Nach 0:2-Rückstand: Argentinien dreht das Spiel gegen Ägypten
Lionel Messi führte Argentinien ins Viertelfinale
Was für ein Spektakel, was für ein Drama, was für eine Werbung für den Fußballsport. Das Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten (3:2) war eines der spannendsten Partien bei dieser WM.
0:2 lag der Außenseiter aus Ägypten nach Treffern von Ibrahim (15.) und Zico (67.) bereits in Führung und sah wie der sichere Sieger aus. Das Aus für Argentinien schien besiegelt, bis die Schlussviertelstunde anbrach.
Der Heilsbringer Lionel Messi leitete nach einem früh im Spiel verschossenen zweiten Elfmeter in Folge - der nächste historische WM-Rekord - die Aufholjagd selbst ein. Als die ägyptischen Fangesänge immer euphorischer wurden und die große Sensation immer näher rückte, drehte der 39-Jährige auf und führte Argentinien mit einem furiosen Schlussspurt noch ins Viertelfinale.
Messi verschoss in der ersten Halbzeit einen Elfmeter, machte in der Schlussviertelstunde aber doch sein 21. WM-Tor.
Für Romeros Anschlusstreffer (79.) leistete Lionel Messi gekonnt die Vorarbeit, vier Minuten später war der Spielmacher und Goalgetter vom Dienst dann selbst zur Stelle und erzielte sein achtes Tor bei dieser Weltmeisterschaft. Den großen Schlussapplaus überließ der Superstar dann seinem Teamkollegen Fernandez, der in der Nachspielzeit aus einem Konter zum 3:2 traf.
Mutige Ägypter
Den Ägyptern blieb am Ende nur der Trost, den Weltmeister an den Rande einer Niederlage gebracht zu haben. Etwas, das dem ÖFB-Team in der Vorrunde nicht gelungen war. Mit ihrem schnellen und mutigen Spiel erwischten die Ägypter den Favoriten auf dem falschen Fuß.
Nach einer Flanke kam Ibrahim unbedrängt zum Kopfball und brachte den krassen Außenseiter früh in Führung – 1:0 (15.). Nach der Pause erhöhte Stürmer Zico nach einem sehenswerten Konterangriff sogar zum 2:0 (67.) und ließ die Nordafrikaner vom Aufstieg ins Viertelfinale träumen.
Doch dann kam der weltmeisterliche Auftritt des Weltmeisters.
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