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Es geht doch nichts über eine gute Einstimmung. Und diese sollte nicht nur auf dem Tenniscourt passieren. Dort trifft das "KURIER Austria Davis Cup Team" am Freitag (6 Uhr MEZ, ORF 1) und Samstag (5 Uhr MEZ, ORF Sport Plus) in Tokio auf Japan. Wenn man schon dort ist, kann man sich auch mit der Kultur des Landes beschäftigen. 

Vorneweg: Es gab keine Verletzte. Denn Jurij Rodionov, Lukas Neumayer, Sebastian Ofner, Lucas Miedler und Alex Erler ergriffen die Schwerter. Kling eigentlich Besorgnis erregend genug. Das kann auch in die Hose (oder die Hakamas) gehen. 

Die Männer um Kapitän Jürgen Melzer absolvierten einen Samurai-Kurs und erlernten dabei das richtige Tragen des traditionellen Kimonos und Hakamas (Hosenrock), respektvolle Umgangsformen wie das Verbeugen und das Schwingen mit dem Katana (japanisches Langschwert), ehe es an teaminterne Kampfhandlungen ging. Natürlich stand wie immer der Spaß im Vordergrund. 

Dass die Europa-League-Saison vorbei sein wird, damit war zu rechnen. Aber nun verabschiedet sich Sturm nach dem 1:3 in Altach auch vom Cup. Und das mit einer Leistung, die man durchaus sogar als Arbeitsverweigerung sehen darf.  

Der Sieg der Altacher sei "hochverdient" gewesen, gestand Coach Fabio Ingolitsch. "Ich glaube nicht, dass jeder bei uns begriffen hat, worum es hier geht", sagte der Trainer im ORF-Interview und meinte außerdem: "Wir müssen ganz viel, wenn nicht alles hinterfragen und ganz klar herausfinden, welche Spieler die richtigen sind."

Mit Tomas Zorn als neuer sportlicher Führungsfigur will die Wiener Austria die vor knapp zwei Monaten präsentierte Strategie weiter verfolgen. Seit seiner Bestellung zum Sportdirektor war Michael Wagner erpicht, die Weichen für eine verjüngte Austria samt erhofften Transfereinnahmen zu stellen. Mit dem Wechsel von Rohdiamant Ifeanyi Ndukwe zu Liverpool durfte ein auch prestigeträchtiger Deal fixiert werden. Dem "Jugendwahn" erteilt Wagner aber eine Abfuhr.

"Im Großen und Ganzen bin ich ja bestellt worden, um einen neuen Weg zu gehen", sagt Wagner über seine ersten Wochen im Amt. Eine Neuverpflichtung sucht man im Kader der Profis bisher vergebens, dafür wurden - so der Idealfall - künftige Transferaktien aufgestockt.

Der Vertrag mit dem bereits in der Bundesliga angekommenen Sanel Saljic (20) wurde langfristig verlängert. Jeweils aus Red Bull Salzburgs Nachwuchsschmiede kamen U17-Vizeweltmeister und Linksverteidiger Florian Hofmann (18) und mit Marco Brandt (19) ein ehemaliger Torschützenkönig der U18-Jugendliga (2023/24). Beide sollen bei den Young Violets in der 2. Liga reifen.

Fokus auf U17-Helden

Der Erfolg der ÖFB-U17 sorgte bei der Austria auch in der hauseigenen Nachwuchssparte für Aufsehen. Ndukwes für Sommer anvisierter Sprung auf die Insel ließ nicht nur den 17-Jährigen frohlocken. Die damit verbundenen Millioneneinnahmen lassen Finanzchef Harald Zagiczek durchschnaufen.

Neues Jahr, doch alte Probleme. Die Krise hat Rapid im Cup in Ried im Innviertel wieder eingeholt. Mit dem klaren 0:3 und dem Aus im Viertelfinale hat sich die grün-weiße Lage sogar verschlechtert. Noch dazu ging das Debüt von Neo-Trainer Johannes Hoff Thorup gehörig daneben, verjuxten die Hütteldorfer eine gute Chance auf einen möglichen Titel in dieser Saison. In der Meisterschaft wird es weitaus schwerer, liegt man doch nur auf Rang sieben aktuell.

Hoff Thorup versuchte nach der Niederlage dennoch, positive Aspekte aus dem negativen Abend herauszupicken. Dazu zählten laut dem Dänen die ersten Minuten der zweiten Hälfte bis zum 0:2. „Da waren wir dabei, ein bisschen das Momentum zu finden.“ 

Dann aber kam ein Steirertor eines Wieners in Oberösterreich, griff Goalie Niklas Hedl bei einem Kopfball von Nikki Havenaar daneben, und Rapids Hoffnung auf den ersten Cup-Titel seit 1995 war dahin. Die Hütteldorfer Bilanz aus den vergangenen zehn Pflichtspielen steht bei sieben Niederlagen und drei Unentschieden. Wie fühlt sich denn noch ein Sieg an?

Geduld gefragt

„Es gibt viel zu verbessern, wir müssen aber auch unsere Situation akzeptieren“, erklärte Hoff Thorup und bat um Geduld. „Hoffentlich sind wir im April und Mai besser.“ 

So lange hat Grün-Weiß jedoch nicht Zeit, weil der Grunddurchgang in der Liga schon im März endet. Derzeit befindet sich Rapid nicht in der Meistergruppe.  „Aber ich erwarte, dass die Mannschaft schon nächste Woche viel besser sein wird.“

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