Sport-News

Ägypten hat bei der vierten Fußball-Weltmeisterschaftsteilnahme erstmals den Aufstieg geschafft. Den „Pharaonen“ reichte am Freitag in Seattle ein 1:1 (1:1) gegen den Iran, um bei der Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko als Gruppe-G-Zweiter durchs Ziel zu gehen. Die punktgleichen Belgier (je fünf) landeten nur aufgrund des besseren Torverhältnisses davor, der Iran (drei) darf noch auf ein K.o.-Phasenticket als einer der besten acht drittplatzierten Mannschaften hoffen.

In einer ereignisreichen Anfangsphase sorgte Ägyptens Mahmoud Saber (5.) vor 66.925 Zuschauern für einen Start nach Maß, Ramin Rezaeian (14.) glückte der postwendende Ausgleich. Für den in der 57. Minute mit Oberschenkelproblemen ausgewechselten Stürmerstar Mohamed Salah und Co. geht es am Freitag in Dallas bei der historischen Sechzehntelfinalteilnahme gegen Australien weiter. Die Iraner müssen noch fast 24 Stunden zittern, ehe sie Gewissheit haben, ob auch sie im Turnier verbleiben.

Torleute früh im Mittelpunkt

Beide Torleute rückten in der Anfangsphase in den Mittelpunkt. Irans Alireza Beiranvand sorgte dafür, dass der Ball nach einer nicht guten Abwehr bei Saber landete, der via Abstauber durch die Beine des Schlussmanns zur Führung vollendete. Wenige Minuten später traf Ägyptens Verteidiger Mohamed Abdelmoneim beim Herausspielen im Strafraum unglücklich Mehdi Taremi am Fuß. Der Gefoulte trat selbst zum Elfmeter an, der ägyptische Tormann Mostafa Shoubir erriet aber die Ecke und hielt (11.).

Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat ihre erste große Sensation. Der rund 600.000 Einwohner zählende Inselstaat Kap Verde schaffte in der Nacht auf Samstag in Houston mit einem torlosen Remis gegen Saudi-Arabien bei der WM-Premiere den Aufstieg ins Sechzehntelfinale. Mit drei Punkten beendete der krasse Außenseiter die Gruppe H hinter Spanien und vor Uruguay auf Rang zwei und trifft am kommenden Samstag (0:00 Uhr) auf Titelverteidiger Argentinien.

Saudi-Arabien schied mit nur einem Zähler als Letzter aus. Obwohl der WM-Ausrichter von 2034 im Gruppenfinale einen Sieg benötigte, trat er offensiv kaum in Erscheinung. Vor rund 68.000 Fans war es Kap Verde, das in Minute 22 erstmals anklopfte. Willy Semedo scheiterte mit einem Schuss aus spitzem Winkel an Saudi-Keeper Mohammed Al-Owais. Fortan hatte der WM-Neuling mehr vom Spiel, ohne sich zwingende Torchancen zu erarbeiten.

Der Senegal hat sich am Freitag bei der Fußball-WM 2026 in der Gruppe I mit einem 5:0 gegen den Irak in Toronto den dritten Rang gesichert. Der Kantersieg sollte die Westafrikaner auch mit drei Punkten und einem Torverhältnis von +2 ins Sechzehntelfinale befördern, das klärt sich aber erst nach den restlichen Vorrundenspielen. 

Irak gegen Senegal: Frühe Rote Karte half Afrikanern

Der als Außenseiter angetretene Irak muss hingegen als Gruppenletzter wie auch schon bei seiner WM-Premiere 1986 punktelos die Heimreise antreten.

Die Partie begann für den Senegal mit einem frühen Treffer und einem Ausschluss auf der Gegenseite ideal. Habib Diarra fälschte den Ball bereits in der vierten Minute nach einem Eckball ins Tor ab. Wenig später sah Rebin Sulaka wegen einer Notbremse an Sadio Mane nach VAR-Intervention die Rote Karte. 

