Rapid trotzt der Krise: "Lassen uns nicht aus der Bahn werfen"

Rapid verlor im Cup in Ried
Kapitän Seidl glaubt an ein Erfolgserlebnis. In der Liga geht es nun gegen Hartberg.

Neues Jahr, doch alte Probleme. Die Krise hat Rapid im Cup in Ried im Innviertel wieder eingeholt. Mit dem klaren 0:3 und dem Aus im Viertelfinale hat sich die grün-weiße Lage sogar verschlechtert. Noch dazu ging das Debüt von Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup gehörig daneben, verjuxten die Hütteldorfer eine gute Chance auf einen möglichen Titel in dieser Saison. In der Meisterschaft wird es weitaus schwerer, liegt man doch nur auf Rang sieben aktuell.

Hoff Thorup versuchte nach der Niederlage dennoch, positive Aspekte aus dem negativen Abend herauszupicken. Dazu zählten laut dem Dänen die ersten Minuten der zweiten Hälfte bis zum 0:2. „Da waren wir dabei, ein bisschen das Momentum zu finden.“ 

Dann aber kam ein Steirertor eines Wieners in Oberösterreich, griff Goalie Niklas Hedl bei einem Kopfball von Nikki Havenaar daneben, und Rapids Hoffnung auf den ersten Cup-Titel seit 1995 war dahin. Die Hütteldorfer Bilanz aus den vergangenen zehn Pflichtspielen steht bei sieben Niederlagen und drei Unentschieden. Wie fühlt sich denn noch ein Sieg an?

Geduld gefragt

„Es gibt viel zu verbessern, wir müssen aber auch unsere Situation akzeptieren“, erklärte Hoff Thorup und bat um Geduld. „Hoffentlich sind wir im April und Mai besser.“ 

So lange hat Grün-Weiß jedoch nicht Zeit, weil der Grunddurchgang in der Liga schon im März endet. Derzeit befindet sich Rapid nicht in der Meistergruppe.  „Aber ich erwarte, dass die Mannschaft schon nächste Woche viel besser sein wird.“

Am kommenden Samstag geht es daheim gegen den Tabellenvierten  Hartberg. Bei einem Sieg wäre Rapid wieder unter den Top sechs, eine Niederlage allerdings würde den Einzug in die Meistergruppe massiv erschweren.

Kapitän Matthias Seidl glaubt an ein Erfolgserlebnis. „Wir hatten in der Vorbereitung super Spiele und lassen uns durch ein Spiel nicht aus der Bahn werfen. Nächste Woche kann sich alles schnell wieder ändern.“

Zuversicht in Ried

Im Gegensatz zu Rapid darf Ried nach wie vor von einem Cup-Sieg träumen. Trainer Maximilian Senft stand in der Winterpause vor dem Absprung zu Sturm Graz, setzte dann aber seine Tätigkeit bei den Innviertlern fort. „Ich war immer davon überzeugt, dass es eine gute Entscheidung war, bei Ried zu bleiben.“ Für Ried wäre es der dritte Cup-Titel in der Vereinsgeschichte, der erste seit 2011. 

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