Showdown in Melbourne: Alcaraz gegen Djokovic im Generationen-Duell

Letztes Duell: Bei den US Open siegte zuletzt Alcaraz.
Djokovic trifft bei seinem Lieblingsturnier auf Alcaraz. Für den Serben wäre es der 11. Titel, für den Spanier der Erste.

Ungleicher könnten die Superlativen ja gar nicht sein. Der 22-jährige Carlos Alcaraz könnte am Sonntag als jüngster Spieler der Geschichte den Karriere-Slam holen (Titel bei allen vier Grand Slams). Und sein 38-jähriger Finalgegner Novak Djokovic als ältester Spieler einen Grand-Slam-Titel holen (Sonntag, 9.30 Uhr, MEZ, Servus TV, Eurosport). Der bisherige Rekord wurde 1972 aufgestellt, ebenfalls in Melbourne war Ken Rosewall damals 37.

Dieser Rekord wird dem überaus sportlich und beinahe übertrieben bewusst lebenden Serben, der im Halbfinale Turnierfavorit Jannik Sinner in fünf Sätzen eliminierte, egal sein. Er schielt auf die Nummer 25. Sollte er sein elftes Titelstück bei den Australian Open (natürlich auch Rekord) perfekt machen, würde er sich auch von Margaret Court absetzen, die wie er 24 Mal bei Majorturnieren triumphiert hat.

In den direkten Duellen führt Djokovic gegen Alcaraz noch mit 5:4-Siegen. Und der letzte Sieg passierte an Ort und Stelle – im Vorjahr siegte Djokovic im Viertelfinale, musste aber im Halbfinale gegen den Deutschen Alexander Zverev, der am Freitag Alcaraz in einem Marathon unterlag, verletzt aufgeben.

Djokovic ist übrigens der erste Finalist seit vier Grand-Slam-Turnieren, der nicht Sinner oder Alcaraz heißt. Bei den French Open (Sieger Alcaraz), in Wimbledon (Sinner) und bei den US Open (Alcaraz) standen sich die beiden Dominatoren im Showdown gegenüber.

2022 ist vergessen

Endgültig vergessen sind die für ihn schwierigen Momente von 2022, als er nach langem Hin und Her das Land verlassen musste, weil er die Corona-Impfung verweigerte. Schon ein Jahr später triumphierte er in seinem „Wohnzimmer“. Die Fans, sie haben ihm längst verziehen, Djokovic gehört einfach zu Melbourne.

Kommentare