Rapid enttäuscht im Cup in Ried und scheidet aus

Beim 0:3 im Innviertel beim Debüt von Trainer Johannes Hoff Thorup funktionierte bei Rapid nicht viel.
Rapid verliert in Ried

Der Cup ist der kürzeste Weg nach Europa heißt es. Für Rapid war er in dieser Saison wieder zu lang. Im Viertelfinale kam für die Hütteldorfer beim Debüt des neuen Trainers Johannes Hoff Thorup das Aus: Das 0:3 in Ried war das zehnte Spiel in Folge ohne Sieg. Und es war eines, in dem wie schon im Herbst unter Peter Stöger und Stefan Kulovits wenig funktionierte.

Rapid begann so, wie es nach den vier Wochen Vorbereitung unter Hoff Thorup zu erwarten war. Der Däne schickte eine 4-3-3-Formation mit dem zum linken Verteidiger umfunktionierten Dominik Weixelbraun ins Spiel. Als Sechser agierte Martin Ndzie. Die Flügel Gulliksen und Tilio sollten Stürmer Kara finden.

Die Handschrift des neuen Trainers war gleich zu sehen. Allerdings ohne Erfolg: Die Hütteldorfer wollten von Beginn an jeden einzelnen Angriff von hinten heraus durch flaches Kurzpassspiel aufbauen und fingen sich dabei den schnellstmöglichen Dämpfer ein. Nach einem Fehlpass im Zentrum schalteten die Oberösterreicher flott um auf Flügel Ante Bajic, der Weixelbraun stehen ließ und  zum 1:0 einschob (2.). 

Gefahr aus der Luft

Bei einem Kopfball von Havenaar wurde neben den guten Kontern die zweite Rieder Stärke augenscheinlich: Die Standardsituationen

Auf Stärken von Rapid musste man warten. Den ersten Hütteldorfer Schuss aufs Tor gab es tatsächlich erst in Minute 45. Tilio nahm einen Abpraller nach einer Ecke volley, schoss aber knapp daneben.

Da der Australier auch sonst nicht zu sehen war, durfte er nach 45 Minuten für Niki Wurmbrand Platz machen. Für Weixelbraun, der auf noch neuer Position immer wieder überrumpelt worden war, kam Ahoussou.

Schwerer Patzer

Rapid übernahm nach Seitenwechsel das Kommando und kam innerhalb einer Viertelstunde öfters ins letzte Drittel, als in den 45 Minuten zuvor. Ein kapitaler Fehler von Niklas Hedl machte die gute Phase aber zunichte. Der Tormann wollte einen harmlosen Kopfball von Havenaar lässig aufnehmen und ließ die vor ihm aufspringende Kugel dabei durchrutschen – 2:0 (61.).

Damit war die Rieder Messe gelesen. Mit der komfortablen Führung im Rücken zogen sich die Innviertler noch weiter zurück und lauerten auf Konter. Rapid gab sich Mühe, den tiefen Abwehrblock auszuspielen, kam aber kaum noch durch. Beim 3:0 – wieder durch Havenaar – verteidigten die Rapidler noch einmal ganz schlecht (84.). "Wir waren nicht gut mit dem Ball und haben zu viele Standardsituationen zugelassen", resümierte Johannes Hoff Thorup und betonte: "Es braucht Zeit". Nächste Woche geht es in der Liga gegen Hartberg.

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