Tor-Feuerwerk nach der Pause

Trotz Überzahl lief es für den Viertelfinalisten von 2002 bis zur Pause ziemlich holprig weiter, Torgefahr entstand gegen die wacker verteidigenden Iraker nur selten.

„Unsere Mission ist es, Frankreich und Didier Deschamps stolz zu machen“, kündigte Frankreichs Aurélien Tchouaméni vor dem dritten Gruppenspiel gegen Norwegen an. Frankreichs Teamchef Deschamps war nach dem Tod seiner Mutter in dieser Woche nach Frankreich gereist, weshalb Assistenztrainer Guy Stéphan gegen Norwegen an der Seitenlinie der „Équipe Tricolore“ stand.

Norwegen ohne Haaland und Ødegaard 

Und dieser blickte, wie viele andere auch, mit Überraschung auf die Startaufstellung der Skandinavier. Norwegen-Teamchef Ståle Solbakken nahm im Vergleich zum Sieg gegen den Senegal gleich zehn Änderungen in der Startaufstellung vor. Auch die Stars Erling Haaland und Martin Ødegaard nahmen auf der Bank Platz und wurden nicht eingewechselt.

Die massive Rotation machte sich bei Norwegen bemerkbar. Frankreich begann schwungvoll und traf bereits nach 20 Sekunden durch Mbappé nach einem Fehler im Spielaufbau die Latte.

Frankreich stellt Weichen auf Sieg

Und in der Tonart ging es auch weiter: Nach vier Minuten musste sich Norwegens Schlussmann Selvik erstmals bei einem Schuss von Koné auszeichnen. Nur zwei Minuten später zappelte der Ball dann im Netz: Dembélé traf zum 1:0 (7.). Von Norwegen kam offensiv zunächst wenig. Die beste Chance hatte Larsen, der den Ball aus aussichtsreicher Position über das Tor setzte (14.).

Wie es zu erwarten war, dominierte Mercedes das erste freie Training in Spielberg. WM-Leader Kimi Antonelli dürfte sich in Spielberg besonders wohl fühlen. Der Italiener markierte sowohl im ersten als auch im zweiten Training die Bestzeit. Sein Teamkollege George Russell war im ersten Versuch Zweiter, am späten Nachmittag belegte der Brite mit 0,6 Sekunden Rückstand Rang 6.

Rückstand von Red Bull und Ferrari

Enttäuscht haben zwei Teams, die mit neuen Updates und großen Hoffnungen in die Steiermark gekommen waren. Die Ferraris haben angeblich 15 PS mehr als noch vor zwei Wochen in Barcelona - doch sowohl Charles Leclerc als auch Lewis Hamilton hatten deutlichen Rückstand. 

Auch für Red Bull lief es nicht ganz nach Wunsch. Max Verstappen hatte zu Beginn des ersten Trainings Probleme mit seiner Kupplung. Nach wenigen Metern blieb er mit seinem Auto noch in der Boxengasse stehen und musste zurückgeschoben werden. Im zweiten Training machte die Sitzschale Ärger - und Verstappen musste nach ein paar Runden für ein paar Minuten aus seinem Auto aussteigen. Der Rückstand auf Antonelli betrug mehr als eine halbe Sekunde.

Auch für Lando Norris lief es nicht ganz nach Plan. Der McLaren des Briten hatte ein Hydraulik-Problem und blieb lange in der Box. Am Ende belegte der aktuelle Weltmeister die Ränge sieben und drei. 

Zudem waren im ersten Training einige Nachwuchsfahrer im Einsatz. Bei den Topteams fuhr einzig bei Ferrari eine Nachwuchshoffnung, der Schwede Dino Beganovic ersetzte Charles Leclerc.

Hitzeschlacht

31,2 Grad war es heiß, die Asphalttemperatur lag bei 50,1 Grad. Unter der großen Hitze litten vor allem die Zuschauer auf den Tribünen - und ServusTV-Experte Christian Klien, der aus der Boxengasse berichten musste. Sein Fazit: „Es war furchtbar.“

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.