ist er selbst. Und das schon eine halbe Ewigkeit.
Und was sagt der Sieger. "Keiner weiß, wie hart ich für diesen Titel gearbeitet habe. Der ganze Dank gilt auch meinem Team", sagt Alcaraz, der sich jüngst von Langzeit-Trainer Juan Carlos Ferrero getrennt hatte. Nun feierte er seinen ersten Titel ohne Ferrero, der French-Open-Champ von 2003 wurde von Samuel López abgelöst.
Die Grand-Slam-Titel von Carlos Alcaraz:
- US Open 2022
- Wimbledon 2023
- French Open 2024
- Wimbledon 2024
- French Open 2025
- US Open 2025
- Australian Open 2026
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