Sie gilt als Österreichs größte French-Open-Hoffnung, auch wenn sie Rot-weiß-rot erst seit diesem Jahr vertritt. Doch Anastasia Potapowa hat sich mit starken Auftritten in der Sandplatzsaison zu einer echten Kraft entwickelt und damit auch eine Setzung in Paris erhalten. Die als Nummer 28 eingestufte Potapowa könnte bei programmgemäßem Verlauf in Runde drei Titelverteidigerin Coco Gauff fordern. Zunächst wartet aber am Montag einmal die erste Hürde Maya Joint aus Australien.
Manche Spielerinnen schauen sich die Auslosung nur von Runde zu Runde an - oder geben es zumindest vor. Potapowa kennt ihr Los genau. "Ich habe davor keine Angst, weil das ist unser Leben. Offensichtlich ist es keine einfache Auslosung", gestand sie am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit ihrer Pudelhündin "Baby" auf dem Schoß. "Wenn wir auf die Turniere in Madrid und Rom zurückschauen, haben wir viele Überraschungen gesehen", sagte sie und meinte aber wohl auch sich selbst. Potapowa war in Madrid bis ins Halbfinale und in Rom ins Achtelfinale vorgedrungen.
Noch ein langer Weg bis in die dritte Runde
Auf ein mögliches Duell mit US-Star Gauff will sie freilich noch nicht eingehen. "Es gibt noch viel Arbeit vor der dritten Runde. Ich bin nicht mal sicher, ob ich dort sein werde." Denn auch ihr erstes Match gegen Joint, die im jüngsten Ranking zwar auf Platz 52 zurückgefallen ist, ist dennoch nicht das leichteste Auftaktlos. "Sie wurde knapp nicht gesetzt", weiß Potapowa.