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Am Dienstag wurde Fabio Ingolitsch bei Sturm Graz feierlich präsentiert. Der Salzburger ist mit 33 Jahren nicht nur gegenwärtig der jüngste Bundesliga-Trainer, sondern schreibt in Graz Geschichte.

Seit Bestehen der Bundesliga (seit 1974) hatte Sturm Graz noch keinen jüngeren Cheftrainer. 

Drei Trainer waren 36: Franco Foda, als er die Steirer 2002 zum ersten Mal übernahm, Peter Hyballa zu Saisonbeginn 2012/2013 und Nestor El Maestro bei seinen Amtsantritt 2019. 

Oldie Gress

Die unmittelbaren Vorgänger von Ingolitsch waren auch weit entfernt vom Pensionsalter: Christian Ilzer wurde mit 42 Sturm-Trainer, sein Nachfolger Jürgen Säumel war frische 40. Der älteste Sturm-Trainer in der Liga-Historie war der Franko-Schweizer Gilbert Gress, der 2003 mit 61 Sturm übernahm. Nach zwei Monaten endete seine Amtszeit bereits. Nur wenige Monate jünger war ein erfolgreicherer Sturm-Trainer, als er 2002 die Steiermark verließ: Ivica Osim

„Ich werde nicht an allen Schrauben drehen, aber an den richtigen.“

Fabio Ingolitsch ist zwar mit 33 Jahren der jüngste aller Bundesliga-Trainer, wirkte aber bei seinem ersten Medienauftritt als Sturm-Trainer entschlossen und reif wie ein alter Trainerfuchs. Viel hat er vor, viele Ideen will der Salzburger einbringen – ohne dabei die über Jahre aufgebaute Sturm-DNA zu vernachlässigen. „Bei Sturm herrscht Stabilität und Identität, die sich durch Intensität auszeichnet. Auf diesen Eckpfeilern möchte ich aufbauen. Und die Mannschaft variabler machen“, sagt Ingolitsch, der von Altach kam und dessen Spielidee mit jener von Sturm „sehr stimmig“ ist.

Entwickeln will er auch in Graz und dabei „Personen mit Sturm-Identität mitnehmen“. Nicht mitgenommen hat er seinen bisherigen Co-Trainer, Atdhe Nuhiu, der aus privaten Gründen in Altach bleibt („Wir werden gemeinsam suchen“). aber trotz seiner Jugend viel Fachwissen. Sieben Jahre arbeitete Ingolitsch in der Red-Bull-Akademie, vom Spielsystem würde es da nicht viele Unterschiede zu Sturm geben. 

Große Lehrmeister

Und seine „Lehrmeister“ in Salzburg zählen zur A-Klasse. „Ich war nicht nur Co-Trainer von Gerhard Struber, er war auch mein engster Vertrauter.“ Auch die zweite Vertrauensperson, der Däne Bo Svensson, schaffte längst den Durchbruch im Ausland.

Daniel Tschofenig ist ein miserabler Schauspieler. Der 23-jährige Kärntner mag sich partout nicht verstellen, und sei es nur für die Kameras. Daniel Tschofenig sagt, was er sich denkt und er zeigt, wie er sich fühlt. Und das in allen Lebenslagen.

„Das war einfach genial“, jubelte der Titelverteidiger nach seinem zweiten Platz beim Tournee-Auftaktspringen in Oberstdorf mit einem fetten Grinser. Aus dem Kärntner sprach dabei nicht nur die pure Freude über die lang ersehnte Rückkehr auf das Siegespodest, sondern Daniel Tschofenig wirkte vor allem: richtig erleichtert. „Das tut echt gut nach den letzten Wochen.“

Der FC Basel hat ein Stürmerproblem – und schaut sich entsprechend während der Wintertransferperiode auf dem Markt um. 

Schweizer Medien bringen dabei Michael Gregoritsch ins Spiel. Also jenen Mann, der Österreich mit dem Tor zum 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina zur WM geschossen hat.

Der 31-Jährige steht seit Sommer 2025 in Dänemark bei Bröndby unter Vertrag. Zuvor absolvierte er 270 Partien in der 1. deutschen Bundesliga für Freiburg, Augsburg, Schalke und Hamburg und erzielte dabei 59 Tore. 

Laut dem Transferexperten Tavolieri hat der FCB schon Kontakt mit Gregoritsch aufgenommen.

Gregoritsch kam bei Bröndby, wo er gemeinsam mit Patrick Pentz spielt, nicht wie gewünscht zum Einsatz und braucht in Hinblick auf die WM 2026 Spielpraxis.

Gäbe es bei der Vierschanzentournee auch eine Teamwertung,  die Österreicher hätten in Oberstdorf einen fulminanten Triumph gefeiert.  Denn die ÖSV-Adler präsentierten sich beim Auftaktspringen im Allgäu ähnlich stark wie bei der Tournee 2024/’25, als es erst in Oberstdorf, und später auch im Tournee-Endklassement, einen rot-weiß-roten Dreifachsieg zu bejubeln gab.

Mit einem klitzekleinen  Unterschied freilich: Heuer gibt es einen Skispringer, der selbst die ÖSV-Höhenflieger noch überflügelt: Der Slowene Domen Prevc wurde beim Tourneeauftakt seiner Favoritenrolle gerecht und distanzierte den Rest der Adlerwelt gleich um Welten.  

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