ÖFB-Noten nach Sieg gegen Jordanien: Diese Spieler stachen heraus
Mit einem 3:1-Erfolg über Jordanien startete Österreich am Mittwochmorgen in die Fußball-WM 2026. Vor allem die Einwechselspieler haben überzeugt. Die ÖFB-Spieler in der Einzelkritik.
Alexander Schlager, 2
Österreichs Nummer eins war zur Stelle, wenn es drauf ankam. Beim Gegentor war er ohne Chance, dafür parierte er gegen Al-Fakhouri (17.) und Olwan (34.). Nach der Pause blieb er auch bei Flanken souverän und mit dem Ball am Fuß sauber.
Stefan Posch, 3
Er holte sich mit einem gewonnenen Duell gleich das nötige Selbstvertrauen. Stark, wie er nach 33 Minuten in die Tiefe sprintete und den Ball nach Pass von Romano Schmid zunächst gut mitnahm, sich aber beim zweiten Kontakt zu weit vorlegte. Da wäre mehr drin gewesen. Beim Gegentor hätte er Lienhart gegen Torschütze Olwan unterstützen können.
Philipp Lienhart, 2
Blieb lange unauffällig, war aber wie gewohnt solide und in den entscheidenden Momenten zur Stelle, wie in Minute 34, als er einen Schuss von Al-Tamari blockte oder in der Schlussphase, als er zwei Mal entscheidend zur Stelle war.
David Alaba, 2
Der Kapitän hatte großen Anteil daran, dass Österreich gut ins Spiel fand und zunächst dominant war. Hellwach, immer nah dran am Mann und mit einer guten Ausstrahlung. Danach zwickte offenbar ein wenig der Oberschenkel, wodurch Probleme beim Absichern gegen die Konter der Jordanier dazu kamen.
Phillipp Mwene, 3
Über seine Seite wurde es öfters gefährlich, was nicht heißt, dass er seine Sache nicht gut machte. In Minute 17 war er einen Moment lang nicht nah genug an Al-Fakhouri, der den Ball annehmen und für Gefahr sorgen konnte. Nach vorne war nicht viel zu sehen. Auswechslung aus taktischen Gründen.
Nicolas Seiwald, 3
Startete gut im Gegenpressing, wodurch es zunächst schwer wurde für die Jordanier, ihre Konter zu starten. Wie alle Kollegen war er nach der ersten Trinkpause aber nicht mehr so griffig. Steigerte sich nach dem Dreifachtausch wieder.
Xaver Schlager, 4
Lieferte die gewohnte Aggressivität im Zentrum und war im Gegenpressing aufmerksam, unterband vor der Pause auch geschickt einen Konter mit einem schnellen Foul. Das sah nach viel Klasse aus. Mit dem Ball suchte er die einfachen Lösungen. Viel zu einfach war nach der Pause aber dann sein Ballverlust, der zum 1:1 führte und seinen Auftritt damit insgesamt trübte.
Romano Schmid, 2
Österreichs Kleinster (1,68 m) hatte wie schon bei der EM 2024 gegen die Niederlande seinen großen Moment, als er den Ball mit 106 km/h ins rechte Kreuzeck schlenzte. Behauptete einige Male gut den Ball und bereitete auch noch die Chance von Chukwuemeka nach der Pause vor.
Konrad Laimer, 3
Nominell als Zehner aufgeboten, war es sein Job, die Jordanier ganz vorne anzulaufen und zu stören. Das gelang zu Beginn ganz gut, auch wenn er mit einem unglücklichen Moment in die Partie gestartet war, als er den Ball schon nach zwei Minuten nach hinten verlängerte, wodurch Haddad im Konter zur ersten Chance im Spiel kam. Der Bayern-Star war aber kurz drauf gleich wieder im Spiel mit einer super Balleroberung. War wie so oft überall auf dem Platz zu finden und nach der Pause wieder als solider linker Verteidiger im Einsatz.
Marcel Sabitzer, 3
Er fand nicht leicht in die Partie und doch war es sonnenklar, dass er auf dem Feld bleiben musste, weil seine Klasse zu jeder Zeit erwachen kann. Unterm Strich hatte er auch wieder entscheidend seinen rechten Fuß im Spiel. Sowohl der Eckball zum aberkannten 2:1, als auch zu jenem, der dann regelkonform im Tor landete, kam von ihm.
Sasa Kalajdzic, 3
Hatte einen schweren Stand bei den Innenverteidigern Jordaniens, die ständig auf ihm drauf hingen. Doch er bewegte sich gut, ließ sich oft mit dem Rücken zum Tor anspielen und wurde von seinen Kollegen auch stets gesucht. Durch seinen hohen Aufwand fehlte am Ball manchmal die gewohnte Präzision, bei Flanken auf ihn fehlten oft nur Zentimeter, um zum Abschluss zu kommen.
Marko Arnautovic, 2
Handlungsschnell staubte er zum vermeintlichen 2:1 ab. Er diskutierte in Folge viel mit dem Schiedsrichter, ging dann aber auch wieder den Gegenspielern auf den Leim, provozierte Tormann Abulaila, der noch mehrere Male durch seinen Strafraum irrte. Blieb durch seine Klasse stets ein Gefahrenherd, kam zu seinen Chancen und blieb schließlich vom Elfmeterpunkt eiskalt.
Paul Wanner, 2
Viertes Länderspiel, zum vierten Mal machte er als Joker einen richtig guten Job, weil er das Spiel an sich riss und mit Ruhe am Ball den Österreichern Stabilität gab. Österreichs jüngster Teamspieler (20) tritt auf wie ein Routinier, der schon ewig in dieser Mannschaft spielt. Ein Einsatz von Beginn an ist nur eine Frage der Zeit.
Carney Chukwuemeka, 2
Kam als Joker gleich zu einer guten Chance, sein Schuss wurde geblockt. Er war mitverantwortlich dafür, dass die Österreicher nach dem Dreifachtausch wieder in die Spur fanden, weil er von der Zehnerposition aus stets für Gefahr sorgte durch gute Dribblings oder saubere Pässe, wie jenem auf Arnautovic vor dem Elfmeter zum 3:1.
Kevin Danso, 2
Kam für Alaba und gab den Österreichern in der Restverteidigung Stabilität. Gewann seine Duelle durch seine enorme Physis. Nur ein zwei Mal war er mit dem Ball am Fuß nicht so sauber wie etwa in der Luft.
Zu kurz eingesetzt: Patrick Wimmer.
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