Renn-Abbruch! US-Star Lindsey Vonn vor Olympia gestürzt und verletzt
Vonn hatte Schmerzen
Das darf doch nicht wahr sein. Eine Woche vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina steht das Antreten von Ski-Star Lindsey Vonn in den Sternen. Bei der verkürzten Abfahrt in Crans-Montana hatte Lindsey Vonn nach wenigen Sekunden 55 Hundertstelsekunden Vorsprung, doch sie stürzte nach einem weiten Sprung in einer Kompression und landete im Fangnetz. Die 41-Jährige griff sich an das linke Knie und konnte offensichtlich mit Schmerzen selbst ins Ziel fahren.
Vonn-Coach Aksel Lund Svindal gab erste Auskunft zum Zustand seines Schützlings: "Ich hoffe, es geht ihr gut. Sie wird jetzt untersucht. Sie hat ein wenig Schmerzen. Ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist."
Der erste Sturz betraf auch Österreichs Startläuferin Nina Ortlieb. Genau an jener Stelle, an der sie sich vor fünf Jahren schwer verletzt hatte, stürzte sie erneut und hatte Glück. „Ich bin in einem guten Winkel ins Netz geprallt und mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte sie. "Ich fühle mich gesund. Ich bin dankbar. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man so ins Netzt fliegt", sagte Ortlieb, die beim Sturz mit dem Rücken voraus in den Fangzaun flog und dabei auch noch ihre Beine durchstrecken konnte.
Vonn wurde ins Krankenhaus geflogen
Lange Behandlungspause im Zielraum
Der zweite Sturz des Rennens war nicht so glimpflich ausgegangen. Die Norwegerin Marte Monsen verlor bei einem heftigen Aufprall kurz vor dem Ziel den Helm und musste im Zielraum lange behandelt werden.
Von den ersten sechs Läuferinnen kamen drei zu Sturz. Nach der Pause und der Fahrt eines Vorläufers wurde das Rennen abgebrochen. "Die Sicht ist noch einmal schlechter geworden. Das ist bei diesen Wellen gefährlich. Wenn die beste Läuferin wie die Lindsey so Probleme hat, dann ist das wohl die richtige Entscheidung", sagte Ortlieb.
Conny Hütter kam nicht mehr an den Start: "Ich bin hinunter gerutscht und hatte nicht so ein schlechtes Gefühl. Ganz kann ich den Abbruch nicht nachvollziehen. Die Sicht kann hoffentlich nicht der Grund sein."
Peter Gerdol, der Verantwortliche des Skiverbandes FIS, begründete: "Die Bedingungen haben sich verändert und sollen noch schlechter werden. Die Sicht ist immer schlechter geworden, um die richtige Linie zu halten. Es ist ein harter Sport, aber wir wollen keine weiteren Verletzungen riskieren."
Am Samstag soll in Crans-Montana der Super-G der Frauen stattfinden. Am Sonntag sind die Herren an der Reihe.
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