Das ist bitter. Salzburg führte bei Aston Villa schon 2:0, schnupperte an der ganz großen Sensation. Sogar mit einem Platz im Play-off durfte zwischenzeitlich geliebäugelt werden. Am Ende musste man sich den Engländern doch beugen, verlor mit 2:3 und schied aus der Europa League aus.
Los ging es im Villa Park wie erwartet – mit druckvollen Hausherren. Watkins gab nach nur wenigen Sekunden den ersten Schuss ab. Keeper Schlager musste prallen lassen, den Nachschuss von Elliott wehrte er per Skorpion-Kick spektakulär ab. Ob das gewollt war? Egal, Salzburg überstand die erste Druckphase der Engländer – und wurden von Minute zu Minute stärker. Auch wenn die Engländer längst fix fürs Achtelfinale qualifiziert waren und nicht in Bestbesetzung antraten. Von einer B-Elf konnte nicht die Rede sein, standen doch noch immer Stars wie Onana oder Weltmeister-Keeper Martinez auf dem Platz.
Letzterer sollte auch bald etwas zu tun bekommen. Zuerst Diabate und danach Konate vergaben die erste Chance für die Gäste (20.). Salzburg blieb mutig, hatte immer wieder gute Momente. So auch nach gut einer halben Stunde, als ein starker Pressing-Moment belohnt wurde. Baidoo setzte Mings unter Druck, bediente Konate – und der traf mit Hilfe von Lindelöf zum 1:0 (33.). Da staunte auch Aston Villas Edelfan Prinz William auf der Tribüne. Ausgerechnet Konate, der zum ersten Mal nach 429 Tagen wieder in der Startelf stand. Ein Blick auf die Livetabelle zeigte: Salzburg war auf Rang 24 und damit im Play-off. Und die Gäste präsentierten sich weiter stark, waren vor der Pause die gefährlichere Mannschaft. Dennoch rutschte man wieder raus aus den Top 24.