Sport-News

Von Fabio Tartarotti

„Ich habe zu Hause zwei Hunde, die ich über alles liebe, aber für einen Titel mit dem Post SV hätte ich sie beide sofort eingetauscht.“ Doch so weit musste es nicht kommen – Offensivspieler Marko Stojanovic durfte seine Haustiere behalten und mit Skibrille, zum Schutz vor den Champagnerduschen, ausgestattet den Aufstieg in die Wiener Stadtliga feiern. 

Von Fabio Tartarotti 

Nach einer eindrucksvollen Rückrunde ist die SV Gloggnitz zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Meister in der Regionalliga Ost. Nach Niederlagen der Verfolger SV Leobendorf und Kremser SC konnte die Mannschaft von Trainer Edi Stössl zwei Runden vor Schluss mit einem 2:1-Sieg gegen Sportunion Mauer vor heimischem Publikum die Meisterschaft fixieren „Das ist der erste Meistertitel meiner Trainerkarriere und das Gefühl ist unbeschreiblich. Was die Mannschaft geleistet hat ist überragend und ich bin unglaublich stolz“, beschreibt der Trainer seine Emotionen nach dem Titelgewinn. 

Von Lukas Bergmann

Pfingsten ist vorbei und das bedeutet auch, dass die ersten Meister und Absteiger fest stehen. Im Pappelstadion stemmten die Mattersburger unter Tränen den Meisterteller in der Burgenlandliga in die Höhe. Tränen der Enttäuschung kullerten in Neusiedl nach dem Abstieg aus der RLO und ihrem Neuanfang eine Spielklasse weiter unten. Eine Leistungsstufe drunter ist noch sehr wenig entschieden. In der zweiten Burgenlandliga Nord, Mitte und Süd kämpfen sechs Vereine um drei Plätze für die höchste Amateurklasse des Bundeslandes: SC Rust, ASV Hornstein, SV Lackenbach, SV Rohrbach und SC Pinkafeld sowie SV Stegersbach.

Spaniens Teamchef Luis de la Fuente verzichtet in seinem Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika auf Spieler von Real Madrid. Das Rückgrat des Europameisters bilden dafür gleich acht Akteure des FC Barcelona. De la Fuente stellte sein 26-köpfiges Aufgebot am Montag in Madrid vor. Angeführt wird es von Barcelona-Jungstar Lamine Yamal. Für Real-Profis mit Möglichkeiten, wie die Verteidiger Dean Huijsen und Dani Carvajal, war kein Platz.

Damit reist Spanien erstmals in der Geschichte ohne Spieler des Rekordmeisters und Rekord-Europacupsiegers zu einer WM-Endrunde. Dafür hat De la Fuente unter anderem Manchester Citys Mittelfeldstratege Rodri mit an Bord. Yamal hat wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel seit April kein Spiel mehr bestritten. Wenn es keine „Rückschläge“ gebe, werde man den 18-Jährigen aber von Beginn an an Bord haben, beruhigte De la Fuente. „Wir sind sehr entspannt.“

Kimi Antonelli hat den packenden Grand Prix von Kanada gewonnen und dabei vom Ausfall seines Mercedes-Teamkollegen George Russell profitiert. Der 19-jährige Italiener feierte am Sonntag in Montreal den vierten Formel-1-Saisonsieg in Serie und baute seinen Vorsprung auf Russell in der Gesamtwertung auf 43 Punkte aus. Der Brite musste seinen Silberpfeil in Führung liegend mit Motorenproblemen abstellen. Lewis Hamilton wurde im Ferrari Zweiter vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen.

 

Für Mercedes war es am fünften Grand-Prix-Wochenende der fünfte Erfolg. Dieser hatte aber einen bitteren Beigeschmack, weil Pole-Setter Russell seine Siegträume unverschuldet begraben musste. Der Vorjahressieger stieg sichtlich verärgert aus seinem Boliden aus und warf seine Handschuhe auf den Boden. Auch Weltmeister Lando Norris, der so wie Teamkollege Oscar Piastri nach einem Taktik-Missgeschick des McLaren-Teams viele Positionen verloren hatte, musste mit technischen Problemen aufgeben. Das erwartete Regenchaos blieb aus.

Nachdem am Samstag das emotionale Stallduell zwischen Sprint-Sieger Russell und Antonelli nach einer Beinahe-Kollision sowie wütenden Funksprüchen das bestimmende Thema war, stand der Sonntag im Zeichen des Wetters - und der Fußball-WM. FIFA-Präsident Gianni Infantino nutzte den Grand Prix beim Co-Gastgeber, um sich im Trikot des NHL-Teams Montreal Canadiens gemeinsam mit dem WM-Pokal und einigen Stars der Motorsport-Königsklasse ablichten zu lassen.

Reifenpoker am Start in Montreal

Auf der Strecke wartete auf die Rennställe ein Reifenpoker, da es vor dem Start auf der Ile Notre-Dame zwar nieselte, die Strecke aber trotzdem nicht wirklich nass war. Das Mercedes-Duo in der ersten Reihe sowie die beiden Ferraris und Red Bulls entschieden sich für Trockenreifen, das McLaren-Duo in der zweiten Reihe riskierte es mit einem Intermediate-Reifensatz. Der mit Spannung erwartete Rennbeginn verschob sich um zwei Aufwärmrunden, da die fünf Lichter auf der Startampel im ersten Versuch nicht ausgingen und der liegengebliebene Racing Bull von Arvid Lindblad weggeschoben werden musste.

 

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