Crans-Montana: Ein emotionaler Heimsieg und abgeschlagene ÖSV-Stars
Malorie Blanc
Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis hat im noch jungen Jahr 2026 schon viel mitgemacht. Nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht wurde auch beim Weltcup-Super-G der Frauen an die Opfer gedacht. Am Ende fuhr mit Malorie Blanc eine Lokalmatadorin, die wenige Kilometer vom Zielgelände entfernt wohnt, zu ihrem ersten Weltcupsieg.
"Ich liebe Crans-Montana. Ich liebe die Strecke und die Leute hier", sagte die Premierensiegerin (22). Das Podest komplettierten Sofia Goggia (ITA) als Zweite und Breezy Johnson (USA). Die Österreicherinnen hatten bei der Olympia-Generalprobe mit der Entscheidung nichts zu tun. Ariane Rädler, Cornelia Hütter und Mirjam Puchner belegten die Plätze sieben bis neun. Ein Lichtblick war Julia Scheib. Die RTL-Spezialistin war in ihrem vierten Weltcup-Super-G im oberen Abschnitt sogar schneller als Blanc, landete schließlich auf Rang 21.
Der Sieg von Blanc war für die Schweizer in doppeltem Sinn Balsam auf der Seele. Bei einem Großbrand in einer Bar in Crans-Montana waren in der Silvernacht 40 Menschen ums Leben gekommen und über 100 verletzt worden. Blanc ist im durch Verletzungen (u.a. von Lara Gut-Behrami) und Formkrisen geschwächten Frauen-Speed-Team nun das heißeste Eisen - dass die Walliserin ausgerechnet bei ihrem Heimrennen zuschlägt, war aber nicht unbedingt abzusehen.
„Ich bin so froh, dass ich diese Show gezeigt habe. Es ist wirklich ein Geschenk für die Leute, für ihre Unterstützung, und das bedeutet sehr viel für mich“, meinte sie im ORF-Interview. Das Rennen vor dem Heimpublikum habe ihr einen Push gegeben, führte Blanc aus. „Ich liebe diese Strecke, ich liebe die Leute hier.“ Wirklich gefährlich wurde ihr bei der Olympia-Generalprobe vor allem die Italienerin Laura Pirovano, die auf dem Weg zur Bestzeit zu viel riskierte und vom Kurs abkam.
Nicht im Starthaus stand Lindsey Vonn, die sich in der Abfahrt am Samstag bei einem Sturz verletzt haben dürfte. Über ihren Gesundheitszustand gibt es weiter keine gesicherten Informationen. In den sozialen Medien schrieb die 41-Jährige, dass sie weiter um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Cortina kämpfe.
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