Sport-News

Nach dem Auftaktspiel ist vor Messi. Österreich trifft im zweiten Gruppenspiel der WM auf den amtierenden Weltmeister Argentinien. Die KURIER-Sportredakteure Alexander Strecha und Andreas Heidenreich melden sich aus den USA gemeinsam mit dem KURIER-Kolumnisten Marc Janko und sprechen über das ÖFB-Team.

In dieser Folge geht es nicht nur darum, welche Erkenntnisse das Spiel gegen Jordanien gebracht hat, sondern auch, wie reif sich die Mannschaft generell präsentiert hat. 

Welche Spieler konnten überzeugen, was könnte sich an Ralf Rangnicks Startelf verändern, wer muss ersetzt werden? Und was erwartet das ÖFB-Team am Montag mit Weltmeister Argentinien?

Nach einer fatalen Falschmeldung über Lionel Messis Vater Jorge hat sich die argentinische Schauspielerin und Moderatorin Florencia Peña bei der Familie des Fußball-Superstars öffentlich entschuldigt. In einer Sendung des Streamingdienstes Luzu TV hatte sie behauptet, Jorge Messi sei gestorben. Die an der Falschinformation beteiligten Mitarbeiter wurden entlassen, teilte Luzu TV mit. Peña beendete von sich aus die Zusammenarbeit, hieß es von beiden Seiten.

"Ich bitte die Familie Messi um Verzeihung für diesen schrecklichen Moment, den sie – wie ich mir vorstellen kann – gerade durchleben", schrieb die 51-Jährige bei Instagram. Die Falschmeldung sei ihr mitten in der Live-Sendung von der Produktion der Sendung übermittelt worden. Einem Reporter sagte Peña laut argentinischen Medien: "Ich schäme mich sehr." Man habe sie gebeten, es zu sagen. "Ich stand unter Schock."

Vater Messi mit gesundheitlichen Problemen im Spital

Die Familie Messi hatte nach den Spekulationen über den Gesundheitszustand des 68-jährigen Messi eine Stellungnahme veröffentlicht. Sohn Lionel (38), der eine sehr enge Bindung zu seinem Vater hat, hatte nach seiner Dreierpack-Gala von WM-Titelverteidiger und Österreich-Gegner Argentinien gegen Algerien von schweren Zeiten gesprochen, die aber nichts mit dem Fußball zu tun hätten. "Die Familie Messi teilt mit, dass Jorge gesundheitliche Probleme hat. Derzeit steht er unter ärztlicher Beobachtung, erholt sich und zeigt angesichts seines Gesundheitszustands einen positiven Verlauf", schrieb die Familie.

Mexiko machte den Aufstieg ins Sechzehntelfinale vorzeitig perfekt. Der Co-Gastgeber setzte sich am Donnerstag in Guadalajara gegen Südkorea mit 1:0 (0:0) durch und ließ den Zweitplatzierten in der Gruppe-A-Tabelle drei Punkte hinter sich. Tschechien und Südafrika sind nach einem 1:1 im direkten Duell vor dem letzten Match schon fünf Zähler dahinter. Mexiko spielte wie beim 2:0 gegen Südafrika zu Null, den einzigen Treffer erzielte Luis Romo (50.).

In einer fast ereignislosen ersten Hälfte gab es vor 45.522 Zuschauern nur eine Topchance und die aufseiten der ohne den gesperrten Kapitän Cesar Montes angetretenen Hausherren. Nach einer Alvarado-Flanke scheiterte Julian Quinones mit einem Kopfball am koreanischen Tormann Kim Seung-gyu (20.). Der war sonst genauso wie sein Gegenüber völlig unbeschäftigt, beide Teams schafften es zumeist nicht einmal, in den Strafraum vorzustoßen. Die Nullnummer zur Pause war die logische Folge. Nach Wiederbeginn reichten den Mexikanern fünf starke Minuten. Jesus Gallardo traf zuerst nur das Außennetz (49.).

Ein Geschenk der Südkoreaner führte zum entscheidenden Tor

Eine Minute später nahmen die Mexikaner ein Gastgeschenk dankend an. Kim fing eine Flanke, ließ den Ball nach einem Zusammenprall mit einem Mitspieler aber wieder aus - Romo schoss ins leere Tor ein. In der Folge bewahrte Koreas Keeper sein Team dann vor einem höheren Rückstand, er machte bei einem Abschluss von Raul Jimenez das kurze Eck zu (75.) und hielt einen Vargas-Schuss (85.). Doch auch Mexikos Schlussmann Jose Rangel rückte in Minute 87 das erste und einzige Mal richtig in den Mittelpunkt. Er hielt zuerst den Kopfball von Cho Gue-sung aus kurzer Distanz fest und danach auch den Nachschuss von Yang Hyun-jun (87.).

Erst in der Nachspielzeit gab es die einzigen beiden Corner im gesamten Spiel. Die änderten nichts mehr daran, dass „El Tri“ wie bei der WM 2018 (2:1) gegen Südkorea das bessere Ende für sich hatte.

Mit-Gastgeber Kanada übernahm bei der in der Gruppe B die Tabellenführung. Die Mannschaft von Teamchef Jesse Marsch fertigte Katar in Vancouver dank Toren von Cyle Larin (16.), Jonathan David (29., 45.+3, 92.) und Nathan Saliba (64.) sowie einem Eigentor von Mohamed Manai (75.) 6:0 ab und liegt aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den punktgleichen Schweizern, die gegen Bosnien-Herzegowina 4:1 gewannen. Am Mittwoch geht es im direkten Duell um Platz eins.

Kanada dominierte das Geschehen vor 52.497 Fans von Anpfiff weg nach Belieben. Katar-Goalie Mahmoud Abunada konnte einen David-Schuss nur kurz abwehren und Larin besorgte via Abstauber aus kurzer Distanz die Führung. Der Torschütze vom 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina rechtfertigte damit seine Aufstellung in der Startelf. Danach rückte der Vorlagengeber selbst in den Vordergrund. Kanadas Rekord-Torschütze nahm einen glücklich bei ihm gelandeten Ball direkt und traf genau ins kurze Eck. Schlimmer kam es für die Katari, da Homam Ahmed nach einem Torraubfoul an Tajon Buchanan ausgeschlossen wurde (33.). Kurz vor der Pause staubte David nach einem nur kurz parierten Kopfball aus kurzer Distanz mit dem Fuß ab.

Zweite Rote Karte

Nach Wiederbeginn dezimierte sich der Underdog weiter. Assim Madibo sah nach einem rüden Einsteigen gegen Ismael Kone ebenfalls die Rote Karte (54.). Kone dürfte sich schwer am linken Unterschenkel verletzt haben. Der 24-Jährige wurde minutenlang behandelt, ehe er auf einer Trage mit der Hand in Richtung Publikum winkend aus dem Stadion gefahren wurde. Danach spielte sich das Geschehen nur noch in der katarischen Hälfte ab. Der für Kone eingewechselte Saliba versenkte einen an der Mauer vorbei getretenen Freistoß via Innenstange. Zudem lenkte Manai einen Schuss von Jacob Shaffelburg ins eigene Tor ab.

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