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ÖFB-Star Posch nach Kieferbruch: „Steirerbluat is ka Himbeersaft“

Stefan Posch erlitt gegen Jordanien einen Kieferbruch. Er nimmt die Verletzung offenbar mit Humor.
Andreas Heidenreich und Alexander Strecha aus Santa Barbara
Stefan Posch

Nach dem Ausfall von Christoph Baumgartner droht dem ÖFB-Team der nächste schmerzvolle Ausfall bei der WM. Bei Stefan Posch war am Tag nach dem Jordanien-Spiel klar: Es handelt sich um einen Kieferbruch. Der Steirer war in der Schlussphase mit einem Gegenspieler heftig zusammengestoßen.

Am Mittwoch folgte in Santa Barbara ein Röntgen und eine CT-Untersuchung. Um vollständige Klarheit zu haben, wurden die Bilder aber auch noch nach Österreich zu einem Kieferspezialisten geschickt. Allerdings: Der Mediziner schlief aufgrund der Zeitverschiebung schon, als es so weit war. Bis zur endgültigen Diagnose dauerte es daher bis Donnerstag Vormittag Ortszeit.

Die Bestätigung

Da folgte aber die Bestätigung. In einer Aussendung des ÖFB hieß es:

Eine Operation ist nach aktuellem Stand nicht notwendig. Für den ÖFB-Teamspieler wird nun eine Spezialschiene angefertigt, die den weiteren Heilungsverlauf unterstützen soll.

Ob Posch im kommenden Gruppenspiel gegen Argentinien bereits wieder einsatzbereit sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Frage bleibt, ob der ÖFB und der Spieler selbst einen weiteren Einsatz aus gesundheitlichen Gründen riskieren können.

Seiner Reaktion zufolge will Posch aber offenbar die Zähne zusammenbeißen. In einem Instagram-Posting schrieb der 29-Jährige zu Bildern vom Jordanien-Spiel: „Kindheitstraum. Steirerbluat is ka Himbeersaft“, ein bekanntes steirisches Sprichwort, das die besondere Unnachgiebigkeit der Steirer beschreibt.

Wie hart ein Ausfall des gebürtigen Judenburgers die Österreicher treffen würde, beschrieb Rangnicks Assistent Stefan Oesen. „Alleine der Umstand, dass wir mit Konny Laimer einen der besten rechten Verteidiger der Welt im Kader haben und trotzdem der Poschi bei uns diese Position spielt, sagt ja alles über seine Stärke. Weil wir ihn trotzdem unbedingt auf dem Feld haben wollen.“

Posch sei gegen Jordanien „überragend“ gewesen, so der Co-Trainer. „Er schafft es immer, dass er eine extreme Nähe zum Gegner herstellt. Und nur darum können auch seine Mitspieler eine extrem offensive Position im Verteidigen einnehmen und das ist für unser Spiel extrem wichtig.“

Fakt ist: Das Trainerteam muss sich überlegen, wer Stefan Posch als rechter Verteidiger ersetzen könnte.

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