Sturm nach Cup-Aus: "Hinterfragen, welche Spieler die richtigen sind"

Sauer: Fabio Ingolitsch
Nach dem 1:3 von Sturm im Cup-Viertelfinale in Altach begibt sich Trainer Ingolitsch auf Ursachenforschung. Bei der Stürmersuche wird es knapp, Berisha landete in Deutschland.

Dass die Europa-League-Saison vorbei sein wird, damit war zu rechnen. Aber nun verabschiedet sich Sturm nach dem 1:3 in Altach auch vom Cup. Und das mit einer Leistung, die man durchaus sogar als Arbeitsverweigerung sehen darf.  

Der Sieg der Altacher sei "hochverdient" gewesen, gestand Coach Fabio Ingolitsch. "Ich glaube nicht, dass jeder bei uns begriffen hat, worum es hier geht", sagte der Trainer im ORF-Interview und meinte außerdem: "Wir müssen ganz viel, wenn nicht alles hinterfragen und ganz klar herausfinden, welche Spieler die richtigen sind."

Dass Sturm keine Stürmer hat, ist nicht nur ein Problem, was die Torquote betrifft. Das weiß auch Ingolitsch. Schon Vorgänger Jürgen Säumel forderte unter anderem Angreifer, nun ist auf dem Transfermarkt in diesem Bereich immer noch nichts passiert. Zwar traf Axel Kayombo in Altach, aber das Problem bleibt bestehen. Am Donnerstag (6. Februar)  ist Transferschluss in Österreich, Mergim Berisha stand zur Diskussion, landete aber in Kaiserslautern. 

Stürmer-Problem ist ein Problem für die ganze Mannschaft

Die Treffer in der Europa League gingen auf das Konto von Tomi Horvat (2)  und Otar Kiteishvili (3). Dem Georgier merkt man phasenweise an, dass es ihn ebenfalls zermürbt, keine wirklich großen, torgefährlichen Leute vor sich zu haben. Allein kann der Bundesliga-Spieler der vergangenen Saisonen Sturm auch nicht zum Meistertitel spielen. Und Tomi Horvat wird immer wieder mit einem Abgang noch im Winter in Verbindung gebracht.

Nun wartet Ried

Auch, wenn Ingolitsch  mit Schiedsrichter Julian Weinberger hat ins Gericht ging und den Elfer ("Da gab es vorher ein Foul an Weinhandl") sowie Gelb-rot an Tim Oermann ("Dutzendfoul an der Mittellinie") kritisierte, weiß der Salzburger, dass sich bis zum Liga-Auftakt am Sonntag gegen Ried (17 Uhr, Stadion Liebenau) einiges ändern muss. 

Und dass Altach verdient erstmals ins Halbfinale des ÖFB-Cups einzog. 

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