Sport-News

Die Abfahrt der Männer am Sonntag in Crans-Montana (11 Uhr/live in ORF 1) ist das letzte Rennen, bevor die Olympischen Spiele losgehen. Ob die Generalprobe aber auch eine gewisse Aussagekraft hat, darf bezweifelt werden. Einige Stars sind gar nicht am Start, andere werden nur wenige Tage vor der Abreise nach Bormio nicht das letzte Hemd riskieren.

Die großen Favoriten kommen aus der Schweiz, in der Vorsaison gab es beim Heimrennen einen Dreifachsieg. Im Training hielten sich Marco Odermatt und Franjo von Allmen aber noch vornehm zurück. Nur keine Verletzung riskieren. Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni aus Italien konnte gerade noch einen Sturz verhindern und wurde 33.

ÖSV-Asse motiviert

Aus dem ÖSV-Team lassen Vincent Kriechmayr und Raphael Haaser das Rennen aus. Sie trainieren stattdessen in Saalbach für Olympia. Das erste Training in Bormio ist bereits für Mittwoch angesetzt.

Wird Hoffenheim mit Trainer Christian Ilzer zum ersten Verfolger von Bayern München?

Eine Woche vor dem Duell mit dem deutschen Rekordmeister feierte die TSG Hoffenheim einen souveränen 3:1-Erfolg gegen Union Berlin und somit den fünften Erfolg in Serie. Vor dem Dortmunder Heimspiel gegen Heidenheim am Sonntag sind die Hoffenheimer bereits punktegleich mit dem Zweiten in der Bundesliga. Am kommenden Sonntag gastiert das Team des ehemaligen Sturm-Meistermachers in München.

Mit dem siebenten Bundesliga-Heimsieg in Folge stellte die Ilzer-Elf die bisherige Bestmarke von Hoffenheim von 2017 unter Erfolgscoach Julian Nagelsmann ein. „Das können wir auf unserem Weg mitnehmen. Aber das ist sicher nicht das, was wir in unserem Kopf haben“, beteuerte Ilzer. Unter Nagelsmann zog Hoffenheim damals auch in die Champions League ein.

Ein Ziel, das Christian Ilzer und sein Team allmählich im Kopf haben dürfen.

Elferfoul von Querfeld

Leopold Querfeld verursachte am Samstag mit Pech den Elfmeter, mit dem Hoffenheim 1:0 in Führung ging. Der Wiener wollte einen hohen Ball ausputzen, doch der Hoffenheimer Asllani hatte seinen Fuß früher am Ball und wurde von Querfeld getroffen. Kramaric verlud Union-Keeper Rönnow und rollte den Ball souverän zum ins Berliner Tor. Bis zur 42. Minute hatte die Berliner Abwehr um Querfeld nichts zugelassen. Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer nutzte die VAR-Unterbrechung, um seine Spieler intensiv zu coachen. Vor dem Seitenwechsel stand es bereits 2:0. Kramaric köpfelte eine Toure-Flanke ein. Genauso ging es nach der Pause weiter. Im ersten Angriff nach Wiederbeginn lenkte Berlin-Verteidiger Leite eine Toure-Hereingabe ins eigene Tor ab (48.) – 3:0 für Hoffenheim.

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Bis zum 1:0 war es ein Abnützungskampf“, sagte Sportchef Andreas Schicker.

Erfreuliches kommt aus Augsburg: Teamstürmer Michael Gregoritsch stürmte gegen St. Pauli von Beginn an und erzielte nicht nur den Treffer zum 1:1, sondern auch das Siegestor zum 2:1 für die Augsburger.

Bayern-Remis

Nach der ersten Bundesliga-Niederlage der Saison gegen Augsburg vor einer Woche gab es für die Bayern erneut keinen Sieg. Im Topspiel des Abends setzte es beim HSV im Klassiker früherer Tage ein 2:2-Unentschieden. Das 22. Saisontor von Harry Kane (42.) und der zehnte Treffer von Luis Diaz (46.) reichten nicht, um den couragierten Bundesliga-Rückkehrer zu bezwingen. Vieira per Elfer (34.) und Abwehrchef Vuskovic (53.) sorgten mit ihren Toren für einen hoch verdienten Hamburger Punkt.

Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis hat im noch jungen Jahr 2026 schon viel mitgemacht. Nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht wurde auch beim Weltcup-Super-G der Frauen an die Opfer gedacht. Am Ende fuhr mit Malorie Blanc eine Lokalmatadorin, die wenige Kilometer vom Zielgelände entfernt wohnt, zu ihrem ersten Weltcupsieg.

"Ich liebe Crans-Montana. Ich liebe die Strecke und die Leute hier", sagte die Premierensiegerin (22). Das Podest komplettierten Sofia Goggia (ITA) als Zweite und Breezy Johnson (USA). Die Österreicherinnen hatten bei der Olympia-Generalprobe mit der Entscheidung nichts zu tun. Ariane Rädler, Cornelia Hütter und Mirjam Puchner belegten die Plätze sieben bis neun. Ein Lichtblick war Julia Scheib. Die RTL-Spezialistin war in ihrem vierten Weltcup-Super-G im oberen Abschnitt sogar schneller als Blanc, landete schließlich auf Rang 21.

Lilli Tagger hat am Samstag ihr bisher größtes Turnier auf ITF-Niveau gewonnen. Die 17-jährige Osttirolerin besiegte beim ITF-W100-Turnier in Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Finale die Britin Harriet Dart 6:4,6:2 und holte ihren vierten Titel auf Challenger-Level. Tagger bekommt für ihren bisher wertvollsten Turnier-Titel, den sie ohne Satzverlust geschafft hat, 100 Punkte. Sie verbessert sich damit im WTA-Ranking um 25 Positionen erstmals in die Top 130.

Schon in der kommenden Woche geht es für den Schützling von Francesca Schiavone im indischen Mumbai weiter, wo sie ein WTA125-Turnier bestreitet. Tagger hatte zuvor auf ITF-Level die Turniere in Terrassa, Bukarest und Kursumlijska Banja gewonnen. Ihr bisher größter Erfolg war das Erreichen des Endspiels beim WTA250-Turnier in Jiujiang vor knapp drei Monaten. 

Der LASK steht im Halbfinale des ÖFB-Cups. Im Linzer Viertelfinal-Derby gegen Blau-Weiß lagen die favorisierten Athletiker am Freitagabend 0:2 zurück, schafften aber noch die Wende. Moses Usor traf in der 83. Minute entscheidend für die Elf von Dietmar Kühbauer. Der holte seinen neunten Sieg im zehnten Pflichtspiel als LASK-Coach. Sein Gegenüber Michael Köllner hielt mit dem Schlusslicht eine Halbzeit lang voll mit, ehe sich die Klasse des Gegners durchsetzte. 

Blau-Weiß führte nach einem Blitztor von Isak Dahlqvist (2.) und einem Treffer von Shon Weissman (18.) 2:0, ehe der Bundesliga-Zweite durch Sasa Kalajdzic (35.) und George Bello (57.) verdient zurückschlug. Beim entscheidenden Treffer leistete der starke Kalajdzic außerdem die Vorarbeit.

Der KURIER-Sport empfiehlt